Pure Cadence, der I.

Im letzten Jahr war der Pure Cadence von Brooks einer meiner Lieblingsschuhe. Der Sommer war geprägt von Earlybirds, 3x in der Woche war ich morgens um 5 auf der Piste. Und dafür war das mein Schuh, kurze schnelle Läufe vor der Arbeit. Shorts, Shirt, Schuhe. Ich liebe es, wenn man mit diesen drei Dingen auskommt. Und dafür war der Cadence prädestiniert – mein erster Schuh, den ich am liebsten Barfuß gelaufen bin. Zwar handelt es sich hierbei um die gestützte Variante der Pure Modelle, das habe ich aber nie bemerkt.
Aber das ist jetzt vorbei, nach 600km wandert der Cadence rüber in die Riege der Freizeitsneaker. Obwohl die Sohle noch gut und das Obermaterial tadellos ist, hat sich irgendwas verändert. Vielleicht ist die Sohle nach 600 km tatsächlich platt oder an meiner Laufergonomie hat sich wieder was verändert. Sobald ich nur ein paar Kilometer in dem Schuh laufe, bekomme ich im linken Knie Beschwerden, ich stehe imho in dem Schuh irgendwie falsch.

Gerne gelaufen bin ich ihn auf jeden Fall. Ein leichter, flacher Schuh der aufgrund einer abgerundeten Ferse, 4mm Sprengung und einem Sockenfeeling ein echter Barfuß-Schuh der anderen Art war – kein Schuh mit dem man wie barfuß lief, sondern der sich zum laufen ohne Socken empfahl.

Einen neuen Cadence wird es trotzdem nicht geben – für ihn ist seit diesem Sommer bereits eine aktuelle Version des Pure Flow im Einsatz.

Pure Cadence nach 600 km
Pure Cadence nach 600 km

Schnelltest: Mpow Cheetah & Swift

Das Ergebnis mal vorneweg: Finger weg, verbranntes Geld.

Wer noch etwas mehr erfahren mag, der lese gerne weiter… ;)

Man ziert sich ja manchmal gerne, viel Geld für diverses Laufzubehör auszugeben. In diesem Fall verhielt es sich bei mir mal wieder so. Fast immer laufe ich ohne Kopfhörer und Beschallung. Oft bin ich nicht alleine (kommen Dir zwei Läufer entgegen und beide haben Stöpsel in den Ohren, muss man nicht verstehen, oder?) und ansonsten mag ich es meine Umwelt mit allen Sinnen aufzunehmen. Nur manchmal, wenn ich einen Langen alleine absolviere und die Strecke eintönig werden könnte oder zum pushen bei Intervall- und Tempoläufen, finde ich Unterstützung durch etwas Metal oder einem Hörbuch zur Ablenkung angenehm. Und da ist so ein Bluetooth-Kopfhörer doch eine nützliche Sache. Weil ich dieses Gerät aber nicht allzu oft nutze, zierte ich mich mal wieder verhältnismässig viel Geld zu investieren. Und stiess auf die Geräte von Mpow, diese versprachen für runde 25 € das gleiche zu leisten, was andere erst ab ca. 100 € leisten. Aber auch hier bewahrheitete sich mal wieder der alte Grundsatz: wer billig kauft, kauft zweimal…

Ich bin, was das Klangbild angeht, nicht der Anspruchvollste. Mir ist es unterwegs relativ egal, ob die Bässe satter oder die Höhen brillant sind. Es fliessen eh die Umgebungsgeräusche hinzu. Kopfhörer, die mich soweit abkapseln, dass ich ein rufen, bellen, eine Fahrradklingel oder ein Auto nicht mehr höre sind für mich ein Nogo. Ich gehöre eher zu denen, die vor Schreck in die Hecke springen, wenn von hinten ein Bike vorbei rollt, dass ich vorher nicht gehört habe.

 

Mein erster Kauf waren die Mpow Swift.
wpid-wp-1438671485290.jpegDas Kabel ist angenehm weich, vielleicht etwas lang, Klang siehe oben. Einzig, diese Dinger wollen nicht in meinen Ohren stecken bleiben, mit keinem der beigelegten Gummistöpsel – und nix ist nerviger, als Stöpsel, die sich beim laufen losrappeln und aus dem Ohr fallen. Alle 20m nachdrücken und dabei noch aus Versehen irgendeine Taste drücken. Obernervig. Dann gibt es da noch diese zwei Gummi-Ösen, O-Ringe oder wie auch immer. Auch die liegen in unterschiedlichen Grössen bei. Lange habe ich gerätselt, was es damit auf sich hat, bis ich irgendwo gefunden habe, dass diese Dinger in der Ohrmuschel verkantet werden und dann für einen festen Sitz sorgen sollen. Diese Gummis sind aber von der Beschaffenheit genauso weich, wie normale Gummibänder – die halten mal nix.

Fazit: Koppeln mit Asus Padfone, Galaxy 4 und HTC Sensation gelang problemlos. Klang war ok – aber sie bleiben bei Bewegung ums verrecken nicht in meinen Ohren. Für den Zug, auf der Couch oder im Bett ok – fürs Laufen disqualifiziert. Sollte sie jemand in seinem Ohr dauerhaft befestigt bekommen, sind sie vielleicht sogar ok – allerdings habe ich daran starke Zweifel.

Nachtrag: eine Variante gibt es, bei denen sie halten – und zwar, wenn ich ein Bufftuch als Stirnband oder Mütze drüber ziehe.

 

Der zweite Kauf: die Mpow Cheetah

Das ist das Modell mit Ohrbügel. Dachte mir, da kann ja nicht viel schiefgehen. Kopfhörer mit Ohrbügel waren bei den kabelgebundenen Varianten bisher immer meine erste Wahl – die fallen zumindest nicht raus.

wpid-p_20150428_150008.jpgWer gerne „Finde den Fehler“-Rätsel löst, vergleiche jetzt das Bild mit dem Produktfoto bei Amazon. Gefunden?

Tipp: das Kabel ist steif.

Auflösung: Auf dem Produktfoto ist dieses Nackenband nach rechts geschwungen, so dass es sich auch fein um den Nacken legen würde. Dieses Bändsle könnte man vorne um den Hals legen – wenn er entsprechend zart ist. Oder die Bügel vor das Ohr, statt hinter dem Ohr. Wie gesagt, das Band ist steif, allerdings kann man es schon in den Nacken zwingen. Dies führt allerdings dazu, dass die Ohrhörer nach vorne kippen – sieht alles ziemlich dämlich aus und ist auch nicht komfortabel.

Zuerst glaubte ich an einen Produktionsfehler, nahm Kontakt auf und schilderte mein Problem. Sehr nett versprach man mir umgehend ein neues Exemplar zuzusenden. Da der Versand aber direkt aus China kommt dauerte das gute 2-3 Wochen. Nur um dann festzustellen, dass das zweite Exemplar ebenso gebaut ist. Wenn man über die ersten (gekauften) Rezensionen bei Amazon hinaus liest, stellt man auch schnell fest, dass es sich um keinen doofen Zufall handelt.

Was den Betrieb angeht funktionierte die Kopplung auch hier einwandfrei und der Klang war für meine unverwöhnten Ohren ok. Allerdings funktionierte die Übertragung nur mit meinem Asus Padfone vernünftig. Mein für den Outdoorbereich bevorzugtes HTC Sensation hat quasi alle 2-3 Sekunden Unterbrechungen in der Übertragung. Ich trage die Telefone immer in einer Gürteltasche auf dem Rücken, so dass die Übertragung eigentlich kein Problem darstellen dürfte. Vielleicht liegt es hier aber auch am HTC.

Der abgebildete Kopfhörer hat übrigens letzten Montag während der Intervalle den Geist aufgegeben. Ich habe mir zwischendurch Wasser aus der Trinkflasche ins Gesicht und auf den Kopf gespritzt – das war wohl schon zu viel…

Fazit: billige Ausrüstung, die keinen Spass und über die man sich permanent ärgert ist keine 5 Pfennige wert.  Kauft was vernünftiges, was euch auch bei jeder Nutzung Freude bereitet.

This is crap and burns only your money.