Illness in da house!

Ein Satz mit X. Das war wohl nix.

Der zweite Wettkampf fiel in 2016 fiel kurz vor knapp einem fiesen Virus zum Opfer.

Auf der einen Seite könnte ich mich damit trösten, dass es ja nur ein Testwettkampf in der Mitte des Trainingsplanes und nur ein Halbmarathon war.

Das wird dem aber nicht gerecht. Zum einen gilt der VENLOOP weithin als einer der Stimmungsbomben unter den Läufen. Ganz Venlo ist während einem insgesamt 4-tägigen Spektakel auf den Beinen, die Leute stehen am Strassenrand, wie bei uns sonst nur an Karneval, Musikbeschallung und Anfeuerung vom Start bis zum Ziel.

Als zweites, und das trifft mich am meisten, wäre es der erste Crewlauf der TwittRunnerRuhr gewesen, bei dem alle am Start gestanden hätten.

Und ich wollte meine persönliche Bestzeit über den Halben verbessern, die Aussichten standen gut, ein halber Greifplan frisch absolviert und nach langer Abstinenz auch wieder vermehrt Tempo und Intervalle trainiert, dazu schon 4 Kilos runter. Hätte was werden können. Hätte, hätte Fahrradkette…

Donnerstag nachmittag übergibt sich meine Jüngste im Auto, dank eines frisch eingeschleppten Magen-Darm-Virus. Ich schrieb noch „jetzt durchhalten und bloß nicht anstecken“, machte mir aber keine Gedanken – mChat1it Magen-Darm hatte ich mich Danke eines meines Schweinemagens, der so ziemlich alles wegsteckt, noch nie angesteckt. War aber wohl Schweinepest.
Samstag mittag, quasi auf der Ziellinie der Vorbereitungen wurde mir übel. Ich war gerade dabei die Sachen raus zu legen und die Tasche zu packen und führte das auch noch guten Mutes zu Ende.

 

chat2Aber am nächsten Morgen war klar, dass mir nicht einfach ein Stündchen übel war. Diarrhö und eine Temperatur über 38° Grad liessen keinen Spielraum für Interpretationen.

Shit happens. Abputzen und weiter. Greifwoche No. 5, die eigentlich wieder mit 100 km zu Buche schlagen sollte, fällt noch aus – gründlich auskurieren ist oberstes Gebot – und dann gehts weiter mit Blick auf den Bilstein. Und ein wenig Halbmarathon-Spaß gibts ja auch noch beim Zuckerspiel am 2. April.

Ich freue mich aber sehr, dass es zumindest für restliche Crew ein großer Spaß und für einige dazu noch überaus erfolgreich war. Jens und Michael mit neuen HM PB’s und Sebatian mit einem tollen Comeback nach langer, langer Verletzungspause.

Alle Details zu dem Crewerlebnis findet ihr wie immer  auf twittrunnerruhr.de

Knochen kaputt.

Der Herbst soll wohl nicht meine Zeit sein, vielleicht sollte ich einfach für die zweite Jahreshälfte keine Wettkämpfe mehr planen.

Ich hatte ja von meinem Mißgeschick am Ende der 3. Greifschen Trainingswoche berichtet und weil ich mir nicht sicher war, ob ein vielleicht ausgerenkter Zeh nicht besser schnell wieder eingerenkt wird, bin ich am Montag morgen doch noch fix beim Orthopäden vorbei.

Das Röntgenbild zeigte leider, dass mein Problemchen nicht am Ende der entspannten Woche behoben sein wird – vielmehr zeigte es einen deutlichen Bruch des kleinen Zehs. Und weil dieser diagonal verläuft und der nun zweigeteilte Knochen an der Bruchstelle etwas verdreht ist, war der Arzt sich nicht sicher, ob ein Tapeverband ausreichen würde oder ob die Knochen zur Heilung mit einem Draht verbunden werden müssen.

zeh rechts

Zwecks Klärung erhielt ich eine Einweisung ins Krankenhaus. Unser Gesundheitssystem schlägt ja manchmal hübsche Kapriolen, hier kommt mal wieder eine: ich rief also noch am gleichen Vormittag bei dem vom Orthopäden empfohlenen Hospital an um mir einen Untersuchungstermin geben zu lassen. Wie gesagt, es ging darum erstmal abzuklären, ob der Knochen gerichtet und mittels Drahteinschuss fixiert werden sollte. Der nette Herr bot mir als Termin den 31.08.2015 an – also in genau zwei Wochen. Ich wies ihn nochmal freundlich darauf hin, dass es sich hierbei um einen Bruch handele und fragte, ob das dann nicht vielleicht ein wenig spät für eine Behandlung wäre. Das bejahte er auch und konsultierte nochmal seinen Kalender, um mir dann den 26.08. vorzuschlagen – immerhin 5 Tage früher.

Ich legte auf und rief im Ev. Krankenhaus in Hagen-Haspe an, dort wo man mir im letzten Jahr schon so vortrefflich das Knie saniert hatte.

„Kommen Sie einfach vorbei, Sie müssen aber etwas Zeit und Geduld mitbringen…“ – ok, das war mir vorher klar, aber mindestens so sollte das ablaufen.

Und so sass ich gegen Mittag in der Ambulanz und brauchte auch lediglich knappe zwei Stunden warten, bis ein Chirurg sich meinen Zeh und die zugehörigen Röntgenbilder fix besah.

Ergebnis:

Man kann den Zeh gerade ziehen und dann von oben zwei Drähte reinschiessen, dann wächst er gerade wieder zusammen. Das ganze passiert unter Narkose und sechs Wochen später werden die beiden Drähte wieder heraus gezogen.

Oder man taped ihn und legt eine  Zügelverband an. Der Zeh wird dann etwas schief zusammenwachsen. Da der Zeh aber nicht mehr im 45°-Winkel absteht ist keinerlei technische Beeinträchtigung beim tragen von Schuhen oder beim Laufen zu erwarten. Ich hätte halt nur optisch einen krummen Zeh. Dauer dieser Variante ebenfalls 6 Wochen.

Ihr könnt euch denken, wozu ich mich entschieden habe, gelle?

Was stört mich ein krummer, kleiner Zeh, der sonst keinen Ärger mehr macht.

Dafür keine zwei operativen Eingriffe und die Chance, wenn schon nicht zu laufen, dann aber vor Ablauf der 6 Wochen zumindest schon wieder zu schwimmen und aufs Rad zu steigen.

Eine zweite Kuriosität gab es noch: während die sehr nette Schwester, die im Krankenhaus den Zügelverband anlegte fragte, ob ich daheim Tape hätte, um mir nach dem duschen selbst einen neuen anzulegen, schlug der Orthopäde gestern die Hände über dem Kopf zusammen und meinte, den Verband dürfte ich auf keinen Fall selber abnehmen und der müsste mindestens 10 Tage unberührt und zum duschen in eine Plastiktüte…

However, ich übe mich mal in Fatalismus. Ich denke einfach nicht darüber nach, dass der Greif Plan die ersten drei Wochen wirklich gut funktionierte und sich Fortschritte zeigten, die mich zuversichtlich auf eine Zeit kleiner 3:30 hoffen liessen. Nun fällt der Marathon am 20.09. ins Wasser und bei „Rund-um-Ennepetal“ bin ich in diesem Jahr auch nicht dabei.

Es ist schlicht nicht zu ändern. Positiv ist immerhin, dass es keine Verunsicherung a´la „was wird danach“, wie im letzten Jahr mit dem Knie gibt.

Ohne Rund um Ennepetal, den Lidoma und mit 6 Wochen Laufpause werde ich wohl auch in diesem Jahr nicht die 63 km beim Röntgenlauf laufen.

Vielleicht gönne ich mir stattdessen einfach einen relaxten kürzeren Lauf ohne große Ambitionen, zum Beispiel den Rothaarsteig oder etwas ähnliches.

Das ärgerlichste in dieser Woche ist, dass ich so nicht einmal spazieren gehen kann – ich sitze einfach viel zu viel rum und könnte vor Bewegungsdrang explodieren.

Naja, aber vielleicht ist der Schmerz in der nächsten Woche schon weg und ich kann mich zumindest mit dem Rad etwas bewegen. Wir werden sehen…

Greif, Woche 3

Nachdem ich in der letzten Woche den langen Lauf von Samstag auf Sonntag geschoben habe, zog sich diese Verschiebung in diese Woche.

Zum einen wollte ich am Tag nach dem Langen nicht den montäglichen Tempolauf stehen lassen, sondern den ruhigen Tag dazwischen einhalten –  zum anderen wollte ich mit meinen Töchtern die letzten 2 Ferientage und das gute Wetter nochmal zum zelten nutzen.

Und so wurden am Montag nur 7 km zur Regeneration um den Haddorfer See im Münsterland gelaufen. Mehr waren auch nicht drin, da das linke Knie zusammen mit dem PureCadence Probleme machte.

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Am Dienstag folgte dann der Tempolauf über 15 km + ein- und auslaufen. Der Plan sah ein Tempo von 4:55 vor, 4:54 waren es – also alles trotz Wärme im Plan.

Die sonst Dienstag und Donnerstag üblichen lockeren Läufe mit dem Lauftreff entfielen, da Tempo und Intervalle von Mo + Mi auf Di + Do geschoben wurden. Als Ersatz gab es am Mittwoch eine längere, aber entspannte Radtour vom Hagener Lennetal bis zum Essener Baldeneysee mit 126 km.

Donnerstag gab es die Einschulung unseres Neffen mit viel Kuchen und Grillerei. Der Versuch am gleichen Abend noch Intervalle zu laufen hatte was von Laufen in der Sauna mit einer Bowling-Kugel im Bauch. Ich unternahm zwei Anläufe und brach dann ab. Wird verbucht als lockerer Abendlauf bei 32° über 7 km.

Diese 4x 2000m habe ich dann am Freitag morgen nachgeholt – und diesmal tatsächlich alle im Plan von 4:26-4:31.

Zur Belohnung durfte ich mir anschließend noch mein neues Waldspielzeug für das Alternativtraining abholen :D

wpid-wp-1439755120248.jpegSamstag früh gab es dann wieder nach Plan den Langen Lauf, auch wenn der Ruhetag nach den Intervallen fehlte. Ärgerlicherweise bin ich erst gegen halb acht los gelaufen, statt wie geplant um sechs – und damit war die vorgesehene Endbeschleunigung der Kilometer 30 bis 35 echt hartes Brot in einer schon sehr heißen Vormittagssonne.

Am heutigen Sonntag sollten noch 20 km Regeneration folgen. Auf diese entspannte Runde freute ich mich schon sehr. Aber ein Missgeschick am Samstagabend machte mir einen fetten Strich durch die Planung.

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Da machste draußen teilweise die wildesten Sachen und es passiert nix und dann springt dir so eine Couch in den Weg.

Der kleine Zeh, der ja auch gerne mal bricht, hat nichts abbekommen, aber an der Wurzel und im Bereich des äußeren Mittelfusses zeigt sich doch eine unschöne Verfärbung und Schwellung, die auch verhindert, dass ich mit dem Fußballen auftreten kann. Der kleine Zeh stand auch ungesund ab und derzeit frage ich mich, ob ich ihn vielleicht ausgerenkt habe oder nur böse gezerrt. Die lezten 24 h auf Eis und mit Voltaren zeigen aber schon Wirkung. Abwarten…

Natürlich mache ich mir jetzt um den Plan Gedanken, aber die kommende Woche 4 ist eh die Entspannungswoche. Den Tempolauf morgen werde ich nicht absolvieren können – vielleicht auch gar keinen Lauf in der kommenden Woche, aber ich sehe auch noch keinen Grund den Plan in die Tonne zu klopfen.

Runalyze Trainingstagebuch: http://runalyze.lennetaler.de/shared/TDecius/

Soll/Ist Greif-Plan: https://wp.lennetaler.de/marathon-plan-herbst-2015/

 

Kurznotiz zum Herbst 2015

Der Blog hat gerade einen Stau, die Berichte vom BiMa und vom Rennsteig hängen noch in der Pipeline und werden hoffentlich keine Rohrkrepierer.

Meine Herbstplanung ist immer noch ziemlich offen, was ich aber ganz entspannt betrachte.

Lediglich beim LiDoMa VII am 20. September habe ich mich angemeldet – und auch wenn es keiner dieser großen Läufe ist, habe ich mir vorgenommen dort vorbereitet eine gute Zeit zu laufen, einfach nur um mal zu schauen, ob und wie gut mir eine Verbesserung über die 42 km gelingt, nachdem ich in diesem Jahr bislang primär längere Distanzen gelaufen bin.

Was ansonsten im herbst folgt, weiss ich noch nicht. Der P-Weg passt nun nicht mehr. Ich könnte den im letzten Jahr ausgefallenen 63er des Röntgenlaufes noch nachholen, Drachenlauf, Siebengebirgsmarathon, Rothaarsteig oder einer der anderen Sauerländer Marathonläufe sind der Möglichkeiten viele…

Bezüglich des Lidoma ist mir dann auch just aufgefallen, dass es für ein Training nach Plan auch schon heftig Zeit wird, wähnte ich das doch noch in weiter Ferne.

Zum Plan habe ich mir diesmal vorgenommen einen 10-Wochen-Plan von Herbert Steffny zu versuchen, den ich etwas personalisiere und an meine persönliche Situation anpasse. So wird der Plan zum Beispiel über 11 Wochen gehen um den während des Planes stattfindenden Jahresurlaub etwas zu kompensieren. Ausserdem wird er auch noch berücksichtigen, dass ich noch einiges an Gewicht verlieren will, die mir wichtigen Krafteinheiten und meine Basketballzockerei am Dienstagabend.

Dem Plan wird hier im Blog auch wieder eine eigene Seite gewidmet. Plan und Ist werden dort gegenüber gestellt und auch Plankorrekturen wird es im Verlauf sicherlich geben, wenn ich merke, dass da etwas an der Realität vorbei läuft.

/dabei!

Ferropolis incoming!

Nachdem es mit ja in diesem Jahr kurz vor der Premiere des Strongmanrun Ferropolis den rechten Innenmeniskus zerfetzt hat, versuche ich es 2015 noch einmal.
Diesmal startet das Teil abends um 22:00 Uhr, quasi ein Obstacle im Dunkeln, geiler Scheiss…

Bergfest, Downhill!

So taufe ich den Zeitpunkt der OP einfach mal. Die ist am 02.10. gelaufen – und zwar ganz gut. Der Gipfel der Verletzung sollte damit jetzt genommen sein, das Problem in Form des defekten Meniskus ist entfernt und die Rückkehr in die bewegte Welt sollte jetzt quasi im Tempo eines Downhills erfolgen.

Wie es war: an besagtem Donnerstag Morgen habe ich mich mit dem Bus auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Sehr interessant, so eine Sozialstudie. Ich fand mich also pünktlich um 08:45 Uhr ein, wurde direkt auf die Station geschickt und landete prompt in einem 3-Bett-Zimmer. Meinen Bettnachbarn kannte ich schon aus dem Wartezimmer zu den Vorgesprächen, allerdings hatte er seine Arthroskopie bereits am Vortag, durfte aber nicht heim, da er zu spät aufs Zimmer zurück kam und auch nicht wirklich fit war.

Ich musste mich knappe zwei Stunden in Geduld üben, bevor ich meine „Alles egal“-Pille bekam. Aber dann ging es recht fix. Ich hatte mich statt der spinalen für die Variante der Vollnarkose entschieden und bekam von der OP nichts mit. Dafür ging das Aufwachen sehr fix. Ok, meine letzte Narkose ist 30 Jahre her, aber die Augen aufzumachen und sofort hellwach zu sein, wahr schon sehr beeindruckend. Um 13:00 Uhr war ich dann wieder auf meinem Zimmer. Danach war aber noch 4 Stunden Beobachtung angesagt. Und ich war putzmunter, keine Spur von einem benebelten Gefühl oder Müdigkeit. Schön, dass meine Frau vorbeischaute (obwohl ich das ja nicht für nötig hielt) und mir noch ein Tagesticket fürs WLan besorgte. Dank ebooks, Streaming Video, Audible und Internet liess sich die Zeit doch ganz gut vertreiben.

Gegen 18:30 Uhr schaute der Chirurg vorbei und hatte auch keine Bedenken mich noch am Abend zu entlassen. Der Meniskus war nicht nur gerissen, sondern zerfleddert, so dass sich nur kleine Reste erhalten liessen. Ausserdem ist der Knorpel hinter der Kniescheibe ziemlich angegriffen und einen Kreuzbandriss, der irgendwie wieder verwachsen ist, hatte ich auch mal in der Vergangenheit. Aber die beiden letztgenannten haben mich in den letzten Jahren nicht groß gestört und der Störfaktor der letzten Wochen ist beseitigt. Ganz so fix ging es danach noch nicht heim, die Schwester meinte, erst gäbe es Abendbrot auf der Station, bevor mir noch einmal der Verband gewechselt würde und ich meine Papiere bekäme. Auf jeden Fall war ich mit drei Sorten Tabletten und einer handvoll Thrombosespritzen gegen halb neun wieder daheim.

Zwei von den drei Tabletten waren gegen Schmerzen, die dritte, damit der Magen die ersten beiden verträgt. Ich sollte aber alle nehmen, da nicht nur die schmerz-, sondern auch die entzündungshemmende Wirkung gefragt war.

Der Fortschritt über das lange Wochenende war großartig. Freitag noch vorsichtig, Samstag schon ohne Tabletten und wieder Auto fahrend und Sonntag bereits ohne Krücken.

Am Montag danach ging es zur Nachsorge zum Orthopäden – und ich erlebte das größte Ärgernis der gesamten Geschichte. „Bein hochlegen und kühlen.“ war die Anweisung für die folgende Woche. Ich hatte irgendwie mit mehr gerechnet. Und der „normale“ Ablauf, den ich mir von Sportkollegen habe schildern lassen und der auch auf diversen Klinikseiten geschildert wurde, sah dann doch anders aus. Bei dem einen gab’s Physio, in der Luxusvariante sogar Lymphdrainage, aber zumindest einen Flyer mit gymnastischen Übungen für daheim. Bei mir: nada, niente, nix. Selbst auf Nachfrage wurde nur abgewunken, nicht nötig, erstmal abwarten…

Abwarten ist nicht mein Ding, das musste ich bereits seit dem 22. August. Tatsächlich hatte ich mit Hilfe eines PDF’s das eine Orthopädische Klinik im Netz bereit stellt schon am Wochenende mit Übungen angefangen.

Mittlerweile sind drei Wochen nach der OP vergangen, biken geht seit einer Woche wieder. Montag bin ich mal ganz langsame 4 Kilometer gelaufen und am Mittwoch 8 mit einem Schnitt von 5:30, was aber wohl noch nicht ganz kniekonform war – zumindest meckerte es am Tag danach ein wenig. Nächste Woche folgt also noch ein wenig Aufbau und bei gutem Gelingen kann ich Anfang November wieder die erste Runde mit meinen Ergster Jungs drehen…

AKTIONE!

AKTIONE!

nach dem ich mich jetzt wochenlang von Termin zu Termin gehangelt habe, gab es gestern morgen endlich die Besprechung des MRT’s vom Montag.
Ergebnis: Innenmeniskus rechts gerissen.
Eigentlich war mir ja nach der ersten Woche klar, dass da was im Knie kaputt gegangen ist – aber man wird halt nicht am ersten Tag zum MRT geschickt, sondern feste Prozedere zuerst abgespult.
Da der abgerissene Teil des Meniskus nicht mehr durchblutet wird, wächst da auch nix mehr zusammen oder heilt.
Das defekte Stück muss also operativ entfernt werden.
Die gute Dame bei meinem Orthopäden meinte aber, eine Einweisung zu schreiben lohnt sich nicht mehr, da ja nächsten Mittwoch bereits das neue Quartal anfängt und ich so schnell sowieso keinen Termin bekomme.
Vor mir taten sich Horrorvisionen mit OP-Terminen im November oder Dezember auf, was nach kurzer Internetrecherche recht wahrscheinlich schien. Da stand was von einer durchschnittlichen Wartezeit von 47 Tagen. Aber man sollte nicht so viel googeln.
Statt wie vorgesehen bei den Orthopädischen Kliniken Volmarstein rief ich stattdessen im Evangelischen Krankenhaus Haspe, dem „Mops“ an, dessen Chefchirurg Dr. Queckenstedt einen ausgezeichneten Ruf geniesst.
Hatte ich hier letztens schon Glück einen MRT-Termin innerhalb einer Woche zu bekommen, erlebte ich nun eine noch viel größere Überraschung. Eine überaus zuvorkommende Dame riet mir am besten noch heute nachmittag (Freitags!) vorbeizukommen, denn Montags wäre der Andrang groß und die Wartezeit entsprechend.
Also zeitig Feierabend gemacht und durch den Feierabendverkehr geprügelt.
Nümmerken in der Aufnahme ziehen, aber keine 5 Minuten Wartezeit. Auch hier wieder eine sehr freundliche, junge Dame. Die hatte jedoch kaum angefangen meine Daten aufzunehmen, als ein Kopf um die Ecke lugte und mich fragte „Haben Sie heute morgen angerufen?“, ich bejahte und hörte dann, wie meine Gesprächspartnerin von heute morgen ein gutes Wort für mich einlegte. Und schon kurz darauf wurde ich irgendwie dazwischen in einen Untersuchungsraum geschleust.Wow.
Die Untersuchung verlief ebenso sympathisch. Kurzes checken des Knies und des Befundes, ein bisschen Smalltalk und zack hatte ich eine OP-Termin für kommenden Donnerstag.
Nach der Zähigkeit der letzten Wochen bleibt mir bei dem Tempo fast der Atem weg – aber es ist auch Balsam für meine Seele, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt.

Die Roadmap, wenn denn alles normal läuft sieht wie folgt aus:
Donnerstag am 02.10. morgens in die Klinik und abends wieder heim.
Der Eingriff selbst dauert ca. eine halbe Stunde und wird im Rahmen einer Arthroskopie durchgeführt.
Es heisst, dass das Knie danach sofort wieder voll belastbar ist – was aber nicht so gemeint ist, wie ich es gerne verstehen würde… ;)
Der Dialog mit dem Doc war noch lustig: „Nach drei Tagen können sie wieder laufen.“ – „Ich kann nach drei Tagen wieder laufen gehen?!?!“ „Wenn ich laufen sage meine ich gehen ohne Gehhilfe.“ „Oh, ich interpetierte laufen etwas anders… :( “ – „Mit Sport warten sie vielleicht besser noch eine Woche…“
Aber auch das werde ich schaffen und finde ich phänomenal schnell.

Trotz allem sind die 63 km des Röntgenlaufes damit natürlich gegessen. Wobei in diesem Jahr so viele Leute dort starten, mit denen ich mich gerne getroffen hätte, dass ich es mir glaube ich nicht nehmen lasse zumindest anwesend zu sein, wenn also irgendjemand von euch einen Supporter in irgendeienr Form braucht meldet euch!

Läuferisch bleiben mir dann ja immer noch der Nikolauslauf in Herdecke und die Zen-Version des Eulenkopf. ;)
Aber warten wir erstmal das Ender der kommenden Woche ab…

Gehabt euch wohl und biss denne

Thomas aus dem Lennetal

hmpf…

Neue Woche, neuesGlück.
Niet.
Die dritte Woche begann heute mit einem neuerlichen Besuch beim Orthopäden. Die Schwellung ist zwar aus dem Knie, aber in den letzten 10 Tagen hat sich keine Änderung mehr ergeben: solange ich still halte – schmerzfrei, aber wenn Druck auf das Knie kommt, z.B. beim Treppensteigen, gibts scharfe Stiche an der Stelle des Innenminiskus und innerhalb von 2 Minuten ist das Knie dann gar nicht belastbar und ich humpel durch die Gegend.
Und nun heisst es doch wieder Verdacht auf Meniskusschaden und nicht nur Entzündung.
Next Stop: MRT
Das ganze wird langsam zu einer Ausdauerübung der besonderen Art – leider einer rein mentalen… 
Ich krieg nen Koller und meine Mädels wollen mich auch endlich wieder auf der Piste haben – der Papa ist ohne Lauferei etwas unausgeglichen. Und nach 3 Wochen Urlaub und 3 Wochen Verletzung ist das Alarmziel u85 nun auch schon gerissen. Am Wochenende zeigte die Waage satte 86,7 Kilogramm.


Ich habe zumindest letzte Woche mal eine Testrunde im Hallenbad gedreht und zumindest schwimmen scheint zu funktionieren. Ich werde also versuchen zur Schadensbegrenzung 2-3 x in der Woche eine Stunde zu schwimmen.

Das stellt sich aber als garnicht so einfach heraus. Hatte ich in den Ferien schon Gefallen daran gefunden, nach der Arbeit direkt eine Stunde ins Becken zu hüpfen ist es nach den Ferien eine Katastrophe. In meiner schönen Heimatstadt hat man alle Hallenbäder geschlossen und dafür das schöne neue, große Westfalenbad gebaut. Hier gibt es zwar ein großes Sportbecken mit 10 50m-Bahnen, die werden aber ausserhalb der Ferien quer in 20 Bahnen á 25m aufgeteilt. Von denen, man lasse isch das auf der Zunge zergehen, ZWEI Bahnen für den öffentlichen Pöbel verfügbar sind…

Wie man mir mittlerweile zugetragen hat, bin ich mit einem MRT-Termin nächsten Dienstag ganz hervorragend bedient – und meine Idee bei anderen Praxen nach einem früheren Termin zu suchen wurde mit Gelächter quittiert.

Und während ich mich auf der einen Seite versuche in Kontemplation zu üben, ist mir auf der anderen zum heulen zumute., weil ich sehe wie meine ganze Herbstplanung gerade über den Jordan geht. Erst der Strongman Ende August, nun das definitive Aus für den Maintal Ultratrail. Und hinter meinem persönlichen Triple beim Röntgenlauf (hier bin ich 2012 den HM, 2013 den Marathon und wollte jetzt die 63 km laufen) ist wohl auch schon ein Fragezeichen.

hmpf… – vielleicht doch die Gelegenheit vernünftig kraulen zu lernen und vielleicht teste ich diese Woche nochmal biken ohne Berge… -.-

 

Update

Knie 2.0

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Nachdem das Knie auch nach einer Woche nicht besser wurde, musste nun doch der Orthopäde ran.

Im entspannten, gestreckten Zustand, auch stehend oder langsam gehend merke ich eigentlich nix, aber sobald das Bein leicht gedreht wird, habe ich in wenigen Momenten starke Schmerzen. Ebenso stärkere Belastungen beim heben oder der Versuch zu laufen werden mit Aua abgestraft. Es reicht schon in die zweite Etage hinauszusteigen oder 5 Minuten Auto zu fahren und schon wird der Schmerz stechend und kurz darauf wird das Knie steif.

Schnell war bestätigt, dass der Innenmeniskus die Ursache ist. Der Doc meint, die Chancen stehen aber ganz gut, dass er nicht ganz geschrottet ist.

Primärziel ist aber die Entzündung und die Schwellung aus dem Gelenk zu kriegen. Dazu gibts eine Woche Tabletten und Salben.

Freitag schauen wir weiter und dann ist genaueres zu erkennen.

Ich weiger mich auch erstmal noch, den Frust die Oberhand gewinnen zu lassen. Zwar werden G+, FB & Twitter-Timeline geradezu mit Laufberichten, Bildern und Status- sowie Erfolgsmeldungen geflutet (klar, der Sommer ist vorbei, die heisse Herbstphase der Rennen lief mit Dutzenden von Rennen am letzten Wochenende an) – aber. ich. lasse. mich. nicht. frustrieren.

Nur auf mein Gewicht muss ich jetzt verstärkt achten, Bei etwa 7.000-8.000 weniger verbrannten Kalorien je Woche ist Vorsicht und Mäßigung geboten.

Aus dem Projekt 75 ist das Projekt „Unter 85 bleiben“ geworden.

Statusmeldung: kappott!

3 Wochen Urlaub mit moderaten Umfängen, viel Entspannung und gutem Leben liegen hinter mir.

Eigentlich zu gut gegessen, zuviel Bier getrunken – aber dafür jetzt richtig relaxt. Eigentlich.

In den zwei Wochen vor dem Ferropolis Strongmanrun wollte ich mich dann jetzt noch ein wenig straffen, etwas powern und mich danach nochmal drei Wochen auf den Maintal Ultra im September vorbereiten.

Aber irgendjemand hat mir in der letzten Woche wohl ins Knie geschossen. Auf jeden Fall wurde ich am Freitag morgen mit Knieschmerzen wach, im Laufe des Tages wurde es dann noch leicht steif und in der Kniekehle bildete sich ein fühl- und sichtbares Ei.

Jetzt bin ich ja jemand, der Knie gewohnt ist seit der Teenagerzeit. Aber meistens gab es immer aktuelle Anlässe, die Ursache für eine Überlastung waren. Die konnte ich auf den ersten Blick hier nicht finden. An der Lauferei kann es nicht gelegen haben, wie gesagt, die Umfänge waren im Urlaub deutlich unter dem Durchschnitt (20 km in einer Holland-Woche) Seitdem ich wieder stärker laufe, an Gewicht verloren habe und die Muskulatur wieder stärker wurde, wurden die Knieprobleme eher weniger als mehr.

Aber irgendwann ging mir doch noch ein Licht auf. Ich habe in der letzten Urlaubswoche doch einige Zeit damit verbracht, dass Zimmer unserer Großen zu renovieren – und dank Dachschräge doch einiges in der Hocke und im Knien gewerkelt. Da liegt imho die Ursache.

Mittlerweile ist Montag Abend und ich habe ein Wochenende mit Eisbeuteln und Kytta hinter mir – humpel aber noch immer. Diese Woche wird wohl nicht mehr gelaufen und an den Strongman am nächsten Samstag mit krabbeln und kriechen mache ich langsam aber sicher einen Haken. Ich glaube ich täte mir keinen Gefallen. Das Ei in der Kniekehle ist aber weg und der Schmerz ist genauer lokalisoerbar: Innenminiskus. Hatte ich lange nicht mehr. Ich schmiere jetzt noch 1-2 Tage und halte die Füsse still, sollte ich aber Mitte der Woche noch immer humpeln, werde ich wohl den Orthopäden meines Misstrauens beehren. Gottseidank habe ich mittlerweile jemanden, der als letztes ans schnippeln denkt…

Aber erstmal abwarten & think pink, Ende der Woche laufe ich wieder langsam ein. Muss ja, mein Frühsportkumpel fängt nämlich sofort an zu schwänzen, wenn ich ausfalle… ;)

Ich fange jetzt auch nicht an darüber zu heulen, dass ich raus und laufen will und jetzt schon die ganzen Posts und Tweets nicht mehr ertrage… -.-