Langer Lauf am Sonntag

Nachdem die ersten Sonnenstrahlen gestern bereits alle Welt begeisterten, hatte auch ich mir für heute morgen ein dünnes Langarmshirt und eine leichte Weste herausgelegt. Anschließend bin ich auch brav früh schlafen gegangen, also früh fürs Wochenende. Da, durch die Kilometersteigerungen in den letzten beiden Wochen, das rechte Knie samt Oberschenkel meckerte, dachte ich mir, ich nehme mir zu Herzen, dass viel Schlaf prima für eine gute Regeneration ist. Mit dem Ergebnis, dass ich heute sogar vor meinen beiden Töchtern wach war… -.-

Wenn ich die Aufen aufschlage, kann ich durch das Dachfenster direkt in den Himmel sehen – und was ich da heute morgen sah, löste keine Begeisterung aus. Die Sonne von gestern war – genau, Schnee von gestern. Dafür gab es heute frischen Schneeregen. Ich tat also, dass was ich in dem Fall immer erfolgreich mache: ich sag mir, denk nicht drüber nach – einfach Schuhe an und raus. Nach den Glücksgefühlen dank des gestrigen Sonnenscheins war die Umsetzung aber sehr schwer…

Nichtdestotrotz war ich um kurz nach acht auf der Piste und das schöne bei Mistwetter am See ist ja, dass die ganzen Schauläufer fehlen und nur die „Echten“ unterwegs sind.

Weil die Beine zwickten entschied ich mich, es ruhiger angehen zu lassen. An der Distanz wurde nicht gerüttelt, aber ich hatte das Gefühl, dass es mir nicht gut tun würde, wenn ich versuche die veranschlagte Pace zu halten. Also packte ich ein frisches Hörbuch auf die Ohren (ein Garant für einen gemütlichen Trab) und trabte los. Die Entscheidung war imho ganz gut, es braucht immerhin fast 9 Km bis das zwicken weg war und ich das Gefühl hatte rund zu laufen.

Mal schauen, wie die nächste Woche wird, wenn das zwicken nicht nachlässt oder noch stärker wird, werde ich den Plan für die nächsten Wochen wohl etwas moderater gestalten.