Schlagwort: Laufen

Gutenachtlauf in Hagen

Mit dem 2. Vollmond im Mai startet der Gutenachtlauf von Laufen Gegen Leiden e.V. auch in Hagen!

Der Gutenachtlauf ist seit 2015 ein großer Bestandteil von Laufen gegen Leiden und wie immer treffen wir uns in jeder Vollmondnacht um 20.30 Uhr bundesweit in vielen Städten zum Gutenachtlauf.

Eingeladen sind alle, die Spaß am Bewegen haben. Wir laufen entspannt einen Rundkurs von fünf bis sieben Kilometern Länge. Die Geschwindigkeit richtet sich nach den Gruppenteilnehmendem.

Es handelt sich hierbei um einen unverbindlichen Lauftreff, keinen Wettkampf! Gelaufen wird bei jedem Wetter – außer bei Unwetter. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig; die Teilnahme geschieht eigenverantwortlich. Jeder Läufer wird gebeten, vor Ort einen Euro pro Lauf an den gemeinnützigen Verein „Laufen gegen Leiden e.V.“ zu spenden. Die gesammelten Gelder geben wir zu 100 % an andere gemeinnützige Tierschutz-Organisationen weiter.

Kommt einfach vorbei und lauft mit uns. Wir freuen uns auf Euch.

Bei der Hagener Version laufen wir 6,5 km um den Hengsteysee. Treffpunkt ist der, auch als Bikerparkplatz bekannte, Parkplatz am Hengsteysee unterhalb der Hohensyburg. Die Navi-Adresse lautet Dortmunder Str. 98, 58099 Hagen

Hagener Volkslauf 2026 – Halbmarathon

Eine Institution. Gestern fand der 56. Internationale Volkslauf statt und ich weiss gar nicht, meine wievielte Teilnahme das war. Hier in dem Block findet sich ja schon der eine oder andere Artikel dazu.
Eigentlich müsste ich schreiben, es war wie immer – aber das hätte einen negativen Beigeschmack, was Unrecht wäre.
Die Strecke ist die gleiche und beim Wetter gibt es auch immer nur zwei Versionen: entweder es ist heiss oder kalt und nass. Gestern war wieder das zweite an der Reihe.
In der Starterliste standen 714 Läufer, verteilt auf HM, 10 km, 6 km und diverse Jugend- und Schülerläufe.
Es ist und bleibt eine tolle Veranstaltung, die vom SC Concordia Hagen mit viel Herzblut ausgetragen wird. Es wird halt nicht einfach nur gelaufen, sondern ist irgendwie auch gleich ein kleines Emster Sommerfest.

Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich mich tatsächlich vorher angemeldet habe. Bislang habe ich mich sonst immer am Veranstaltungstag nachgemeldet. Seit letztem Jahr hat aber auch hier der Fortschitt Einzug gehalten und die Nachmeldung erfolgt nicht mehr über ein Papierformular, sondern per Smartphone und ausgehängtem QR-Code. Und ich sage euch, ich war nicht der einzige Mensch, der aufgrund nicht mitgebrachter Lesebrille plötzlich ein Problem hatte. Aber ich hatte wenigstens mein Handy dabei – und konnte damit zwei Laufkollegen aushelfen, die auch dieses Gerät nicht mit zum Rennen gebracht habe.

Dachte ich jetzt aber, mit der Voranmeldung liefe jetzt alles fluffig – es gibt immer eine Überraschung. An der Ausgabe wurde mir und meiner Tochter mitgeteilt, dass unsere Nummern bereits abgeholt worden sind. Fragezeichen in den Blicken, irgendjemand ist ein Fehler unterlaufen, aber das Team von Concordia löste das schnell und unkompliziert.


Der Lauf startete, wie üblich, mit einer Runde durch den Park, bevor es von Emst rüber und rum um das Haßleyer Feld ging. Hinab, teils schön trailig, durch den Wald nach Holthausen. In Holthausen teilen sich der 10er und der HM. Während die Zehner rechts wieder Richtung Emst abbiegen, geht es für die Halben hinauf Richtung Märchenwald und dann durch den Wald, schön wellig und matschig, hinüber zum Schloß Hohenlimburg. Nach dem VP am Schloß geht es weiter bergauf nach Brechtefeld. Ab hier ist es zwar landschaftlich immer noch schönl, verläuft aber aus Asphalt. Ein paar Wellen weiter hat man mit Kattenohl die letzte Steigung bezwungen, die mit einem tollen Ausblick auf Hagen und bis tief in das Ruhrgebiet belohnt wird. Ab jetzt gibt es einen coolen Flow bergab und am Ende noch 1-2 km flach.

Für mich hat sich dann doch etwas gravierendes geändert, ich laufe den Volkslauf in den letzten Jahren nicht mehr als Rennen, sondern als Genusslauf, quatschend mit einem Laufkollegen. Entsprechend war auch die Zeit gestern mit 2:21 chillig.

2014 bin ich mit 1:47 noch volle 34 Minuten schneller gewesen.

Laufveranstaltungen in und um Hagen

Nachdem es Ewigkeiten nur noch einen einsamen Hagener Volkslauf in der Stadt gab, hat sich in den letzten Jahren aber doch einiges wieder getan und ich finde, es ist es wert, auch gesammelt aufgelistet zu werden.

Nach und nach werde ich auch noch Veranstaltungen aus den Nachbarstädten hinzufügen, Tipps nehme ich gerne entgegen.

Hagener Läufe

Ruhrseen Halbmarathon

19. April 2026

10 Km, Halbmarathon, Schülerlauf, Bambinilauf

Der Ruhrseen Halbmarathon wird um den Hengstey- und den Harkortsee führen. Die beiden Seen im Hagener Norden liegen beide im Ruhrverlauf und trennt vielleicht gerade 1 km. Während eine Runde um den Hengsteysee ~8 km hat, ist die Strecke um den Harkortsee etwa 12 km lang und bietet sich damit für einen Halbmarathon an. Start ist am neu gestalteten Südufer in Hengstey. Die Strecke verläuft bis auf drei kleine Steigungen an Nordufer des Hengsteysees relativ flach und hat damit das Zeug ein schneller HM zu werden. Ich habe mit der Anmeldung etwas gezögert, weil das eine meiner Standardstrecken ist, die ch gefühlt in den letzten 10 Jahren 1000mal gelaufen bin und entsprechend langweilig finde. Für jemanden, der die Strecken nicht kennt, dürfte sie aber sehr reizvoll sein. Aktuell, nach dem 15.02.26, kostet der Start 45,00 € auf der HM-Distanz und 25,00 € für die 10 Kilometer.

56. Internationaler Hagener Volkslauf

14. Mai 2026

Halbmarathon, 10 km, 6 km, Wandern, Schüler- und Bambiniläufe

Die Institution im lokalen Laufkalender. Seit 1968! Start und Ziel ist auf dem Emster Marktplatz. Die Veranstaltung kann man mit Recht ein Lauffest nennen. Es finden quasi den ganzen Tag Läufe statt und der Marktplatz steht voll mit Bierbänken und Tischen, es gibt Musik, einen Bierwagen, Kuchen, Pommes, Bratwurst. Es ist quasi ein Lauf-, Vereins und Stadtteilfest in einem. Der Halbmarathon hat es in sich, er führt über Asphalt, Feld und Waldwege und abgesehen von Abschnitten am Anfang und am Ende nie flach. Insgesamt bringt er es auf ca. 400 HM, ist landschaftlich sehr schön und bietet zwischendurch einen Ausblick bis tief ins Ruhrgebiet. Die 10 km sind auch knackig, haben aber, nach meiner Erinnerung, nur einen langen Ab- und Anstieg mti ~ 125 HM. Während um 10 Uhr 10 km und HM losgehen, starten um 13 Uhr die Jedermannsläufe über 6 Km. Die Distanzen können übrigens auch gewandert werden. Zwischen 14:15 und 15:15 finden dann die Schülerläufe in unterschiedlichen Distanzen und Altersgruppen statt. Wer will kann also einen Familienausflug daraus machen, zeitlich passend hintereinander findet sich für jedes lauffähige Familienitglied eine Distanz. Oder man läuft den HM und hängt den Jedermannslauf hinten dran, wenn man nicht genug bekommt… – Nachmeldungen sindin der Regel noch am Veranstaltungstag bis kurz vor den Läufen möglich. Der Startpreis liegt zwischen 7,00 € und 17,00 €.

Der Track und noch mehr Bilder bei komoot

3. Hohenlimburger Lennelauf

13. Juni 2026

5.400 m, 10.800 m, 1.240 m Schülerlauf, 5.400 m Walking + Nordic Walking

Der Lennelauf wird zusammen mit dem CDU-Lenneparkfest durchgeführt, somit ist für Unterhaltung, Speisen und Getränke auch neben der Laufverpflegung gesorgt. Gelaufen wird auf einem 1,8 km langen Rundkurs der durch den Lennepark und auf der gegenüber liegende Seite der Lenne entlag führt. Wer nicht laufen mag, kann alternativ auch 10 km durch die Hohenlimburger Wälder wandern. Das Startgeld liegt zwischen 5 € für den Schülerlauf und 15 € für die 10,8 km.

6. 3TürmeWEG Trailrun

8. November 2026

10 km Trailrun, 10 km Nordic Walking

Der TV Hasperbach hat hier ein ganz besonderes Kleinod geschaffen. Ich glaube, jeder Hagener Schüler kennt den 3-Türme-Weg und hat ihn geliebt oder gehasst. Hagen ist hügelig und die 3 Türme im Stadtwald hat man nicht im Tal gebaut, entsprechend bringt es dieser Trailrun im Hagener Stadtwald auf einer Distanz von 10 km auf knackige 300 Höhenmeter. Mit der Anmeldung sollte man nicht lange warten, der Lauf ist weit über die Stadtgrenzen beliebt und zügig ausverkauft. Der Startpreis beträgt 20,00 €.

55. Hagener Volkslauf 2025

Laufen statt Saufen – unser bestes Vatertagsmotto

Der 55. Hagener Volkslauf war wohl der am stärksten besuchte Lauf aus dieser Reihe. Wir konnten uns noch gut erinnern, dass wir vor Jahren nur mit einer handvoll Menschen hier im Nieselregen am Start standen. Glückwunsch an Concordia und hoffentlich weiter so. Die Veranstaltung (und die Veranstalter) haben es verdient.

Ich selbst bin das erste Mal aus Termingründen hier nicht den Halbmarathon gelaufen, dafür aber den ersten Zehner mit meiner Großen zusammen. Die hat mich dann auch erstmal abgehängt, als es von Holthausen wieder den Berg nach Emst hinauf ging.
Die ersten 5 Kilometer liefen relaxt, wir hatten uns weit hinten einsortiert, waren nicht auf gute Zeiten aus und aufgrund der Vielzahl der Läufer liefen wir einfach mit ohne drängeln zu wollen. Dafür haben wir die Zeit (eigentlich wie üblich) zum quatschen genutzt.

Kurz nach den ersten 5 Km teilt sich das Feld, die Zehner biegen rechts ab und die HM nehmen Kurs auf Schloß Hohenlimburg. Hier ging es bis Kilometer 8 straight bergauf, das Töchterchen flog davon und ich schnaufte mich gemächlich hinauf bis zum Staplack.

Die letzten zwei Kilometer liefen fluffig und ich habe gemerkt, dass ich doch noch Richtung 5 min/km komme, wenn ich es mir nicht allzu bequem mache.
Alles in allem wieder ein schönes Event bei bestem Wetter bei dem zumindest meine Große die zweitschnellste der U18.

#NIGHTRUNNER

Damit hat Thorsten alles wesentliche eigentlich schon gesagt, aber er hatte noch einen Wunsch: 

 


 

Wie es oben schon steht, hat Din einen sehr lesenswerten Artikel zu dem Thema geschrieben, den ihr ->hier<- findet.

Trotzdem hier meine eigene Kurzfassung zu dem Thema, beschränkt auf das GESEHEN werden.

 

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Dämmerung. Gut zu sehen der Unterschied zwischen heller Weste mit Reflexstreifen und einem schwarzen Shirt. Ohne Lampe wäre der Kollege schon bei kurzen Abstand unsichtbar.

Zuerst einmal darf sich das ganze auch jeder Biker zu Herzen nehmen. 

Achtet einmal, wenn ihr das nächste Mal bei Dunkelheit mit dem Auto unterwegs seid, bewusst auf Läufer und Radfahrer. Die einen seht ihr erst sehr spät oder nehmt sie garnicht wahr, gut ausgestattete Läufer und Radler stechen euch schon auf ein paar hundert Meter Entfernung ins Auge.

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Ohne die breiten Streifen der Weste in der Mitte sind die kleinen Reflex-Applikationen der restlichen Laufkleidung leicht zu übersehen.

Elementarste Bedeutung kommt heller Kleidung mit breiten Reflexstreifen zu. Simpelst tut es hier schon eine 2 Euro Warnweste. Die ganzen Hersteller basteln zwar mal hier eine reflektierende Paspel an die Hose, dort eine Applikation an das Shirt und irgendwelche Details an die Schuhe, aber, sorry, das sind Gimmicks, die nichts taugen. Nicht umsonst sieht professionelle Warnschutzbekleidung bei Reflektorstreifen eine Mindestbreite von 5 cm vor. Wer im Dunkeln läuft, läuft nicht auf einem Laufsteg. Gut Aussehen könnt ihr Sonntags bei Sonne am See, Abends gehts darum wieder heile nach Hause zu kommen. 

Idealerweise wird das Ganze ergänzt durch ein rotes LED-Licht. Gleich ob Blink- oder Dauerlicht, als Armband oder als Anstecklicht. Nicht jeder, strahlt euch so kräftig an, dass ihr zurück blenden könnt. Es ist großartig, wenn euch Hund und Herrchen schon von weitem sehen und reagieren können statt sich zu erschrecken – was unangenehme Folgen haben kann. Das gleiche gilt für den Radfahrer, der in der Regel über ein relativ schwaches Licht mit einem sehr begrenzten Kegel verfügt (von den Hirnis ganz ohne Licht reden wir garnicht erst).

In der städtischen Bereichen mit guter Strassenbeleuchtung geht es vielleicht noch ohne, spätestens wenn diese fehlt aber nicht mehr. Die Rede ist von einer Lampe. Sucht euch aus, ob ihr eine Stirnlampe nutzt, einen Brustgurt mit Lampe oder eine kleine Taschenlampe in die Hand nehmt.

Dieses Dreigestirn aus guter passiver Sichtbarkeit, rotem Rücklicht und heller Lampe nach vorne ist es, was euch wieder sicher nach Hause bringt. Vergesst auch nicht, dass ihr auch anderen Sicherheit vermittelt. Jemand der unvermittelt und schnell aus der Dunkelheit auftaucht macht auch Angst. Dagegen verkündet helle gute Sichtbarkeit Sicherheit. Welcher böse Bube läuft schon wie ein Weihnachtsbaum durch die Gegend, damit man ihn möglichst früh sieht?

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Ich mag es, wenn Hundebesitzer mich frühzeitig sehen und ihren Rottweiler zu sich rufen, damit ich sicher passieren kann…

 

Westen, Armbänder und Blinklichter findet ihr überall. Vom Laufladen bis zu Ikea oder im Versandhandel. Bei Laufjacken wird es etwas schwieriger, vielleicht einfach, weil ein Bauarbeiter oder Müllwerkercharme nicht den erforderlichen Chic hat. Bei wem ich aber jüngst eine gefunden habe, dir mir sehr gut gefällt (ich hatte sie aber noch nicht in Händen) ist bei den Leuten von Waldstadt in der Nachbarstadt Iserlohn, eine Windjacke, die komplett reflektierend ist

 

 

Edit 21.11.2016: für alle die trotzdem in schwarz durch die Nacht rennen habe ich hier in den Kommentaren des Running-Podcast noch einen prima Link gefunden -> Organspendeausweis aus Kunststoff. Natürlich auch für jeden anderen eine tolle Idee!

 

Edith No. 2

Matthias von RunHerne.de hat zu dem Thema ein ganz hervorragendes Video gemacht

 

Rule The Dark 2016 – Tipps und Tricks zum Laufen im Dunkeln – by runHerne from Matthias (runHerne) on Vimeo.

Phönix Halbmarathon 2015

Machen wir es kurz.
Sportlich war dieser Lauf (für mich) ein Satz mit X.
Bei bestem Wetter wurden wir pünktlich auf die Strecke geschickt und der Beginn lief ganz gut. Der erste Kilometer, vom Schwung des Starts gezogen lief typischerweise bei 4:10 bis 4:20 etwas zu zügig. Fredo, mit dem ich beim Start zusammen stand gab erwartungsgemäß Gas und war weg und ab Km 2 pendelte ich mich so um die 4:30 ein. Das ist die pace, von der ich wusste, dass ich sie laufen kann und ein paar Körner wollte ich mir für die letzten 5 Kilometer aufsparen, um damit dann meine alte PB von 1:39 zu knacken. So weit die Planung.
Zu Beginn ging es eine Runde um den Phönixsee und dann über eine lange Stahlbrücke hinaus in Richtung Westfalenpark. Diese Brücke war sehr unangenehm, sie geriet aufgrund der Vielzahl der läufer in Schwingungen und der Boden war dadurch nie an der Stelle an der er erwartet wurde. Entweder man trat in ein Loch, weil sie gerade ein paar Zentimeter tiefer war oder der Fuß traf früher als erwartet auf den Belag – manchmal hatte ich das Gefühl sie sprang einem geradezu unter den Fuss.
Die Strecke verlief weiter recht abwechslungsreich erst durch ein Waldstück, um dann in den Wesfalenpark überzugehen. Entsprechend gab es alle Arten an Untergründen von Waldboden über (überwiegend) Asphalt und unasphaltierte Spazierwege. Dazu verlief sie nicht topfeben, sondern hatte immer wieder leichte Steigungen und auch ein paar schöne lange Gefällestrecken, an denen man rollen lassen konnte. Bis Km 12 lief alles ganz ordentlich und normalerweise werde ich ab 10 Kilometern langsam warm, mir wird wohl und finde in meinen Flow. Das passierte diesmal leider nicht – im Gegenteil, ich fing an und fühlte mich unwohl, so dass ich das Tempo etwas rausnahm. Nur besser wurde es dann nicht. Zu dem gefühlten Unwohlsein gesellte sich ein bis dato unbekanntes kribbeln in den Händen. Das war mir dann irgendwie nicht geheuer. Es war zwar mittlerweile recht warm, aber mit knapp über 20° nichts was ernsthaft beeinträchtigen dürfte.

Der Umstand, dass in der letzten Woche die halbe Familie  krank darnieder lag und die Erkältung auch mich ein paar Tage gestreift hatte, dazu ein absolvierter Frühdienst von morgens von 04:00 Uhr bis 09:00 Uhr legen einfach den Verdacht nahe, dass ich schlicht nicht fit war.

Unwohl, unbekannte Symptome und auch der fehlende Biss um mich wirklich anzutreiben – ich entschloss mich einen Haken dran zu machen, das Tempo ganz raus zu nehmen und den Rest safe und locker zu Ende zu traben.

Das war auch nicht einfach, die Leute im Dutzend an sich vorbei laufen zu lassen, während irgendein kleines Ego im inneren rumbrüllt und kreischt „Hey ihr da! Ich kann das eigentlich auch viel besser!!!“

Der Rückweg führte über Phönix West und als Andreas mir dort das typische „Du siehst gut aus!“ zurief musste ich doch lachen. Die Abschlussrunde um den Phönixsee zog sich aufgrund meines Befindens noch elend lang – aber nach 1:45 war das Dingen dann endlich rum.

Wenn es lauftechnisch für mich auch ziemlich doof war, war es ansonsten doch ein tolles Ding. Das Wetter war Bombe, die Strecke abwechslungsreich und die Orga gut. Dazu war es eine reine Freude einen ganzen Haufen toller Menschen zu treffen. Teils leider nur abgeklatscht, wie mit Thomas von den Bittermärkern und Michael vom TV Lössel. Oder Locals getroffen: ein paar Worte gewechselt mit Jürgen Koers  und endlich  den Hohenlimburger Jens aka @jluens live kennen gelernt.

Last but not least war es mal wieder ein großes Crew-Treffen mit Anne, Andreas, Jens, Frederic, Michael und Matthias! Für die Crew war es insgesamt auch ein großer Erfolg. Anne und Andreas liefen in der Staffelmannschaft für „Christian Borggräfe Personaltraining“ auf Platz 2 der Mixed Staffeln. Jens Hussmann war sauschnell unterwegs mit 1:23:57 und damit auf Platz 3 in der AK30 und 1 Minute schneller als im Vorjahr. Frederic Biermann verbesserte mit 1:29:04 seine persönliche Bestzeit gleich um 7 Minuten.

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Pure Cadence, der I.

Im letzten Jahr war der Pure Cadence von Brooks einer meiner Lieblingsschuhe. Der Sommer war geprägt von Earlybirds, 3x in der Woche war ich morgens um 5 auf der Piste. Und dafür war das mein Schuh, kurze schnelle Läufe vor der Arbeit. Shorts, Shirt, Schuhe. Ich liebe es, wenn man mit diesen drei Dingen auskommt. Und dafür war der Cadence prädestiniert – mein erster Schuh, den ich am liebsten Barfuß gelaufen bin. Zwar handelt es sich hierbei um die gestützte Variante der Pure Modelle, das habe ich aber nie bemerkt.
Aber das ist jetzt vorbei, nach 600km wandert der Cadence rüber in die Riege der Freizeitsneaker. Obwohl die Sohle noch gut und das Obermaterial tadellos ist, hat sich irgendwas verändert. Vielleicht ist die Sohle nach 600 km tatsächlich platt oder an meiner Laufergonomie hat sich wieder was verändert. Sobald ich nur ein paar Kilometer in dem Schuh laufe, bekomme ich im linken Knie Beschwerden, ich stehe imho in dem Schuh irgendwie falsch.

Gerne gelaufen bin ich ihn auf jeden Fall. Ein leichter, flacher Schuh der aufgrund einer abgerundeten Ferse, 4mm Sprengung und einem Sockenfeeling ein echter Barfuß-Schuh der anderen Art war – kein Schuh mit dem man wie barfuß lief, sondern der sich zum laufen ohne Socken empfahl.

Einen neuen Cadence wird es trotzdem nicht geben – für ihn ist seit diesem Sommer bereits eine aktuelle Version des Pure Flow im Einsatz.

Pure Cadence nach 600 km
Pure Cadence nach 600 km

Winterlaufserie Hamm 2015 #1

Sonntag war der erste Lauf der Hammer Winterlaufserie 2015.

Im 2-wöchigen Abstand werden hier 10 km, 15 km und ein Halbmarathon gelaufen. Die Strecke ist flach – und wenn eisfrei – bestzeitentauglich. Ich starte nun zum dritten Mal bei dieser Serie – und es ist eine Hassliebe. Ich mag die Strecke nicht. Oft kalt und windig am Kanal entlang, dazu eine Wendepunktstrecke.

Allerdings ist diese Serie ein prima Indikator für den eigenen Leistungsstand am Beginn des Jahres und bietet, wie bei mir, im Wiederholungsfall eine schöne Vergleichbarkeit.

Und in dieser eventarmen Zeit freut man sich natürlich auch immer bekannte Gesichter wieder zu treffen. Dazu ist das Kuchenbuffet einsame Spitze.

Nach der OP im Oktober bin ich mittlerweile ja froh wieder etwas längere Strecken laufen zu können, Tempotraining oder schnelle Läufe gab es bislang garnicht. Der letzte Wettkampf war der Sauerlandtrail im letzten Juni.

Somit war der 10er in Hamm ein Gradmesser für den Stand meiner Wiederherstellung. Nach einem etwas zügigeren Lauf in der vorangegangenen Woche war mein Tipp irgendwas um die 50 Minuten.

Nach den Schneefällen in der letzten Woche war die Strecke nicht geräumt und an vielen Stellen vereist. Die Wahl des Brooks PureGrit war aber wohl richtig. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass der Schuh an diesem Tag der limitierende Faktor war. Während viele „Normalschuh-Läufer“ über das Gerutsche klagten, hätte der Schuh sicher schneller gekonnt, nur ich halt nicht.

Wie das bei so einem 10er ist, gibt man einfach Vollgas und hofft irgendwie bis zum Ende durchzukommen (zumindest meine Taktik). Nach drei Kilometern mit ~4:30 begann ich mich auch spontan zu fragen, wann das Ding denn endlich zu Ende ist. Nachdem Vierten fiel mir auf, dass ich mich ja eigentlich bei ~5:00 min./km entspannen könnte, den Zeitpuffer um unter 50 Minuten zu bleiben hatte ich  ja schließlich schon eingefahren. Aber das geht natürlich nicht. Es gibt immer den einen oder anderen, den man einsacken oder von dem man sich nicht überholen lassen will. (Allerdings gibt s gerade auf den letzten 2-3 Km Leute, die sprinten als wenn sie gerade losgelaufen sind und bei denen ich mich frage, was sie auf der vorangegangenen Strecke gemacht haben.)

Es gelang mir auf jeden Fall die Pace gut unter 5:00 Minuten zu halten (ausserdem hatte ich ca. 30m hinter mir meinen Schwager im Nacken, der nur darauf lauerte, dass ich zusammenbrach) und ich sprintete nach ungefähr 47 1/2 Minuten durchs Ziel.

Trotz Eis und Schnee 2,5 Minuten unter der eigenen Vorstellung geblieben – das lässt hoffen in diesem Frühjahr zumindest wieder den Stand von vor einem Jahr zu erreichen. Von den 7 angefutterten Kilos sind 2,5 auch schon wieder weg.

Als nächstes kommt in zwei Wochen die 15 km Variante. Das Ziel hier heisst die Leistung von 2014 wiederholen – zwar nicht die Zeit, aber letztes Jahr gelang es mir auf den 15 km den gleichen Schnitt zu laufen wie auf den 10 km – und das würde ich gerne auch in diesem Jahr wiederholen. Der Gedanke tut jetzt schon weh… 😉

cya

Thomas

 

Die Laufuhr…

Gute 2 1/2 Jahre leistete mir eine einfache Garmin Forerunner 110 gute Dienste, auch wenn seit einem halben Jahr ein Einschaltknopf fehlt. Die Uhr lieferte stets zuverlässig die essentiellen Daten. Sie loggte die Strecke via GPS, dazu Pace und Zeit und bei Bedarf den Puls. Nur die Akkulaufzeit lässt so langsam nach. Das waren mal gut sieben Stunden und jetzt vielleicht noch fünf.

Ein paar Wochen beschäftige ich mich schon mit einer Neuanschaffung. Teils aus Muße während meiner Zwangspause, teils als Belohnung zum Wiedereinstieg. Ich habe also das WWW rauf und runter gelesen, mit etlichen Test- und Erfahrungsberichten. Nicht wenige gaben aber auch nicht viel mehr her, als die Texte der Herstellerseiten. Eine erwähnenswerte Ausnahme bildete hier der Schweinehund-Blog von Torsten Firlus.

Nach und nach steigerte ich mich, wie gewöhnlich, in einen Nerdrausch. Dieses Feature ist ja auch geil und das wäre auch ein „Nice to have“ und wenn ich schon so viel Geld ausgebe, warum dann nicht noch 50 mehr und das bessere Modell?

In der engeren Auswahl waren am Ende die Garmin Triathlon-Uhren, die Ambit2 S von Suunto und die neue TomTom. Die jeweiligen Spitzenmodelle, wie die Ambit3, waren mir jeweils mit Preisen zwischen 400 und 500 Euro schlicht zu teuer. Zwei Eckdaten sollte die neue Uhr definitiv aufweisen: eine Laufzeit von >10 Stunden und Multisportfähigkeit. Radfahrten konnte ich zwar auch mit der 110 tracken, aber nervig. Umständliche Umstellung von Pace auf km/h und übertragen wurde alles auch erstmal als Lauf und musste von Hand editiert werden. Ausserdem habe ich in den letzten Wochen nach der OP immer mehr Spass am Schwimmen gefunden und würde die Uhr auch hier gerne nutzen.

Die TomTom ist imho eine der schicksten Uhren und bewegt sich in einer Range von 130 – 300 Euro. Richtig schick wird diese Uhr aber erst wenn man sie auch mit dem Handgelenkspulsmesser erwirbt. Was sich mir allerdings nicht erschliesst ist warum man einen Unterschied zwischen Runner und Multisport-Ausgabe macht. Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist bei der reinen Laufuhr schlicht eine abgespeckte Softwarevariante aufgespielt.

Suunto handhabt das genauso. Den Sportversionen mit den Anhängseln „S“ (Multisport) und „R“ (Run) fehlen allerdings der Barometer und damit einige Outdoor-Features des großen Bruders. Wer aber hier im Augenblick wachsam im Netz stöbert, kann hier und da ein Schnäppchen machen, denn die Ambit2 ist ein Auslaufmodell und die große Variante habe ich schon günstiger als die Sportversionen gesehen. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten, da viele Händler die Modellbezeichnungen unterschiedlich und verwirrend handhaben.

Bei Garmin gibt es ebenfalls die Möglichkeit zu Schnäppchen. Kurz vor Weihnachten ist mit der 920XT ein neues Topmodell erschienen, was bei den alten Modellen einen entsprechenden Preisrutsch auslöste. Aufgrund der Vielfältigkeit, wäre hier die fenix 2 mein Wunschkandidat gewesen. Multisporteigenschaften, Baromenter, Kartendarstellung – damit wäre sie auch zum Wandern ein echter Traum.

Und so schwankte ich dann Wochen zwischen „brauche ich nicht, die Alte tut’s noch“ und „wenn, dann richtig und eine eierlegende Wollmilchsau wie die Fenix oder die große Ambit“.

Geworden ist es dann die 310XT – eine Vernunftentscheidung. Das was mir wichtig war ist satt vorhanden. 20 Stunden Laufzeit und wasserfest mit mehreren Sportmodi. Die Uhr ist dick und alles andere als eine Schönheit und kann nicht wie die Ambit oder die Fenix zum posen im Alltag getragen werden. Aber Armbanduhren sind mir seit Jahren eh nur noch lästig. Aber ein solider und bewährter Trainingscomputer, den man derzeit samt dem guten Textil-Brustgurt schon für 170 Euro statt ehemals 299 Euro bekommt – ohne den Gurt sogar schon für unter 140 Euro.

Also kein „hey, sieh mal was ich cooles habe…“, sondern ein verlässliches, erprobtes Werkzeug mit einem Preis-Leistungsverhältnis das man so häufig nicht bekommt.

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