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Hagener Volkslauf 2026 – Halbmarathon

Eine Institution. Gestern fand der 56. Internationale Volkslauf statt und ich weiss gar nicht, meine wievielte Teilnahme das war. Hier in dem Block findet sich ja schon der eine oder andere Artikel dazu.
Eigentlich müsste ich schreiben, es war wie immer – aber das hätte einen negativen Beigeschmack, was Unrecht wäre.
Die Strecke ist die gleiche und beim Wetter gibt es auch immer nur zwei Versionen: entweder es ist heiss oder kalt und nass. Gestern war wieder das zweite an der Reihe.
In der Starterliste standen 714 Läufer, verteilt auf HM, 10 km, 6 km und diverse Jugend- und Schülerläufe.
Es ist und bleibt eine tolle Veranstaltung, die vom SC Concordia Hagen mit viel Herzblut ausgetragen wird. Es wird halt nicht einfach nur gelaufen, sondern ist irgendwie auch gleich ein kleines Emster Sommerfest.

Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich mich tatsächlich vorher angemeldet habe. Bislang habe ich mich sonst immer am Veranstaltungstag nachgemeldet. Seit letztem Jahr hat aber auch hier der Fortschitt Einzug gehalten und die Nachmeldung erfolgt nicht mehr über ein Papierformular, sondern per Smartphone und ausgehängtem QR-Code. Und ich sage euch, ich war nicht der einzige Mensch, der aufgrund nicht mitgebrachter Lesebrille plötzlich ein Problem hatte. Aber ich hatte wenigstens mein Handy dabei – und konnte damit zwei Laufkollegen aushelfen, die auch dieses Gerät nicht mit zum Rennen gebracht habe.

Dachte ich jetzt aber, mit der Voranmeldung liefe jetzt alles fluffig – es gibt immer eine Überraschung. An der Ausgabe wurde mir und meiner Tochter mitgeteilt, dass unsere Nummern bereits abgeholt worden sind. Fragezeichen in den Blicken, irgendjemand ist ein Fehler unterlaufen, aber das Team von Concordia löste das schnell und unkompliziert.


Der Lauf startete, wie üblich, mit einer Runde durch den Park, bevor es von Emst rüber und rum um das Haßleyer Feld ging. Hinab, teils schön trailig, durch den Wald nach Holthausen. In Holthausen teilen sich der 10er und der HM. Während die Zehner rechts wieder Richtung Emst abbiegen, geht es für die Halben hinauf Richtung Märchenwald und dann durch den Wald, schön wellig und matschig, hinüber zum Schloß Hohenlimburg. Nach dem VP am Schloß geht es weiter bergauf nach Brechtefeld. Ab hier ist es zwar landschaftlich immer noch schönl, verläuft aber aus Asphalt. Ein paar Wellen weiter hat man mit Kattenohl die letzte Steigung bezwungen, die mit einem tollen Ausblick auf Hagen und bis tief in das Ruhrgebiet belohnt wird. Ab jetzt gibt es einen coolen Flow bergab und am Ende noch 1-2 km flach.

Für mich hat sich dann doch etwas gravierendes geändert, ich laufe den Volkslauf in den letzten Jahren nicht mehr als Rennen, sondern als Genusslauf, quatschend mit einem Laufkollegen. Entsprechend war auch die Zeit gestern mit 2:21 chillig.

2014 bin ich mit 1:47 noch volle 34 Minuten schneller gewesen.

Neu im Stall: Saucony Xodus

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Ein neuer Schuh sollte her, für den Bilstein Ultra und den Rennsteiglauf, meine beiden langen Events in diesem Frühjahr. Ich war lange hin und her gerissen zwischen einigen Modellen. Brooks Cascadia war eine Variante. Der Schuh hat mich zwar zuverlässig über lange Distanzen gebracht in den letzten zwei Jahren, aber eine große Liebe wurde es nicht. Weiter liebäugelte ich mit dem Leadville von NB und dem Ultra 290 von inov8. Nach meinen guten Erfahrungen mit dem Skechers Ultra war ich auch einem Hoka oder Altra nicht abgeneigt. Wie es jetzt der Xodus werden konnte weiss ich auch nicht so genau. Der Schuh sagte mir beim probieren einfach zu und gefiel in den Details. Ihn überhaupt zu probieren lab wohl an der positiven Bewertung des Peregrine aktuell in der Trail. Der Peregrine, gelobt als einer der besten Universalschuhe,  ist der etwas leichtere Bruder des Xodus. Mit 80+ Kg bevorzuge ich dann aber für lange Strecken gerne etwas mehr Dämpfung. Einen Tick breiter ist der Xodus auch noch, was mir ebenfalls entgegen kommt.

Der erste Lauf begann mit einem „Wow, ist der weich gedämpft!“. Die 13 Km Strecke hatte so ziemlich alles von Asphalt über Waldwege, Trail, Wiese und jede Menge Matsch da alles aufgrund ausgiebigen Regens ziemlich nass war.

Der Grip der Vibram-Sohle war auf fast jedem Untergrund tadellos, nur auf einem ging die Traktion flöten, auf nassem Felsgestein. Das hatte Chris aus unserer Crew letztens schon erzählt und ich habe noch entgegnet, dass mir das bei Vibram-Sohlen noch nicht auffiel. Chris, Du hast recht! Auf nassem Stein schmiert die Sohle ab, was für einen Trailschuh schon ein ziemlicher Fauxpas ist.

Der Xodus sass saubequem am Fuß, lediglich bergab rutschte ich ein wenig im Schuh – aber, Schuh zum ersten Mal draussen an, da ist die Schnürung schonmal noch nicht optimal.

Auch beim zweiten Lauf mit 25 km gab es an dem schuh von der Passform nichts zu beanstanden. Bequem wie Socke. Auf anraten von Jens Tekhaus probierte ich die Marathonschnürung, die aber für das Gelände nicht taugt. Zwar hält die Schnürung den Fuß zuverlässig hinten und ist auf flacher Strecke vollkommen ok, aber sobald es bergan geht schneidet die Schnürung in den Spann.

Ich werde mir noch überlegen, welchen Schuh ich am kommenden Sonntag in Kleinalmerode trage, aber eigentlich ist der Xodus, trotz der noch nicht optimalen Schürung, der aussichtsreichste Kandidat. Mein Cascadia ist schon recht betagt und der Skechers ist  zwar ein Traum auf langen Strecken, taugt aber nicht für unebenen Grund.

Weihnachtstrail in den Ruhrklippen

Die Weihnachtswoche war ja traditionell rechts faul, was gar nicht so schlimm war, war ich doch am 13. Dezember erst bei den Endorphinjunkies zum Glühweinmarathon zu Gast und am 27. folgt ja noch Oli Witzke’s Bergischer Wuppermarathon. Beides entspannte Freundschaftsläufe nach dem Motto „Ein Marathon geht immer.“, aber dazwischen freuen sich die Knochen auch über etwas Ruhe. Trotzdem wollte ich mir an einem der Weihnachtstage noch ein bisschen besinnlich die Füsse im heimischen Wald vertreten…

Und dann kann via FB von Hendrik Auf´mkolk unter dem Label „Trailblog & friends“ die Einladung zu einem entspannten trailigen Lauf in den Ruhrklippen mit 20 Km.

So 10-15 Km wäre ich wohl sowieso gelaufen – also dachte ich mir, warum nicht auch 20, wenn man dafür Hendrik wieder trifft und mit netten Leuten läuft.

Und so trafen wir uns am 2. Weihnachtstag bei einem Traumwetter in Kirchhörde am Augustinum und liefen durch die Bittermark und das Wannebachtal zur Hohensyburg. Hier liefen wir dann auf unterschiedlichen Trails die Ruhrklippen gleich rauf und runter und nahmen den Ebberg gleich noch mit. Auf diese Weise kamen sehr kurzweilig knapp 22 Km und etwa 700 Höhenmeter zusammen. Immer wieder sehr geil, mal unter anderer Führung durch heimisches Gebiet zu laufen und plötzlich über Pfade zu laufen, die man sonst gerne übersieht.

Salomon Sense Mantra 3 #update

Neu in der Laufkohorte: Sense Mantra 3 von Salomon

Bei den Mantra wurde ich zu Beginn aus den unterschiedlichen Beschreibungen garnicht schlau daraus um was für einen Schuh es sich hierbei überhaupt handeln soll. Hier hieß es barefoot access dort Door to Trail, an der einen Stelle hiess es er wäre hart und ein Trailschuh, an anderer Stelle war er gedämpft…

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