Maulhelden – der Podcast!

Jetzt bin ich tatsächlich auch noch Teil eines Podcast, zu einem 1/3 jedenfalls.

Hintergrund:mikro01

Im nächsten Jahr möchte ich mit zwei Freunden eine mehrtägige Radtour starten – durch Belgien, zumindest soviel steht schon einmal fest.

Viele von euch werden wissend nicken, wenn ich darüber klage, wie schwer es schon ist einen Termin mit Freunden zu finden. Und jetzt gleich mehrere Tage. Aber wir sind fest entschlossen.

Wir beginnen also gerade mit der Planung einer Belgien-Tour für 2017 – und Andreas (@Golle), der alte Podcast-Junkie kam auf die Idee in diesem
Zusammenhang mal selbst einen Cast zu produzieren und unsere Planung zu dokumentieren. Just for fun & #FYI.

Und so kam es, dass der Andreas, der Klaas (@datenchef) und ich letztens beim Klaas im Probenkeller
sassen und die ersten Gehversuche starteten. Unser erster Cast trägt so auch noch den Titel „Nullnummer“. Der Informationsgehalt ist zwar noch relativ gering, aber man bekommt ein kleines Bild, was für ein Chaoshaufen nächstes Jahr Belgien überfallen will.

Zukünftig werden wir, wenn wir unsere Planungstreffen abhalten, diese halt tontechnisch dokumentieren. Es wird um Streckenplanung, Technik und Ausrüstung gehen, aber wir wollen dabei auch immer noch über den Tellerrand hinaus schauen und von anderen Ausfahrten oder Erlebnissen erzählen oder von allen interessanten Dingen die uns irgendwo be
gegnen und im entferntesten was mit der Tour zu tun haben. Das können diverse Seiten, Podcasts oder Reiseberichte sein oder auch biketechnische Neuheiten, die wir spannend finden. Hört mal rein, wir hoffen es wird für euch ein wenig informativ und unterhaltsam…

Achja, zu hören natürlich auf unserer Seite maulhelden-podcast.de oder via itunes.

 

just #ridehappy ;) – Video

Es ist schon ein wenig her, da war ich mit dem Kollegen Klaas auf einer geilen, entspannten Tour unterwegs. Von Hagen aus ging es durch das Ruhrtal bis Hattingen und von hier über die Trassen nach Wuppertal und weiter bis nach Remscheid-Lennep. Hier gönnten wir uns ein großes Bier und eine Pizza, bevor es via Radevormwald und Ennepetal über geniale kleine Straßen wieder hinab nach Hagen ging.

Nichts besonderes – aber einfach #geilife…

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https://youtu.be/JroPNPPzoXE

Waldwege?!

Immer wieder gibts es ja so schöne Artikel zu lesen, wie der Freizeitmensch heute die Natur stört, zerstört und missbraucht.
Alles macht er kaputt. Mountainbiker zerstören die Waldwege, wühlen sie auf und machen sie unpassierbar. Und wenn es die nicht waren, dann waren es die Reiter. Und dann gibt es ja auch noch uns Läufer, die am liebsten in den Abendstunden das Wild stören und verscheuchen.

Waren hier wieder die Mountainbiker unterwegs?
Waren hier wieder die Mountainbiker unterwegs?

Wenn mir noch einmal einer aus der Forstwirtschaft diesen Unsinn erzählt, ziehe ich ihn höchstpersönlich mit der Nase durch diese Furchen.

Das ist auf im Wald auf dem Kaisberg in Hage-Vorhalle, südlich des Harkortweges. Da gibt es den Geopfad Kaisberg, der als Teil der Georoute Ruhr zu Entdeckungen einladen soll. Über diesen Berg führt auch der Jakobsweg als Pilgerstrecke.
Aber eigentlich ist der Wald unpassierbar, der Acker gegenüber von unserem Haus ist leichter passierbar.

Nein, kein Reiter oder Biker - der da ist schuld: ein Holzvollernter
Nein, kein Reiter oder Biker – der da ist schuld: ein Holzvollernter

Freizeitsportler zerstören den Wald? Schaut euch mal dieses Gerät an, das zieht links vom Weg herunter mal eben knietiefe Furchen in den Waldboden. Ein Stück weiter war noch eines von den Geräten im Einsatz, der Unterschied zum Bulldozer ist nicht mehr groß.

Und das ist jetzt keine Ausnahme, es wird immer mehr. Egal, wo ich in der Umgebung unterwegs bin, in den Hagener Wäldern, in Schwerte, Iserlohn oder im Ennepe-Ruhr-Kreis. Harvester oder Holzvollernter, quasi ein Mähdrescher für den Wald, nennt man diese Geräte. Mit denen werden Wege in Schlammfelder verwandelt, teils einen halben Meter tief, mit 50 – 100 m langen Pfützen über die gesamte Wegbreite. Aber es werden nicht nur die Wege zerstört, sondern mit dem Gerät wird halt auch tief querfeldein in den Wald gefahren.

immer mitten rein in den Wald...
immer mitten rein in den Wald…

Noch Fragen? Erzähle mir nochmal einer was davon, das Nordic Walker mit ihren Stöcken Wurzeln beschädigen…

Zitat aus Wikipadia:

Die Schäden, die durch den Einsatz dieser mehrere Tonnen schweren Maschinen verursacht werden, sind Gegenstand von Langzeitstudien. Dabei wird vor allem das Problem der Bodenverdichtung und der Wurzelschädigung untersucht. Einige Studien lassen vermuten, dass der befahrene Waldboden über 100 Jahre zur Regeneration benötigt. Da die Bodenverdichtung durch Gewichte von bis zu 60 t immens ist und ein Rückegassensystem mit einem Abstand von 20 m benötigt wird, werden ca. 20–25 % der Waldbodenfläche langfristig geschädigt.

Darüber hinaus ist im Reisig der Bäume ein Großteil der Nährstoffe und Spurenelemente enthalten. Bei der Aufarbeitung wird das Reisig auf die Rückegasse befördert. Es wird befürchtet, dass dadurch dem stehenden Bestand wichtige Nährstoffe entzogen werden. Es könnte zur Verarmung der Böden kommen. Darüber hinaus würde durch die Befahrung der Gasaustausch und das Bodenleben beeinträchtigt. Bäume, die direkt an den Gassen stehen, trügen schwere Wurzelschäden davon und wüchsen oftmals asymmetrisch. Da die Maschinen Hänge in der Falllinie befahren, wird die Bodenerosion gefördert. Auch wird bei der Betrachtung der Ökobilanz den Kraftstoffverbrauch von rund 20 Litern pro Stunde bemängelt. [5]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvollernter

 

Aber wahrscheinlich haben die Stollen meiner Trailschuhe unsäglichen Schaden angerichtet.


Nachtrag vom 13.03.2015, weil ich gerade kurz hintereinander gleich über zwei Tweets zu dem Thema stolperte:

 

 

#NIGHTRIDER

„Ihr seid total bescheuert…“

Auch wenn es eigentlich nicht der Ausdrucksweise meiner Frau entspricht, so rutscht ihr das doch manchmal raus. Aber wirklich nicht oft. Zum einen, glaube ich, findet sie manche Sachen selbst recht cool und zum anderen hat sie sich in über 17 Jahren schon an einiges gewöhnt…

Was war passiert?

Der Herbst brachte mir zwei Marathon- und einen 56-Km-Lauf. Mit Vorbereitungen, Pausen etc. hat das Laufen eine Menge Raum eingenommen und wie immer nach solch heissen Phasen sehne ich mich nach planloser, freier Sportgestaltung. Also laufen ohne auf Kilometer oder Uhr zu achten, ganz frei Schnauze. Zwischendurch den einen oder anderen Cache einsammeln usw…

Was in diesem Sommer total zu kurz kam, war Biken, Wandern und mit dem Longboard cruisen. Nachdem Ende Oktober mit dem Röntgenlauf der letzte lange Lauf durch war, wäre endlich Zeit dafür. Eigentlich. Im Sommer kann man sich prima abends zwischen 18 und 20 Uhr noch für 1-2 h auf den Sattel schwingen. Aber im November? Wenn ich aus dem Büro komme ist es dunkel – und kalt ist es auch noch. Beim Laufen macht mir das nichts, aber wer es schonmal probiert hat, weiss das bei der gefühlten Temperatur zwischen Laufen und Radfahren etwa 20°C liegen.

Ich quengel also meinen Frust meinem Kumpel Klaas vor, der selbst gerade wieder für MTB, Fatbike & bike2work entflammt – und gemeinsam kommen wir zu dem Entschluss Uhrzeit, Wetter und Temperatur zu ignorieren und trotzdem eine Runde zu drehen. Und so treffen wir uns letzten Freitag Abend (im 2. Anlauf) um halb neun und bei 2°C, bewaffnet mit starken Lampen, Softshelljacken, dickeren Handschuhen, Mützen, die unter den Helm passen. Eine erste Testfahrt soll es werden, einfach mal schauen, ob die Idee was taugt und man nicht doch auch im Winter, im Dunkeln und draussen fahren kann statt auf einer Rolle im Keller.

Nighrider
Nightrider

Und es bockt! Nach einem kurzen Strassenabschnitt wechseln wir auf den einsamen Ruhrradweg. Klaas seine Fenix und meine Lenser H7-Kopflampe machen richtig Licht, bei dem sich auch gut radeln lässt. Nur dicht am Ruhrufer herrschte an diesem Abend ein so dichter Nebel, dass die starken Lampen mehr Reflektion als Wegbeleuchtung erzeugten, speziell meine Kopflampe war streckenweise kaum zu gebrauchen.

Aber es macht Spass. Das fahren im Dunkeln hat seinen ganz eigenen Reiz.

Azsrüstung: Nachdem ich im letzten Jahr schon lernen musste, wie schmerzhaft kalte Füsse man beim biken ohne Neoprenüberzieher bekommt, weiss ich nun, dass sich die Investition gelohnt hat. Ebenso, dass ich für meine Finger auch noch einen Satz Neopren brauche – oder zumindest was besseres, als meine derzeitigen Fleece-Handschuhe. Bei den Schuhen muss ich auch noch nachbessern, die Überzieher waren zwar gut, aber trotzdem hatte ich in der zweiten Hälfte kalte Füsse. Und zwar gefühlt durch die Sohle. Vielleicht durch die Löcher der Clic-Verschraubungen? Entweder ich lege mir noch eine Lage Alu-Folie unter die Fussbetten oder ich nehme statt der Radschuhe ein paar Gore-Laufschuhe. Ansonsten ist das ganze stark wiederholungsbedürftig und das Rad wird nicht bis zum Frühjahr eingemottet!

Und es bleibt wie immer die Erkenntnis: Alles geht, einfach machen.

Ruhrsteig Hengsteysee

Es gibt Dinge, die sollte man viel häufiger tun.

Wander-Caches mit Freunden gehören definitiv dazu. Und mit Runden wie dieser Ruhrsteig-Etappe gibt es nun einmal mehr eine Gelegenheit.

Im Gegensatz zu den sonst langen Tagestouren, die lange geplant werden und für die eine Terminfindung immer recht schwierig ist, ist dieser Cache ein schöner Sidestep mit 13 km und 3-4 Stunden Dauer ohne gleich den familiär heiligen Sonntag ganz zu schrotten.

Und so trafen der Chiefnugget und ich uns morgens um 07:00 Uhr am Fuße der Hohensyburg, schmissen die kleinen Büddel auf die Schulter und marschierten los. „Ruhrsteig Hengsteysee“ weiterlesen