Kategorie: Laufberichte & Events

Fisherman’s Friend Strongmanrun Belgien 2014

Da sitze ich in der Woche nach dem Rennsteig so am Rechner als via Twitter die Leute vom Fisherman´s Friend Strongmanrun Deutschland die Verlosung von zwei Startplätzen fürs folgende Wochenende in Belgien verkünden. Naja, denke ich mir, eine Woche nach dem Rennsteig ist das für dich noch zu früh, dazu noch in Belgien, ausserdem ist das Wochenende der Familie versprochen… – Kurzerhand: nix für mich. Aber vielleicht für jemanden in meiner Twitter-Gefolgschaft? Also auf den Retweet-Button geklopft. Read More

Rennsteig 2014

– oder auch der spontane Switch vom Marathon zum Supermarathon

Kennt ihr diese Grundnervosität, die sich vor großen Wettkämpfen einstellt? Die hatte ich seit Mitte der Woche – ich fühlte mich, wie eines dieser summenden Trafohäuschen.

Der Rennsteig, eines von Deutschlands großen Lauf-Festen. Gemeldet war ich für die Marathondistanz, allerdings überlegte ich seit Anfang des Jahres, ob ich mich nicht doch am Supermarathon versuchen sollte. Je näher der Lauf kam, umso öfter änderte ich meine Meinung. Mal will ich mir mehr Zeit lassen, den Marathon geniessen und mich erst im Herbst beim P-Weg an 70 Kilometern versuchen, dann wieder anders herum. Wie oft meine Meinung auch wechselte, immer hatte ich für mich schlüssige und sinnvolle Erklärungen, warum jetzt gerade diese Distanz. Aber seit Anfang der Woche war es etwas anders. Bei einem genaueren Studium der Strecken fiel mir irgendwann auf, dass die Strecke des Marathon keine Teilstrecke der Ultradistanz ist, sondern aus der genau entgegengesetzten Richtung zum Ziel nach Schmiedefeld führt.

Ein etwas hanebüchenes Argument für den Supermarathon gesellt sich dazu: der Start des Marathon in Neuhaus liegt für mich 100 km weiter entfernt als der Ultrastart in Eisenach.

Ich würde also mindestens zwei Stunden Fahrt einsparen, die ich ja auch zum Laufen nutzen könnte…

Beim Lesen anderer Laufberichte stiess ich auf die wenig proklamierte Möglichkeit des zeltens auf den Wiesen des Sportplatzes in Schmiedefeld, direkt am Ziel. Da ich mich bis kurz vor knapp nicht um eine Unterkunft gekümmert hatte, wurde das nun mein Favorit. Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten, man übernachtet im Ziel Schmiedefeld und muss morgens mit dem Bus in den Startort fahren oder man übernachtet im Startort und fährt nach dem Lauf mit dem Bus zurück. Zum einen gefiel mir der Gedanke sofort nach dem Lauf einen Rückzugsort zu haben und mich bei Bedarf einfach eine Stunde hinlegen zu können. Wer Busfahrten nach langen Runs kennt (und wir reden hier von 1,5 – 2 h), der weiss warum ich da wenig Lust drauf habe. Auf der anderen Seite blieb mir so bis morgens um halb vier die Wahl zwischen den beiden Läufen, mit der Nacht im Startort wäre ich festgelegt gewesen. Zwar verpasste ich so die berühmte Klosparty am Vorabend, konnte dafür aber sorglos zur großen Finisherparty im Ziel.

 

Freitag, 16. Mai 2014

Eigentlich hatte ich geplant, mich einen halben Tag frei zu machen und früh loszufahren. Aber ich weiss auch, wie gerne es genau dann hakt. In dem oben erwähnten Bericht stand unter anderem, dass die als Zeltplatz genutzte Wiese ab 19:00 Uhr voll und geschlossen war. Und weil ich nicht genau wusste, wann ich denn tatsächlich dort ankomme, habe ich am Donnerstag Abend unseren Familien-Caddy zu einem Camping-Caddy umgfunktioniert, sprich Rückbänke ausgebaut. Ohne Bank hat die Ladefläche gerade die passende Länge und auf diese Weise würde ich, falls alle Stricke reissen, die Nacht immer noch recht bequem mit Iso und Schlafsack im Auto schlafen können.

Als ich dann endlich gegen Viertel nach vier loskam, schien meine Backup-Variante schon fast die Wahrscheinlichste, aber mit dieser im Rücken konnte ich auch ganz entspannt bleiben. Die Fahrt verlief recht belanglos, mit einem guten Hörbuch und den für Freitags üblichen Staus. Bald zeichnete sich ab, dass Fahrt über die 380 km eher 5 als 4 Stunden dauern würde und mit einem Weckergeklingel um 02:30 Uhr die Nacht recht kurz. Kurzerhand verlegte ich mein vorabendliches Carboloading ebenfalls in die Fahrzeit und verpflegte mich in einem Tempel des goldenen M – der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel, es mussten Kalorien her.

Gegen 21.15 traf ich dann endlich in Schmiedefeld ein und entgegen meinen Befürchtungen waren die guten Jungs der Platzmannschaft noch bei der Arbeit und wiesen Spätankömmlinge wie mich noch auf die letzten freien Plätze auf der Wiese. Bei 2 Euro pro Auto und pro Zelt habe ich auch nicht lange überlegt, ob ich für eine oder zwei Nächte buche. Und dieser Campinggrund liegt tatsächlich neben dem Ziel (den hatte ich erst unten im Ort vermutet), beim Festzelt und der Festmeile. Mit wenigen Handgriffen stand das Zelt, das plöppen meiner Bierflasche schaffte den Begrüssungskontakt zu meinen Nachbarn. Mit der Ankunft war auch pünktlich die beschriebene Nervosität verflogen und nach einer kurzen Runde über das Areal und einer Statusmeldung an meine Mädels kroch ich in meine Penntüte – bis 02:30 Uhr waren es dann doch nur noch vier Stündchen…

Gute Nacht!
Gute Nacht!

 

Samstag, 17. Mai 2014 – Renntag

Geschlafen habe ich, gefühlt, vielleicht eine halbe Stunde. In der Nacht kam ein starker Wind auf, der ununterbrochen an den Zeltwänden rüttelte. Die bis hierhin offen gehaltene Option, mich vielleicht einfach umzudrehen und den Bus um 07:30 Uhr zum Marathonstart zu nehmen war natürlich Makulatur. Auch wenn ich mir immer wieder sagte, ich hätte noch Zeit mich zu entscheiden – irgendwer in meinem Hinterkopf hatte die Entscheidung eigentlich schon längst gefällt und ich war dann froh, als der Wecker klingelte und es endlich losging.

Schnelles Zähneputzen, ein wenig kaltes Wasser aus der Flasche und schon reihte ich mich in eine still in der Dunkelheit den Berg hinab trottende Läuferschar ein.

Weil ich im Gegensatz zu den meisten anderen meine Startunterlagen noch nicht hatte und auch nicht wusste, wie der Ablauf mit Kleidersäcken & Co. in Eisenach sein würde, machte ich mich direkt in meinen Laufklamotten plus einen kleinen Laufrucksack auf den Weg.

Beim Einsteigen wurden die angekündigten 10 Euro kassiert. Etwas was man als Newbie am Rennsteig wissen muss: gleich ob man morgens zum Start hinfährt – oder nachmittags vom Ziel zurück -> die Fahrt muss man mit 7,00 € oder 10,00 € bei betreten der Kutsche bezahlen. Man sollte also besser nicht ohne Geld im Ziel stehen, wenn man in nicht in Schmiedefeld schläft.

Freute ich mich in den ersten Minuten darüber den Fensterplatz erwischt zu haben, unter dem sich die Heizung befand, verfluchte ich den Umstand aber fast 1,5 h, in denen mir ein heisser Föhn um die Beine blies…

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Kurz nach 5 in Eisenach, nichts los ist anders – aber immer noch recht ruhig. Rechts am Rand das große Läuferzelt.

 

In Eisenach ging alles ganz fix, das Meldebüro war leicht zu finden und die Ummeldung auf die Ultrastrecke ging völlig problemlos. Auf dem Marktplatz stand ein grosses Festzelt, in dem man die Zeit bis zum Start überbrücken konnte.

Kaum hatte ich diese Zelt betreten, hörte ich von links “Was willst Du denn hier? Ich dachte, Du hättest nichts Größeres vor?!?!”. Überrascht wendete ich mich um und wen sah ich? Einen kleinen Haufen Bittermärker, darunter Thomas Lein, den ich bereits von zahlreichen Läufen aus der heimischen Region kenne. Bei den Läufen zuhause kennt man ja immer irgendjemanden, aber hier, knapp 400 km weiter ist das schon ein tolles Gefühl, wenn man gerade noch mutterseelenallein, freundliche und bekannte Gesichter trifft.

Ich schaute mich noch ein wenig um, schenkte mir beim Anblick der um den Häuserblock führenden Schlange, den Gang zur Toilette und gesellte mich alsbald mit Thomas, Marc, Marcel und Rüdiger, den Bittermärkern, an den Start. Das leicht flaue Gefühl, dass ich bislang noch im Magen hatte wich nun endlich der Vorfreude.

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Um kurz vor 6 sah es dann schon anders aus…

 

Ich hatte auf dem Plan bereits gesehen, dass es etwa alle 5 km eine Verpflegunggsstaition gibt und auf die Trinkblase verzichtet, war aber doch überrascht, wieviele Läufer, der bei weitem größte Teil, für die 73 km komplett auf Gürtel, Säcke, etc. verzichtete.

Für den kühlen Start am Morgen hatte ich ein Langarmshirt und eine leichte Windjacke an, da man bei dem beabsichtigten langsamen Tempo ja nicht sonderlich heiss läuft. Der Rucksack sollte später Jacke und Shirt aufnehmen. Im Sack befand sich neben dem Kleinkram, den ich immer mitschleppe noch ein Kurzarmshirt zum wechseln.

Pünktlich um 6:00 Uhr erfolgte der Start und wie es sich für entspannte Ultraläufer gehört setzte sich das Feld langsam in Bewegung. Es ging locker trabend durch die Eisenacher Innenstadt um dann gleich bergauf anzusteigen. Nach dem Höhenprofil sollte sich auf den ersten 25 Kilometer daran auch nicht viel ändern. Es folgten 2-3 engere Passagen, an denen das Feld ins Stocken kam und ein paar Meter gegangen wurde.

Nach ein paar Kilometern sah ich Thomas Lein plötzlich vor mir. Eigentlich ging ich davon aus, ihn nicht vor dem Ziel wiederzusehen, wusste ich doch von einigen Läufen aus dem letzten Jahr, dass er um einiges stärker ist als ich es bin. Ich schloss auf und er erzählte mir, dass er bis zum Vorabend garnicht daran geglaubt hat, überhaupt zu starten, weil er sich zwei Tage zuvor beim b2run in Dortmund eine schmerzhafte Wadenverletzung zugezogen hatte. Aus diesem Grund ging er den Lauf gezielt verhalten an und bot mir an die Strecke gemeinsam zu bewältigen. Es dauerte garnicht lang und wir fingen mit Marc Richter den nächsten Bittermärker ein. Bei Marc war es das Knie, das nach einem Zusammenprall beim Fussball noch lädiert war. Fortan liefen wir also als Dreiergespann weiter. Ein Glück und ein Vergnügen, mit dem ich niemals gerechnet hätte…

 

Meine Windjacke hatte ich bereits nach 1-2 km ausgezogen, das lange Shirt blieb aber bis zur Hälfte der Distanz an. Gerade in den höheren Bereichen war es feucht-neblig und die Finger  wollten nicht warm werden. Trotzdem war die Landschaft fantastisch, bzw. der dichte Nebel zwischen den hohen Fichten hatte schon fast was mystisches.

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Wirklich alle 5 km gab es eine Verpflegungsstation abwechselnd kleine, mit Getränken und ein wenig Obst und Große. Die Großen waren der Hammer, ausser dem berühmten Schleim gab es Schnittchen mit Schmalz, Wurst oder Käse, Würstchen und vieles mehr, dazu warmen Tee, Wasser, Iso, Cola – an den Ständen jenseits der 55 km folgen auch noch welche mit Schwarzbier.

An jeder großen Verpflegung nahmen wir uns Zeit und bei Km 37,5 tauschte ich dann auch endlich mein warmes Langarm gegen ein kurzes Shirt.

Wir passierten mit einer relaxten Zeit von ~5:20 h die Marathonmarke, als Marc verkündete, dass er wohl bei Km 55 aussteigen werde. An dieser Stelle befindet sich nicht nur ein Walker-Ziel, sondern auch eine offizielle Möglichkeit das Rennen mit Wertung und ohne das verhasste DNF vorzeitig zu beenden. Angesichts eines Starts beim 100km-Bambini-Lauf bei der Tortour de Ruhr in wenigen Wochen, wollte er mit seinem lädierten Knie nichts riskieren.

Zwischendurch versuchte Rüdiger, Bittermärker No. 3, seine Kollegen zu erreichen, was aber mitten im Thüringer Wald mangels Netz scheiterte. So kam es, dass wir eine Verpflegungssation bei etwa Kilometer 45 passierten, Thomas erfolglos versuchte Rüdiger zurück zu rufen, während dieser, das gleiche versuchend, nur 10m weiter am gleichen VP mit Rückenproblemen im Auto der Sani’s sass…

Einfach viel und wirklich schöner Wald - ich liebe es...
Einfach viel und wirklich schöner Wald – ich liebe es…

Thomas liebäugelte nun ebenfalls mit einem Ausstieg, da seine Wadenverletzung begann sich stärker bemerkbar zu machen. Etwa zu diesem Zeitpunkt begannen meine Schmerzen im linken Knie. Etwas paradox, in den letzten Wochen hatte ich aufgrund der höheren Wochenkilometer immer mal wieder so einen leichten Überlastungsreiz im rechten Knie, das leistete aber klaglos seinen Dienst. Das linke muckte hier zum ersten mal. In der Vergangenheit hatte ich das Glück und die Beschwerden vergingen wieder. Diesmal wurde es aber schlimmer und das Knie liess sich kaum noch beugen. Flach trabend mit kaum Beugung ging es, aber das hat man am Rennsteig halt kaum. Nachdem ich dann kurz vor der 55 eine felsige Passage nur noch gehend hochhumpelte und der Berg danach hinab sich anfühlte, als wenn mir bei jedem Schritt jemand einen Nagel ins Knie trieb, schien es mir das sinnvollere mit den beiden auszusteigen. Auf den zehn Kilometern habe ich noch lange hin und her überlegt. Ich hätte den Lauf so gerne komplett zu Ende gebracht, aber alleine weiterzumachen, mich über drei Stunden gehend auf 18 Kilometern zu quälen, wenn das Knie nicht besser würde, schien mir wenig erstrebenswert. Dazu die Gefahr, das Knie vielleicht richtig zu ramponieren und mich den Rest des Sommers damit rumzuplagen…

Kurzum, wir stiegen gemeinsam aus, bekamen für das “kleine Finish” sogar noch eine Medaille und machten uns per Shuttle auf den Weg zum Ziel. In den nächsten Stunden wurde das Knie übrigens nicht besser, die Wahl war wohl doch nicht ganz verkehrt.

Während wir nach etwa 7:09 h ausstiegen finishte der vierte Bittermärker Marcel übrigens mit 7:14 h in einer starken Zeit in Schmiedefeld.

Nachdem wir im Ziel wieder alle beisammen waren tranken wir noch ein gemeinsames Zielbier und während die anderen das Zelt ihres Reiseveranstalters aufsuchten, machte ich mich auf zu dem meinigen und dann zur Dusche.

Frisch geduscht plünderte ich die Stände neben dem Festzelt, verleibte mir zwei große Schwarzbier, eine Bratwurst und ein Schmandbrot ein, bekam am Rennsteigshop noch das letzte Buff und zog mich zu einem kleinen Schlummer ins Zelt zurück.

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Blick vom Zelt aus über die Campingwiese, links unten ist der Zielbereich, rechts sieht man das langgestreckte Dach des Festzeltes. Dazwischen allerlei Bierstände, Futterbuden, ein Salomon-Promo-Hänger, viele Info-Stände und einiges mehr…

Später stattete ich der großen Party, bei der wirklich der Bär los war, noch einen Besuch ab, trank einen weiteren halben Liter Schwarzbier, gönnte mir noch eine Portion Gulasch – und zog nach eine halben Stunde wieder ab. Die Musik war großartig, die Leute waren super drauf – aber ich wollte mich einfach nur hinlegen…

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Tatsächlich war ich dann so müde, dass ich nicht einmal realisierte, dass der Grund für meinen folgenden, unruhigen Schlaf ein Erdhügel unter meiner Hüfte war – zu müde um ein paar Zentimeter nach rechts oder links zu rücken…

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Ich erwachte am nächsten Morgen bereits um sechs und statt den Kocher aufzubauen, machte ich es mir einfach, warf alles hinten in den Caddy und besorgte mir einen Kaffee beim Tankstop an der nächsten Aral. Dank dieses Quickstart war ich bereits um kurz nach zehn am Sonntag morgen zur Freude meiner Mädels daheim.

Der Rennsteig ist eine Hammerveranstaltung, ein läuferisches Fest. In Neuheaus, Eisenach und Schmiedefeld. Und auch unterwegs hat das ganze immer wieder Volksfestcharakter. Dazu traumhafte Wälder.

Last, but not least möchte ich mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei den Jungs vom Lauftreff Bittermark Dortmund bedanken, die mich so gut supported haben. Es war mir ein großes vergnügen mit euch gemeinsam zu laufen – und irgendwann demnächst bin ich auch bei eurem Ruhrklippenlauf mit dabei. Versprochen!

Auch wenn es dieses Mal nicht ganz rund lief, oder vielleicht gerade deshalb, bin ich bereits für 2015 angemeldet. Und dieses Mal sofort für den Supermarathon.

Dem sachten Tempo habe ich wohl auch wieder die geringen Nachwirkungen zu verdanken. Trotz der knapp 55 Kilometer gab es, wie schon beim BiMa Ultra, nur einen leichten Muskelkater – und natürlich noch leise meckernde Knie. Trotzdem ganz weit entfernt von den sonst üblichen Folgen eines Marathon, von wegen drei tage lang Treppen rückwärts runter und so. Tatsächlich bin ich am Dienstag in der Mittagspause schon eine langsame 7km-Runde getrabt und war Donnerstag wieder beim Lauftreff.

Lesenswerte Berichte und Bilderserien, die einen schönen Eindruck vermitteln findet man hier:

http://www.trailrunning.de/laufberichte/gutsmuths-rennsteiglauf/klasse-klassiker/2440/1

http://www.marathon4you.de/laufberichte/gutsmuths-rennsteiglauf/bilder-vom-rennsteig-supermarathon/2436

http://vienna-running.blogspot.de/2014/05/rennsteiglauf-2014.html

p.s.: Wer zum Rennsteiglauf will und Fragen hat, die die Webseite nicht hergibt -> es gibt im Footer der Seite verstecket noch einen Link zu einem Forum #Tipp

pps.: ich muss mir dringend angewöhnen, mehr Bilder zu machen – aber einmal unterwegs gerät mein Mitteilungsbedürfnis immer in den Hintergrund und ich geniesse mehr meine Umgebung statt mich mit dem dokumentieren zu beschäftigen. Ein paar Bilder folgen noch, wenn mir Thomas Lein seine Aufnahmen zur Verfügung stellt.

Höhenprofil

Ferropolis incoming!

strngmn_nr_oldDas ist meine Startnummer aus 2012. Dieser Strongmanrun kostete mich in der Vorbereitung schlappe 15 Kilo und brachte mich in die läuferische Spur zurück.

Round about 105 Kg wog ich im Oktober 2011, als ein Kollege beim zocken im Teamspeak fragte, ob nicht einer Bock hätte mitzuziehen. Anfang 40, wenn nicht jetzt wann will man dann nochmal so eine krasse Sch…. machen usw…

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Zuckerspiel 2014

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Harzquerung und Hermannslauf sorgten in diesem Jahr dafür, dass mich keiner meiner Mitstreiter aus dem vorigen Jahr nach Wuppertal begleitete. Selbst schuld. 😛

Stattdessen war gestern die ganze Familie mit beim Zuckerspiel an Bord. Und wo ursprünglich nur die Große am Bambini-Lauf teilnehmen wollte, liess sich die Dreijährige auch nicht mehr bremsen, nachdem sie hörte, dass es als Medaille ein Lebkuchenherz gab.

Petrus meinte es in diesem Jahr sehr gut. War es im letzten Mal noch kalt, so waren es diesmal warme, trockene 18° C. und der Regen begann erst nachdem die Sieger gekürt waren.

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Meine beiden Töchter starteten um 15:00 Uhr beim Bambini-Lauf, hatten eine Menge Spass und waren stolz wie Bolle. Und ich auch! Unsere Kleine ist die 800 m durchgelaufen und die 6-jährige war fixer als so manches größere Kind. Wobei das natürlich total unwichtig ist und die Hauptsache der Spass sein soll. Mich freut auch vielmehr, dass beide lachend ins Ziel liefen und wirklich Spass hatten.

 

Familiäre Medaillenausbeute
Familiäre Medaillenausbeute

Ich bin die Runde zum warm werden grad mitgelaufen und um 15:30 Uhr folgte der Start zum Halbmarathon. Einziges gesetztes Ziel war meine Zeit aus dem letzten Jahr zu verbessern – was jetzt nicht so hochgesteckt war. Tatsächlich war ich 9 Minuten früher im Ziel, womit das Ziel erreicht und ich eigentlich zufrieden sein sollte. Bin ich aber irgendwie doch nicht. Das man bei einem HM mit 800 Höhenmetern, der gefühlt nie flach verläuft keine neuen Bestzeiten aufstellt ist schon klar, aber mich verliessen nach einer guten ersten Hälfte auch die Kräfte in den Beinen. Ich kam die Berge einfach nicht mehr hoch. Zum Teil vielleicht Kopfsache, zum anderen haben sicher auch die 90 km aus der Osterwoche und auch der BiMa Ultra Mitte März noch Spuren hinterlassen. Insofern war das Ergebnis eigentlich erwartungsgemäß, aber das Wissen, dass da mehr gegangen wäre hinterlässt doch so ein Grummeln…

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Egal, jetzt quäle ich mich nochmal eine Woche richtig und dann wird bis zum Rennsteig am 17. Mai runtergefahren.

p.s.: achja, und es ist immer ein großes Kino, wenn die Lieben im Ziel warten, meine Große lief die letzten Meter mit mir ins Ziel – was zählt da die Zeit. Man kann Guido Gallenkamp und dem gesamten Zuckerspiel-Team nur gratulieren und einen großen Dank aussprechen für eine gelungene und tolle familiäre Veranstaltung. Der neue Bambini-Lauf war eine tolle Sache und das weitere Kinderprogramm, so wie das Gelände des Bayer SV sorgten dafür, dass es meinen Mädels nicht langweilig wurde in der Zeit in der ich unterwegs war.

Hier noch ein sehr sehenswertes und schön gemachtes Video vom Stefan Pfeifer aka Rennmops zur Veranstaltung von gestern, das viel besser vermittelt als wenn ich versuche zu beschreiben:

 

Stats:

Zuckerspiel: Halbmarathon im Staatsforst Burgholz mit ca. 800 HM

26.04.2014, Start 15:30 Uhr. Zeit: 1:49:15

Bilstein Marathon #Ultra

Kleinalmerode. Schonmal gehört?

Oder Bilstein? Klar, hier in Südwestfalen. Entweder fragt man AUBI oder FeBi oder nach dem Bilstein bei Lennestadt… – Nix da.

Der Bilstein im Kaufunger Wald sowie Kleinalmerode liegen im Osten Hessens, kurz hinter Kassel.

Nachdem ich beim Petit Ballon Mitte März gekniffen habe, lockte mich Laufkollege Kai Urban Anfang April aber mit einer ähnlichen Distanz. 3 Wochen mehr Richtung Frühling und flacheres, deutsches Mittelgebirge statt Vogesen traute ich mir dann schon eher zu.

Und so klingelte dann am letzten Sonntag morgen um 04:30 Uhr bei mir der Wecker – manchmal ist man ja doch ganz schön bescheuert. Um 05:30 Uhr sammelte ich Kai ein und wir starteten gen Hessen, wo wir uns dann planmässig um 07:30 Uhr eintasteten – denn von der Autobahnabfahrt bis zu diesem netten 1000-Seelen-Örtchen war aufgrund des dichten Nebels nicht viel von der Umgebung zu erkennen.

Das Timing war aber perfekt, wir holten unsere Startunterlagen, zogen uns um und verbrachten noch ein paar Minuten im Bürgerhaus, vor dessen Tür auch pünktlich um halb neun der Start erfolgte.

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Ecco Indoortrail 2014

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Vor 2 Jahren gab es den ersten – da wollte ich hin! Es war kalt und nass im Februar und mir gefiel die Idee endlich wieder in kurz zu laufen. Dann war ich aber über mehrere Wochen so stark erkältet, dass garnix lief.

2013 lief ich dann bereits zwei Jahre wieder konstant das ganze Jahr hindurch bei jeder Witterung und Schnee und Eis machte mir in den Wäldern so viel Spaß, dass mir der Indoortrail absurd vorkam.

In diesem Jahr verhalf mir dann das Glück auf die Hallenpiste. Über Facebook verloste die Jever Brauerei ein paar Startplätze von denen ich einen gewinnen konnte. Der Ecco Indoortrail bietet an einem Wochenende eine ganze Reihe an Wettläufen. Angefangen von 3, 6 und 9 Runden Rennen über einen Skyrun, eine Staffel bis zu Bambini und Familienrennen ist eigentlich für jeden was dabei, begleitet von einer kleinen Messe und diversen Veranstaltungen auf einer kleinen Bühne, z.B. der Verleihung des Trailawards an verschiedene Produkte durch die Runners World.

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Und so bin ich mit meinen Mädels nach einer samstäglichen Shoppingrunde durch die Dortmundder City anschliessend in der Westfalenhalle vorbei um eine Proberunde zu laufen, ein wenig zu schauen und meine Startunterlagen abzuholen.

Bei der Gelegenheit traf ich Marcel ‚Maazel‘ MertensHendrik Auf’mkolk und noch 2-3 weitere bekannte Laufkollegen, was mich sehr gefreut hat. 😀

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Pünktlich zu meiner Startzeit fand ich mich dann am Sonntag morgen am Start ein. Genau, MEINE Startzeit. Dies war das erste Rennen für mich, bei dem die Läufer nicht zeitgleich starteten, sondern mit jeweils 10 Sekunden Versatz. Bei mir sollte dies um 09:40:40 Uhr sein.

Vom Start an wurde über Baumstämme gehüpft, dann zwischen Stümpfen hindurch, Matschkehre und eine Steile mit Felsen hinauf. Wieder hinab, Kehre, Kehre, wieder Baumstämme, Erdhügel, Kehre und eine steile Rampe hinauf. Herab, 20m verschnaufen und wieder eine Rampe hinauf und oben war man auf den Zuschauerrängen. Von hier Treppen hinauf und über die Gänge hinter den Tribünen entlang und wieder Treppen hinab bis in die Katakomben…

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Ich will nicht weiter jeden Schritt beschreiben, aber der Verlauf ging so weiter. Immer im Wechsel folgte eine Hallenquerung mit schön gebauten Trailpassagen, gefolgt von Treppen und Gängen. Der gesamte Parcours kam damit auf eine Länge von 1,3 km und 60 Höhenmetern – in 9 Runden läpperte sich also was zusammen.

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Natürlich ist ein Indoortrail nicht mit draussen zu vergleichen, aber er bringt ganz komprimiert alles zusammen, was draussen Spaß macht, man in der Regel aber nicht so beisammen finden kann. Slalom zwischen den Bäumen, knackige Steigungen, die sich am besten mit Schwung nehmen lassen und (kleine) Downhills in die man sich fallen lassen kann oder gar springt. Dazu alles an Untergründen: Erde, Matsch, Fels, Sand, Kies, auf Baumstämmen laufen….

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Etwas irritiert hat mich, dass man sich im Feld nicht einschätzen konnte. Der, an dem Du gerade vorbei läufst kann 5 Runden mehr auf dem Buckel haben – und der, der Dich gerade überholt, ist der so stark oder ist das der Schwung der ersten Runde? Ich bin es dann einfach mit Spass ganz entspannt gelaufen und habe die Trailpassagen genossen. Zumal es immer wieder Abschnitte gab, an denen ein überholen einfach nicht möglich war – was willste machen, wenn der vor Dir die Treppe hochgeht statt läuft? Ausserdem meckerten meine Knie nach langer Zeit doch mal wieder erheblich. Und das lag eindeutig nicht am auf und ab, sondern an den vielen Kehren in der Halle und in den Treppenhäusern.

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Trotz allem hat es eine Menge Fun gemacht, für meine Mädels gab es viel zu gucken und meine Töchter versuchten sich mit viel Spass selbst auf der Piste. Dazu konnten sie mich an allen möglichen Stellen abpassen und anfeuern.

Die Stimmung in der Halle war gut und das was ich an Startgeld gespart habe, habe ich stattdessen bei Thr33ky für zwei neue T-Shirts ausgegeben und so gab es einen netten Sonntag-Laufvormittag, an dem zur Abwechslung die Familie teilhaben konnte…

Trail in der Halle. Taugt das was? Ist das nicht totaler Unfug?

Mein Fazit: das geht! Es ist nicht mit draussen vergleichbar, aber es macht Spass und man sollte es mal probiert haben, bevor man es verurteilt. So vielfältig trailig findet es sich draussen kaum. Ich wage mal zu behaupten, die Veranstaltung litt auch ein wenig unter dem milden Winter. Wäre der Winter lang, kalt und knackig gewesen, hätten ale viel mehr danach gelechzt einfach mal wieder in kurz zu toben.

Gelaufen bin ich den Indoortrail übrigens mit den Asics Fuji Trainer 2, die hier eine sehr gute Figur machten und mich stets sicher über Stamm und Stein führten.

Die Bilder mit dem Sportograf-Logo stammen von eben jenem. Bei denen freue ich mich auch über jede Veranstaltung, die sie knipsen – die Ergebnisse haben mich bisher immer begeistert. Die Bilder ohne Logo sind meine eigenen.

Winterserie Hamm 2014

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Winterlaufserie Hamm

Erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt…

Die Hammer Winterserie, eine der ältesten, wenn nicht sogar die älteste 3-fach-Serie in Deutschland und wurde in diesem Jahr zum 40. mal ausgetragen.

Gestartet wird im 2-Wochen Abstand zuerst über 10, dann über 15  Kilometer und als Krönung über die Halbmarathondistanz. Und weil alle drei zusammen gerade mal 17 Euro kosten, hatte ich mich in diesem Jahr auch für alle Läufe angemeldet.

10 Km

Am 26. Januar war also mein erster Wettkampf in diesem Jahr. Und was schon in Paderborn fallen sollte, sollte nun endlich kippen: die 45-Minuten-Marke.

Um es kurz zu machen. Ätsch! Wieder nix. 45:09.

Aber ich hadere nicht, denn sie wäre gefallen, wenn ich nicht den Start verpatzt hätte. Leistungstechnisch war alles bereit. Aber ich Stiesel musste mich ja auf den letzten Drücker warmlaufen und dann nochmal zum Auto. Als ich dann 2 Minuten vorm Start wieder zurück war, war das Feld so dicht gedrängt, dass mir nichts anderes blieb als mich im hinteren Mittelfeld einzureihen. Der Start erfolgt immer im Stadion, in dem auch die ersten 1,5 Runden gelaufen werden. Bei round about 1000 Startern war dies nun der reinste Spiessrutenlauf – mit angezogener Handbremse. Genau dort sind also (mindestens) meine fehlenden 10 Sekunden liegen geblieben. Es hätte geklappt wenn… hätte, hätte Fahrradkette… 😛

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Jahnstadion Hamm

15 Km

Zwei Wochen später der 15-km-Lauf und kein Gefühl dafür, was über 15 geht. Eher wie ein 10er mit Pace 4:30 oder doch mehr HM @ 5:00? Also dachte ich mir, ich schau einfach was geht und versuche es mit der Mitte dazwischen. Tatsächlich lief es mit einem Schnitt von 4:40 besser als gedacht und ich hatte beim Zieleinlauf nichtmal das Gefühl, auf der letzten Rille zu laufen – gefühlt hätten wir auch gerade einen HM daraus machen können… Ergebnis: 1:09:xx, durchaus ein paar Minuten besser als für möglich gehalten.

„Kuchenzelt“ in Hamm Hier ist nicht nur die Anmeldung untergebracht, sondern es gibt hier auch leckeren Kuchen, Kaffee, Bier und Bratwürstchen – achja und die Siegerehrungen… 😉

Halbmarathon

Wäre am 23.02.2014 gewesen. Und ich war in zweifacher Hinsicht gespannt auf den Lauf. Zum einen natürlich, ob und wie ich das Ergebnis von vor zwei Wochen fortsetzen kann und als zweites, um wieviel ich meine Zeit von 1:57 aus dem Vorjahr verbessern würde können. Wenn es ähnlich gut wie auf den 15 Km lief, war eine Zeit bei 1:40 +/- 2-3 Minuten nicht unrealistisch.

Aber nochmal… hätte, hätte Fahradkette… – die Tetanus-Auffrischung meiner Liebsten kickte sie spontan aus der Bahn und auf über 39° Grad Fieber. Sie mit den beiden Räubertöchtern alleine zu lassen war schlicht undenkbar. Und so wichtig war der Lauf dann auch nicht.

Stattdessen bin ich dann mit meinen beiden Töchtern den Kaiserstieg vom Hengsteysee hinauf zur Hohensyburg gekraxelt – und das war mir dann sogar mehr wert als ein Lauf in Hamm. 😉

Zur Laufserie in Hamm lässt sich noch anmerken, dass  die Läufe so früh im Jahr gut sind zur Standortbestimmung. Sie sind flach und schnell – wenn ich die Strecke selbst auch nicht so attraktiv finde mit ihren Schleifen und Wendepunkten, die mir spätestens beim HM keinen Spass mehr bereiten…

Lennemündung
Lennemündung
Ruine Hohensyburg
Ruine Hohensyburg

 

10 km – Winterlaufserie Hamm

Gestern startete mit dem 10 km – Lauf die der erste Lauf der Hammer Winterserie. Und damit auch mein erster Wettkampf in diesem Jahr – leider nicht mit meinem Wunschergebnis. Rauskommen sollte eigentlich eine Zeit knapp unter 45 Minuten – heraus kam eine 45:09. Aber ich hadere nicht und bin trotzdem zufrieden, denn das Rennen lief eigentlich fast exakt wie geplant und die Renneinteilung wäre theoretisch voll aufgegangen. Der grobe SChnitzer passierte mir vor dem Rennen: ich bin kurz vorm Start noch einmal zum Auto und kam erst drei Minuten vor dem Schuß zur Aufstellung. So stand ich aufgrund der Fülle irgendwo in der Mitte. Das hatte zur Folge, dass ich in der ersten Stadionrunde teils mit angezogener Handbremse lief, teils Haken wir ein Karnickel geschlagen habe – und hier sicher mehr als 10 Sekunden Liegen liess.

Bei freiem Lauf wäre die 45 also gefallen und wenn jetzt im Frühjahr noch ein paar Kilos purzeln sogar fast von alleine.

Nun folgen im Rahmen der Serie im 2-Wochen-Takt noch ein 15er und ein Halbmarathon, schauen wir mal, was dort rauskommt.

Laufberichte & Events

Eulenkopflauf 2013

Wie jedes Jahr findet am letzten Sonntag im Jahr ein Lauf über den Eulenkopfweg statt – oder über den Halben. Sprich man läuft einen Marathon oder steigt bei den Marathonis bei der Hälfte der Strecke mit ein. Der Eulenkopf ist ein freundschaftlicher Gruppenlauf mit zwei unterschiedlichen Tempogruppen und ist  ein supernetter, entspannter Jahresausklang. Start und Ende ist am Freibad Neuenhof in Wuppertal, was dann auch einen  echten Clou bedeutet: das Freibad wird durch die Abwärme der benachbarten MVA ganzjährig beheizt und das Bad nach dem Lauf in dem 28° warmen Wasser ist ein echter Hammer. Das gilt aber auch für den gesamten lauf, der über weite Strecken durch tolle Natur, schöne Waldwege und teilweise richtig trailige Passagen führt, was in diesem jahr allerdings auch wieder Matsch bis über die Knöchel bedeutete… 😉

 

Langenberg

Das Jahr neigt sich dem Ende…

… die Wettkämpfe haben mit dem Nikolauslauf in Herdecke einen zufriedenstellenden Abschluss gefunden und der Dezember klingt mit drei Events aus, die man sich zum Jahresabschluss nicht schöner wünschen kann.

Am 14. Dezember machte ich mich auf den Weg nach Willingen um Michael Mankus bei seiner diesjährigen Challenge „16 SUMMITS“ zu unterstützen, bei der es auf den jeweils höchsten Gipfel eines jeden Bundeslandes ging. An diesem Samstag, ging es, wie nicht schwer zu erraten, auf die höchste Erhebung in NRW, den Langenberg.

Langenberg
Langenberg Gipfel

Pünktlich um 09:30 Uhr trafen sich Michael Mankus , Peter Gnüchtel und meine Wenigkeit auf einem Supermarktparkplatz an der Bundesstrasse in Willingen und starteten auf unsere Runde, die uns über den Richtplatz zum Langenberg und über den Clemensberg auf die Hochheide führte. Von dort aus zurück, vorbei an der Hoppecke-Quelle und an der Schanze, an der zwar kein Schnee lag – die Kids aber trotzdem ihren Apres-Ski feierten.

Gestartet sind wir bei überfrierender Nässe, die schon recht tückisch war. Weiter oben wurde es dann tatsächlich auch noch weiss. Hier wechselte sich dann Schnee auf Eis und nichttragendes Eis über Schlammlöchern mit hartgefrorenem Schnee ab. Aussichten gab es aufgrund dichten Nebels auch nicht zu bewundern. Insgesamt also ein großer Spass, den uns auch der einsetzende Eisregen nicht vermiesen konnte.

Nach 2:18 Stunden, knapp 20 Kilomentern und ~475 Höhenmetern trafen wir voll guter Endorphine wieder in Willingen ein und wärmten uns zum Abschluß beim Bäcker mit einem Kaffee und einem Schnack noch ein paar Minuten auf. Michael musste dann weiter, an diesem Wochenende wartete das Saarland noch auf ihn und auch Peter und ich wurden daheim erwartet.

Zum Abschluß war man sich einhellig darüber einig, dass es eine tolle Runde war, die es im nächsten Jahr zu wiederholen gilt…

Gipfel!
Gipfel!

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Die Strecke:

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