Autor: Thomas

Ich bin begeisterter Läufer, bevorzugt auf langen Strecken in der Natur. Auf Lennetaler.de schreibe ich primär über diese Leidenschaft, aber auch über alles was mir draußen und sportlich sonst noch Spaß macht.

10 km – Winterlaufserie Hamm

Gestern startete mit dem 10 km – Lauf die der erste Lauf der Hammer Winterserie. Und damit auch mein erster Wettkampf in diesem Jahr – leider nicht mit meinem Wunschergebnis. Rauskommen sollte eigentlich eine Zeit knapp unter 45 Minuten – heraus kam eine 45:09. Aber ich hadere nicht und bin trotzdem zufrieden, denn das Rennen lief eigentlich fast exakt wie geplant und die Renneinteilung wäre theoretisch voll aufgegangen. Der grobe SChnitzer passierte mir vor dem Rennen: ich bin kurz vorm Start noch einmal zum Auto und kam erst drei Minuten vor dem Schuß zur Aufstellung. So stand ich aufgrund der Fülle irgendwo in der Mitte. Das hatte zur Folge, dass ich in der ersten Stadionrunde teils mit angezogener Handbremse lief, teils Haken wir ein Karnickel geschlagen habe – und hier sicher mehr als 10 Sekunden Liegen liess.

Bei freiem Lauf wäre die 45 also gefallen und wenn jetzt im Frühjahr noch ein paar Kilos purzeln sogar fast von alleine.

Nun folgen im Rahmen der Serie im 2-Wochen-Takt noch ein 15er und ein Halbmarathon, schauen wir mal, was dort rauskommt.

Laufberichte & Events

2013 – der Nachruf

2013 war ein gutes Jahr.

Familie gesund, Job läuft und auch ich blieb von Krankheiten oder Verletzungen verschont.

Nicht jeder Tag und jede Woche war ein Knaller, aber für ein Jahr, das in keinem Lebensbereich großartige Tiefschläge vorhielt bin ich durchaus dankbar.

Rein sportlich kann ich auch fett zufrieden sein. Mal von 108 kg kommend habe ich im Oktober 2011 wieder mit dem Laufen angefangen und mich 2012 über den Strongmanrun bis zum Röntgenlauf-HM im Herbst durchgekämpft. 2012 war das erste durchgelaufene Jahr, von einer dicken Erkältung im Februar abgesehen, und kam auf schon beachtliche 1413 km.

2013 kam dann mit gelaufenen 2874 km mal schlapp auf das doppelte.  Die Zahl der Wettkämpfe kletterte von 4 auf 13 – gekrönt von meinem ersten Marathon im Juni, der auch netterweise unter 4 Stunden blieb, gefolgt von meinem ersten kleinen Ultralauf über 56 km, sowie dem P-Weg und dem Röntgenlauf in der Marathonversion.

Das Gewicht stagnierte allerdings in der 2. Jahreshälfte bei 82 Kilo, da will ich zwar noch mehr, aber mit Blick zurück habe ich auch bei der Zahl ein fettes Grinsen im Gesicht…

Zu den Zeiten muss ich eigentlich nicht viel schreiben, die sind natürlich nicht berühmt – verbesserten sich aber mit fallendem Gewicht und zunehmdem Trainingsumfang fast von alleine.

Ausblick 2014:

Vorsätze? Einfach weiter wie bisher. Viele spinnerte Ideen im Kopf, die sich vielleicht zu gegebener Zeit konkretisieren. Nachdem ich letztes Jahr knapp unter den 3000 blieb, soll die Zahl natürlich in ’14 fallen, die Challenge von Endomondo mit 2014 Meilen in 2014 passt da grad sehr gut zu mir.

Bei den Ultras und den Landschaftsläufen habe ich Blut geleckt. Ein Strassenmarathon im Frühjahr reizt mich nicht. Die erste Idee war im Mai den Rennsteig über die komplette Distanz zu laufen, was mir aber als „zu schnell für so weit“ erschien. Die Zweite war der Petit Ballon, im Prinzip gabs die gleichen Gründe + Winter, ich habs ja im Artikel hiervor beschrieben.

Nach reiflicher Überlegung habe ich mir für 2014 eine Art Konsolidierung und Kräftigung, Festigung der Basis oder wie auch immer man es nenne will vorgenommen. Ein „Großziel“ ist für 2014 aber dennoch geblieben: im Herbst will ich entweder den P-Weg (70 km) oder den Röntgenlauf (63 km) über die volle Distanz laufen. Der Röntgenlauf wäre so mein persönlicher Triple-Sieg: 2012 Halbmarathon, 2013 Marathon, 2014 Ultramarathon.

Achja, und ich will einfach mehr geile Aktionen abseits der Wettkämpfe machen, so Dinger wie (nur ein Beispiel) mit Peter und Michael auf den Langenberg. Einfach mit coolen Leuten treffen, eine geile Session rennen und geniessen…

So weit, so gut. Lassen wir’s einfach laufen und schauen, was draus wird. 😉

Danke fürs vorbeischauen und lesen und bis die Tage, cya!

Allgemein

Mon Petit Ballon

Michael Mankus hat mich auf den Petit Ballon gebracht. Ein 50 km Lauf auf den Petit Ballon, einen Gipfel in den Vogesen. Frankreich, Berg, Flammkuchen, Elsass – Michaels Beschreibung und die gelesenen Berichte haben mich richtig angefixt.

Dennoch wollte ich mir bis zum 31.12. mit der Entscheidung noch ein wenig Zeit lassen – und nun sogar noch ein wenig länger. Aber nun ist die Entscheidung gefallen – und zwar gegen den Elsass. Es tut mir fast weh, dass zu schreiben. Ich habe, glaube ich, so gut wie alles gelesen und gesehen, was das Netz dazu hergab und definitiv: das ist ein tolles Ding, ich will da hin – aber nicht dieses Jahr.

Vielleicht bin ich ein Zauderer und sollte einfach machen – aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin noch nicht bereit. Wie auch schon als ich mich gegen die Volldistanz des Rennsteig entschied, glaube ich, ich käme dadurch – aber ich will nicht irgendwie durchkommen, sondern vernünftig und dafür brauche ich noch ein Jahr, glaube ich.

Der Petit Ballon hat 50 km und ~ 2.000 HM. 56 km mit ~1.500 HM kenne ich schon, weiß also, ich müsste das schaffen. Aber ich weiß auch noch, dass der 56er für mich alles andere als ein Kindergeburtstag war. Und: der war im August bei gutem, mildem Wetter.

Der Petit Ballon ist bereits am 16.03., das ist mit zu kurz um mich sicher vorzubereiten, zu kurz um auch um die 8 Kilo, die noch runter müssen, vernünftig abzuarbeiten. Und der größte Knackpunkt – das wovor ich den größten Respekt habe: das Wetter. 16.03. heisst auch Winter – zumindest auf knapp 1.300 Metern Höhe ist es garnicht so unwahrscheinlich, dass man mit richtig Schnee und Eis zu kämpfen hat. Und dann sind die 50 km plötzlich etwas ganz anderes, als ein Sommerwiesenlauf…

Und da kneife ich dann dieses Jahr, denn dafür muss ich nicht nur das Gefühl haben solch eine Distanz sommerlich zu schaffen, sondern muss wissen, dass in den Beinen mehr Reserven stecken…

Also, Petit Ballon, mon cher, ich komme, ganz sicher – aber nicht in diesem Jahr.

Allgemein

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Eulenkopflauf 2013

Wie jedes Jahr findet am letzten Sonntag im Jahr ein Lauf über den Eulenkopfweg statt – oder über den Halben. Sprich man läuft einen Marathon oder steigt bei den Marathonis bei der Hälfte der Strecke mit ein. Der Eulenkopf ist ein freundschaftlicher Gruppenlauf mit zwei unterschiedlichen Tempogruppen und ist  ein supernetter, entspannter Jahresausklang. Start und Ende ist am Freibad Neuenhof in Wuppertal, was dann auch einen  echten Clou bedeutet: das Freibad wird durch die Abwärme der benachbarten MVA ganzjährig beheizt und das Bad nach dem Lauf in dem 28° warmen Wasser ist ein echter Hammer. Das gilt aber auch für den gesamten lauf, der über weite Strecken durch tolle Natur, schöne Waldwege und teilweise richtig trailige Passagen führt, was in diesem jahr allerdings auch wieder Matsch bis über die Knöchel bedeutete… 😉

 

HAXENGLUT!

Alter, das gibts garnicht – ich hatte tatsächlich Muskelkater…

Aber der Reihe nach. Im Sommer war ich, wie schon erzählt, auf einem Happening bei Brooks in Münster und wie das so ist, sass neben mir so´n Typ, der erzählte von nem Typen, den ich auch kannte. Kleine Welt halt, wie sich dann rausstellte wohnen wir ungefähr 5 Kilometer auseinander und haben natürlich auch noch gemeinsame Bekannte…

Marcel „Maazel the Finisher“, so hieß mein Sitznachbar, lädt in regelmässigen Abständen zu einem kleinen Workout mit Lauferei, was sich Haxenglut nennt. Kurz darauf erhielt auch ich via Facebook die erste Einladung, aber wie immer, passt´s mal hier und auch da einfach dienst- oder familientechnisch nicht.

Am Sonntag hat es dann doch endlich mal hingehauhen und wir starteten zu viert am Ruhrufer Richtung Westhofen. Mit dabei war ebenfalls mein Lauftreff-Kumpan und unser gemeinsamer Bekannter Jens Tekhaus. Es ging weiter durch den Wald den Ebberg hinauf und hier begann Marcel drillinstructormäßig immer wieder Squats, Liegestützen & Co. einzubinden. Während sich unterwegs alles noch ganz flockig anfühlte, führten aber die für mich ungewohnten Unterbrechungen der Laufrunde zu einem gehörigen Muskelkater. Was wohl nix anderes heißt, als dass ich öfter und immer wieder einfach mal anders trainieren sollte…

Ich habe mich gefreut, dass ich beim haxen glühen dabei war und freue mich schon auf das nächste mal!

Und die Moral von der Geschicht: Treffen wie dieses oder das in der Woche davor mit Peter und Michael sind das eigentliche Salz in der Läufersuppe. Spassig, fordernd und Freude bereitend schlägt das so manche Hatz nach Sekunden…

Nun kommt mit dem Eulenkopflauf zum Jahresende noch ein Ausrufezeichen hinter diese These, ganz sicher. Auf das Freibad im Dezember freue ich mich schon das ganze Jahr. 😀

Ich (Esel), Marcel, Markus, Jens
Ich (Esel), Marcel, Markus, Jens

Allgemein

Langenberg

Das Jahr neigt sich dem Ende…

… die Wettkämpfe haben mit dem Nikolauslauf in Herdecke einen zufriedenstellenden Abschluss gefunden und der Dezember klingt mit drei Events aus, die man sich zum Jahresabschluss nicht schöner wünschen kann.

Am 14. Dezember machte ich mich auf den Weg nach Willingen um Michael Mankus bei seiner diesjährigen Challenge „16 SUMMITS“ zu unterstützen, bei der es auf den jeweils höchsten Gipfel eines jeden Bundeslandes ging. An diesem Samstag, ging es, wie nicht schwer zu erraten, auf die höchste Erhebung in NRW, den Langenberg.

Langenberg
Langenberg Gipfel

Pünktlich um 09:30 Uhr trafen sich Michael Mankus , Peter Gnüchtel und meine Wenigkeit auf einem Supermarktparkplatz an der Bundesstrasse in Willingen und starteten auf unsere Runde, die uns über den Richtplatz zum Langenberg und über den Clemensberg auf die Hochheide führte. Von dort aus zurück, vorbei an der Hoppecke-Quelle und an der Schanze, an der zwar kein Schnee lag – die Kids aber trotzdem ihren Apres-Ski feierten.

Gestartet sind wir bei überfrierender Nässe, die schon recht tückisch war. Weiter oben wurde es dann tatsächlich auch noch weiss. Hier wechselte sich dann Schnee auf Eis und nichttragendes Eis über Schlammlöchern mit hartgefrorenem Schnee ab. Aussichten gab es aufgrund dichten Nebels auch nicht zu bewundern. Insgesamt also ein großer Spass, den uns auch der einsetzende Eisregen nicht vermiesen konnte.

Nach 2:18 Stunden, knapp 20 Kilomentern und ~475 Höhenmetern trafen wir voll guter Endorphine wieder in Willingen ein und wärmten uns zum Abschluß beim Bäcker mit einem Kaffee und einem Schnack noch ein paar Minuten auf. Michael musste dann weiter, an diesem Wochenende wartete das Saarland noch auf ihn und auch Peter und ich wurden daheim erwartet.

Zum Abschluß war man sich einhellig darüber einig, dass es eine tolle Runde war, die es im nächsten Jahr zu wiederholen gilt…

Gipfel!
Gipfel!

Imrpressionen:

Die Strecke:

Laufberichte & Events

Nikolauslauf Herdecke 2013

Der letzte Wettkampf 2013 ist gelaufen – und mit durchaus zufriedenem Ergebnis.

Aus den 47:29 im letzten Jahr sind nun 42:42 geworden. Mit knapp 5 Minuten schneller kann man glaube ich recht zufrieden sein. Bei ca. 1.100 Startern bin ich mit Platz 124 zumindest fast unter den ersten 10% (Ziel für 2014 😉 ), in der AK 40 bin ich auf Platz 23 von Platz 48 im letzten Jahr gerutscht.

Zwar gibt es mit dem Eulenkopf noch eine Laufveranstaltung zum Jahresabschluß, aber hier freue ich mich auf einen entspannten, schönen Freundschafts-Geländelauf!

#NIGHTRIDER

„Ihr seid total bescheuert…“

Auch wenn es eigentlich nicht der Ausdrucksweise meiner Frau entspricht, so rutscht ihr das doch manchmal raus. Aber wirklich nicht oft. Zum einen, glaube ich, findet sie manche Sachen selbst recht cool und zum anderen hat sie sich in über 17 Jahren schon an einiges gewöhnt…

Was war passiert?

Der Herbst brachte mir zwei Marathon- und einen 56-Km-Lauf. Mit Vorbereitungen, Pausen etc. hat das Laufen eine Menge Raum eingenommen und wie immer nach solch heissen Phasen sehne ich mich nach planloser, freier Sportgestaltung. Also laufen ohne auf Kilometer oder Uhr zu achten, ganz frei Schnauze. Zwischendurch den einen oder anderen Cache einsammeln usw…

Was in diesem Sommer total zu kurz kam, war Biken, Wandern und mit dem Longboard cruisen. Nachdem Ende Oktober mit dem Röntgenlauf der letzte lange Lauf durch war, wäre endlich Zeit dafür. Eigentlich. Im Sommer kann man sich prima abends zwischen 18 und 20 Uhr noch für 1-2 h auf den Sattel schwingen. Aber im November? Wenn ich aus dem Büro komme ist es dunkel – und kalt ist es auch noch. Beim Laufen macht mir das nichts, aber wer es schonmal probiert hat, weiss das bei der gefühlten Temperatur zwischen Laufen und Radfahren etwa 20°C liegen.

Ich quengel also meinen Frust meinem Kumpel Klaas vor, der selbst gerade wieder für MTB, Fatbike & bike2work entflammt – und gemeinsam kommen wir zu dem Entschluss Uhrzeit, Wetter und Temperatur zu ignorieren und trotzdem eine Runde zu drehen. Und so treffen wir uns letzten Freitag Abend (im 2. Anlauf) um halb neun und bei 2°C, bewaffnet mit starken Lampen, Softshelljacken, dickeren Handschuhen, Mützen, die unter den Helm passen. Eine erste Testfahrt soll es werden, einfach mal schauen, ob die Idee was taugt und man nicht doch auch im Winter, im Dunkeln und draussen fahren kann statt auf einer Rolle im Keller.

Nighrider
Nightrider

Und es bockt! Nach einem kurzen Strassenabschnitt wechseln wir auf den einsamen Ruhrradweg. Klaas seine Fenix und meine Lenser H7-Kopflampe machen richtig Licht, bei dem sich auch gut radeln lässt. Nur dicht am Ruhrufer herrschte an diesem Abend ein so dichter Nebel, dass die starken Lampen mehr Reflektion als Wegbeleuchtung erzeugten, speziell meine Kopflampe war streckenweise kaum zu gebrauchen.

Aber es macht Spass. Das fahren im Dunkeln hat seinen ganz eigenen Reiz.

Azsrüstung: Nachdem ich im letzten Jahr schon lernen musste, wie schmerzhaft kalte Füsse man beim biken ohne Neoprenüberzieher bekommt, weiss ich nun, dass sich die Investition gelohnt hat. Ebenso, dass ich für meine Finger auch noch einen Satz Neopren brauche – oder zumindest was besseres, als meine derzeitigen Fleece-Handschuhe. Bei den Schuhen muss ich auch noch nachbessern, die Überzieher waren zwar gut, aber trotzdem hatte ich in der zweiten Hälfte kalte Füsse. Und zwar gefühlt durch die Sohle. Vielleicht durch die Löcher der Clic-Verschraubungen? Entweder ich lege mir noch eine Lage Alu-Folie unter die Fussbetten oder ich nehme statt der Radschuhe ein paar Gore-Laufschuhe. Ansonsten ist das ganze stark wiederholungsbedürftig und das Rad wird nicht bis zum Frühjahr eingemottet!

Und es bleibt wie immer die Erkenntnis: Alles geht, einfach machen.

Meinung: Runtastic Story Running – Alcatraz

Wie auf G+ schon erwähnt, habe ich bei Runtastic für 2,99 € das komplette Paket des neuen Features Story Running erworben. 2,99 €, da kann man nicht viel falsch machen und ich hab mich auf eine Gelegenheit gefreut es auszuprobieren, zumal ich mir vorstellen konnte, dass sich aus dem Konzept eine Menge machen lässt.

Generell laufe ich am liebsten zwar ohne irgendwas und brauche nichts auf den Ohren, aber zu Intervallen darf es auch schonmal Metal sein – oder ein Hörbuch auf den langsamen, langen Läufen.

Abgesehen davon, die dunkle Jahreszeit hat uns wieder und wenn man nun morgens oder abends durch Wohngebiete läuft, tut man zwar gut daran nicht taub zu sein (weshalb ich keine inEar-Kopfhörer mag), aber mit dem „Sound of Nature“ ist es auch nicht wirklich weither…

Freitag bin ich also nun das erste Mal aus Alcatraz geflohen. Einmal um den See herum. Im Dunkeln.

Runtastic Story Running
Runtastic Story Running

Und sorry, liebe Leute von Runtastic. Mein Urteil zur Flucht von Alcatraz ist schlicht: Boring.

Etwa 80% der Spieldauer bestehen aus Musik. Zu der lässt sich zwar halbwegs gut laufen, aber wenn ich Musik möchte höre ich was anderes, als etwas, was sich nach dem Zufallsgenerator des Synthies anhört – auch wenn der Takt passt.

Der Ablauf ist in etwa so: „Oh ein Schlüssel! Ob er passt? Ein Tunnel ich muss rennen!“ – 5 Minuten Musik – „Oh, noch eine Tür! Was mache ich wenn er hier nicht passt?“ – 5 Minuten Musik – „Das Ende des Tunnels. Sind sie hinter mir her? Ich muss laufen!“ – 5 Minuten Musik… usw.

die kleine, fixe Runde um den See
die kleine, fixe Runde um den See

Es tut mir leid, ich hätte gerne was anderes geschrieben. Aber nichtmal am dunklen Nordufer löste die Story ein kribbeln aus. Dabei ist die Idee wirklich gut, aber zu billig umgesetzt. Und da steckt mehr drin, ich stelle mir unter so einem Feature einfach mehr augmented Reality vor. Als alter MMO-Spieler und RP’ler wünsche ich mir nicht einfach 38 Minuten Audio, die nebenbei ablaufen – das kann ich auch mit Podcasts und Hörbüchern haben. Da stehen doch Daten zur Verfügung. Warum schreit mich z.B. niemand an „Renn schneller!“ und checkt das über die Pace/GPS-Daten. Ein Intervalltraining mit virtueller Unterstützung. Eine Story, die auf das Laufverhalten eingeht, „Das reicht nicht!“ oder „Geschafft, ruh Dich ein wenig aus…“

Liebe Runtastic-Jungs und Mädels, holt euch 1-2 Spiele-Programmierer dazu. Die Idee hat Potenzial – aber mein erstes Erlebnis mit Story Running war nix…

Ausrüstung