Frühjahr 2015: regionale Läufe

Meine Heimatstadt ist mittlerweile leider recht arm an Läufen, aber in den umliegenden Städten findet sich dann doch schönerweise mehr als reichlich. Während die großen Läufe schon lange feststehen, nehme ich an den kleinen gerne auch spontan teil – nach dem Motto „ein Zehner geht immer…“ und gerade die liebevoll durch Vereine organisierten Läufe verdienen es, dass man mitläuft, wann immer es sich einrichten lässt.

Um einen Überblick zu bekommen und zu behalten, habe ich die rund um Hagen stattfindenden Läufe mal zusammen geschrieben. Natürlich gibt im Revier, in Ostwestfalen oder Richtung Rheinland noch viel mehr, aber für kurze Distanzen fährt man in der Regel nicht all zu weit. Meine persönlichen Favoriten habe ich fett markiert und vielleicht findet der eine oder andere in der Auflistung ja auch noch was passendes und man sieht sich irgendwo…

 

29. März 2015 Ruhrauenlauf, Wickede (1 km, 5 km, 10 km)

3. April 2015   Kultlauf, Iserlohn (Gruppenlauf, 25 km)

6. April 2015   Lenneper Osterlauf, Remscheid (6,5 km, 12 km)

6. April 2015   Dortmunder Friedenslauf (5 km, 10 km, HM)

11. April 2015   Zuckerspiel, Wuppertal (10 km, HM)

12. April 2015  Dortmunder AWO-Lauf (5 km, 10 km, HM)

25./26. April 2015   Iserlohner Stadtwerkelauf am Seilersee (nur noch Freerunner)

26. April 2015   Volkslauf Langendreer, Bochum (10 km)

1. Mai 2015   Int. Kamener Volks- & Strassenlauf ( 5 km, 10 km, HM)

2. Mai 2015   Ennepetal-Lauf (5 km, 10 km)

2. Mai 2015   WHEW 100, Wuppertal (5 km, 10 km, 100 km, Staffel, Bike)

3. Mai 2015   Rund um den Kemnader See (10 km)

6. Mai 2015   Zoo-Berglauf, Wuppertal (5 km)

14. Mai 2015   Hagener Volkslauf (10 km, HM)

16. Mai 2015   Willi-Comin-Gedächtnislauf, Ennepetal (12 km, Hasper Talsperre)

20. Mai 2015 Campuslauf, Dortmund (Towerrun, 2,5 km, 5 km, 10 km)

26. Mai 2015   Menden Marathon des MCM (HM, M)

30. Mai 2015  Herdecker Citylauf (Teil einer Laufserie, 5 km, 10 km)

31. Mai 2015   Hemeraner Adventure Trailrun (Treppenlauf Sauerlandpark, 7,5 km)

31. Mai 2015 Lauf am Fredenbaum, Dortmund (5 km, 10 km, HM)

12. Juni 2015   Ruhr Stadtlauf Schwerte (5 km, 10 km)

14. Juni 2015   Sauerland Höhenflug Trailrun, Hagen-Wilde Wiese (5 km, 10 km, HM) nicht ganz in der Nähe, aber Klasse!

20. Juni 2015   Cross und quer in Oberbrügge, Halver (9,3 km)

 

Laufstall: Skechers Go Run Ultra

Vor kurzem ist ein neues Paar Schuhe im heimischen Laufstall eingetroffen, ein Paar Skechers Go Run Ultra.
Schon einige Zeit liebäugelte ich mit einem speziellen und besser gepolsterten Schuh für lange Läufe.
Zu diesem Zweck wollte ich ursprünglich mal ein paar Hokas oder die neuen inov8 probieren, aber auch über die Skechers, die im Laufbereich ja eher so ein Dasein am Rande fristen stolperte ich immer wieder. Auf Skechers als Laufschuhmarke wurde ich eigentlich irgendwann mal durch diesen lustigen Spot aufmerksam:

Aber zurück. Die Go Run Ultra bekamen aus meinem Umfeld gute Noten und als sie jüngst günstig zu haben waren, schlug ich zu.
Am gleichen Abend probierte ich die Schlappen  gleich beim Lauftreff aus und kam mit gemischten Gefühlen zurück.

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Der Schuh lief sich butterweich, etwas überspitzt ausgedrückt, wie ein Laufen auf der Matratze. Mit der dicken Sohle und der geringen Sprengung von nur 4 mm fühlte sich das ganze noch komischer an. Irgendwo brachte mal jemand den Vergleich mit MBT-Schuhen. Die kenne ich zwar nicht, aber so in etwa müsste sich das meiner Vorstellung nach anfühlen – wie mit so einem Hubbel in der Mitte des Fusses. Nach 13 Km war ich mir ganz und garnicht sicher, ob das mein Schuh ist und ob ich damit auf langen Strecken klar kommen würde.

Da aber auch nichts drückte oder störte, der Schuh insgesamt gut saß und sich nur ungewohnt anfühlte, bekam er ein Bildchen und kam in die nächste Runde. Anderenfalls wäre er als schlichter Schwarzer in die Freizeitschuhliga gewechselt.

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Der nächste Testlauf folgte am Sonntag darauf auf einer 39 Km Runde, die genau, wie viele Landschafts- und Ultraläufe eine Mischung aus Asphalt, Waldwegen und ein bisschen Trail bestand. Und diesen Test bestand er ausgezeichnet. Beim zweiten Lauf fand ich das Gefühl schon gar nicht mehr merkwürdig. Auf den schlammigen Pisten brachte er eine vernünftige Traktion und auf Asphalt waren keine Stollen zu spüren. Gegen Ende, als die Beine müde wurden, machte sich dann auch die sehr weiche und starke Dämpfung angenehm bemerkbar. Darin liegt wohl dann auch die eigentliche Aufgabe und Stärke dieses Schuhs.

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Was mir nicht so gut gefiel, war das Obermaterial über den Zehen. Vielleicht ist es im Sommer angenehm atmungsaktiv, aber Nässe dringt unmittelbar durch. Das Material dürfte gerne ein bisschen abweisender und glatter sein. Nicht nur das ich bei dem Regenwetter fix nasse Füsse hatte, es drang auch jede Menge Dreck mit in den Schuh. Als ich mich nach der Rückkehr ins Bad pirschte, hinterliessen meine Füsse ohne Schuhe viele braune Fußspuren im Haus. Dazu kommt, dass sich der grobe Stoff auch sehr stark mit Schlamm zusetzte und schlecht abzubürsten war.

wpid-wp-1425118673272.jpegWie man oben sieht, haben die Skechers sehr fette Stollen. Die sind verantwortlich für das weiche Gefühl und den guten Grip auf weichem Waldboden. „Weich“ ist dabei überhaupt das Stichwort, das ist nämlich die gesamte Sohle. Das führte dazu, dass sich meine Befürchtung, die Sohle würde sich mit Matsch zusetzen, nicht bewahrheitete. Andererseits disqualifizieren die großen Stollen und die weiche Sohle den Go Run Ultra für alles was technischer, steiler und wilder ist. Felsige und wurzelige Pfade sind definitiv nicht sein Metier. Nix mit Crashpad, viel Gefühl für den Trail oder ähnliches.

Aber wie oben schon gesagt, da sucht er imho auch nicht seinen Job. Lange Strecken auf Waldautobahnen wechselnd mit Asphalt sind als sein zuhause gedacht. Quasi ein gemütliches Langlauf-Sofa.

Ob er dafür wirklich taugt darf er nun am kommenden Samstag beim Wiedtal Ultra Trail mit 65 Km zeigen. Wie gut er sich dort schlägt, erzähle ich, wenn ich vom #WUT berichte…

 

p.s.: und wenn mich diese Couchmopeds überzeugen, probiere ich demnächst beim Dealer ausser den inov8  ultra 270 und 290 wohl auch mal einen HOKA… ;)

Vegetarischer (nicht veganer) Wrap mit Tzatziki

Immer wieder gerne als Abendmahlzeit, weils köstlich schmeckt und satt macht, ohne dass man sich „genudelt“ fühlt.

Zutaten für 2 Personen:

Füllung

  • 2-3 Tomaten
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Eisbergsalat
  • 1 Packung Feta
  • Salz, Pfeffer

Tzatziki

  • 250g Joghurt
  • 1/2 Salatgurke
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • je 1 EL Olivenöl, milden Essig, Dillspitzen
  • Salz, Pfeffer

Wir nehmen auf Gründen der Faulheit in der Regel fertige Wraps aus dem Supermarkt, generell lassen sich diese aber auch mit wenig Aufwand selbst herstellen.

Die Zubereitung ist simpel. Für die Füllung wird das Gemüse und der Salat einfach in kleine Stücke gewürfelt, der Feta hinein gebröselt, gut gemischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Für den Tzatziki wird der Knoblauch fein gehackt oder gerieben. Die Gurke für den Tzatziki wird fein gerieben und das Wasser mittels eines Küchentuches ausgedrückt und abgegossen. Fertige Wraps erwärmt man 1-2 Minuten ohne Fett in einer beschichteten Pfanne, gibt in der Mitte den Salat und den Tzatziki drauf und faltet das ganze zusammen. Vóila!

Waldwege?!

Immer wieder gibts es ja so schöne Artikel zu lesen, wie der Freizeitmensch heute die Natur stört, zerstört und missbraucht.
Alles macht er kaputt. Mountainbiker zerstören die Waldwege, wühlen sie auf und machen sie unpassierbar. Und wenn es die nicht waren, dann waren es die Reiter. Und dann gibt es ja auch noch uns Läufer, die am liebsten in den Abendstunden das Wild stören und verscheuchen.

Waren hier wieder die Mountainbiker unterwegs?
Waren hier wieder die Mountainbiker unterwegs?

Wenn mir noch einmal einer aus der Forstwirtschaft diesen Unsinn erzählt, ziehe ich ihn höchstpersönlich mit der Nase durch diese Furchen.

Das ist auf im Wald auf dem Kaisberg in Hage-Vorhalle, südlich des Harkortweges. Da gibt es den Geopfad Kaisberg, der als Teil der Georoute Ruhr zu Entdeckungen einladen soll. Über diesen Berg führt auch der Jakobsweg als Pilgerstrecke.
Aber eigentlich ist der Wald unpassierbar, der Acker gegenüber von unserem Haus ist leichter passierbar.

Nein, kein Reiter oder Biker - der da ist schuld: ein Holzvollernter
Nein, kein Reiter oder Biker – der da ist schuld: ein Holzvollernter

Freizeitsportler zerstören den Wald? Schaut euch mal dieses Gerät an, das zieht links vom Weg herunter mal eben knietiefe Furchen in den Waldboden. Ein Stück weiter war noch eines von den Geräten im Einsatz, der Unterschied zum Bulldozer ist nicht mehr groß.

Und das ist jetzt keine Ausnahme, es wird immer mehr. Egal, wo ich in der Umgebung unterwegs bin, in den Hagener Wäldern, in Schwerte, Iserlohn oder im Ennepe-Ruhr-Kreis. Harvester oder Holzvollernter, quasi ein Mähdrescher für den Wald, nennt man diese Geräte. Mit denen werden Wege in Schlammfelder verwandelt, teils einen halben Meter tief, mit 50 – 100 m langen Pfützen über die gesamte Wegbreite. Aber es werden nicht nur die Wege zerstört, sondern mit dem Gerät wird halt auch tief querfeldein in den Wald gefahren.

immer mitten rein in den Wald...
immer mitten rein in den Wald…

Noch Fragen? Erzähle mir nochmal einer was davon, das Nordic Walker mit ihren Stöcken Wurzeln beschädigen…

Zitat aus Wikipadia:

Die Schäden, die durch den Einsatz dieser mehrere Tonnen schweren Maschinen verursacht werden, sind Gegenstand von Langzeitstudien. Dabei wird vor allem das Problem der Bodenverdichtung und der Wurzelschädigung untersucht. Einige Studien lassen vermuten, dass der befahrene Waldboden über 100 Jahre zur Regeneration benötigt. Da die Bodenverdichtung durch Gewichte von bis zu 60 t immens ist und ein Rückegassensystem mit einem Abstand von 20 m benötigt wird, werden ca. 20–25 % der Waldbodenfläche langfristig geschädigt.

Darüber hinaus ist im Reisig der Bäume ein Großteil der Nährstoffe und Spurenelemente enthalten. Bei der Aufarbeitung wird das Reisig auf die Rückegasse befördert. Es wird befürchtet, dass dadurch dem stehenden Bestand wichtige Nährstoffe entzogen werden. Es könnte zur Verarmung der Böden kommen. Darüber hinaus würde durch die Befahrung der Gasaustausch und das Bodenleben beeinträchtigt. Bäume, die direkt an den Gassen stehen, trügen schwere Wurzelschäden davon und wüchsen oftmals asymmetrisch. Da die Maschinen Hänge in der Falllinie befahren, wird die Bodenerosion gefördert. Auch wird bei der Betrachtung der Ökobilanz den Kraftstoffverbrauch von rund 20 Litern pro Stunde bemängelt. [5]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Holzvollernter

 

Aber wahrscheinlich haben die Stollen meiner Trailschuhe unsäglichen Schaden angerichtet.


Nachtrag vom 13.03.2015, weil ich gerade kurz hintereinander gleich über zwei Tweets zu dem Thema stolperte:

 

 

Winterlaufserie Hamm 2015 #1

Sonntag war der erste Lauf der Hammer Winterlaufserie 2015.

Im 2-wöchigen Abstand werden hier 10 km, 15 km und ein Halbmarathon gelaufen. Die Strecke ist flach – und wenn eisfrei – bestzeitentauglich. Ich starte nun zum dritten Mal bei dieser Serie – und es ist eine Hassliebe. Ich mag die Strecke nicht. Oft kalt und windig am Kanal entlang, dazu eine Wendepunktstrecke.

Allerdings ist diese Serie ein prima Indikator für den eigenen Leistungsstand am Beginn des Jahres und bietet, wie bei mir, im Wiederholungsfall eine schöne Vergleichbarkeit.

Und in dieser eventarmen Zeit freut man sich natürlich auch immer bekannte Gesichter wieder zu treffen. Dazu ist das Kuchenbuffet einsame Spitze.

Nach der OP im Oktober bin ich mittlerweile ja froh wieder etwas längere Strecken laufen zu können, Tempotraining oder schnelle Läufe gab es bislang garnicht. Der letzte Wettkampf war der Sauerlandtrail im letzten Juni.

Somit war der 10er in Hamm ein Gradmesser für den Stand meiner Wiederherstellung. Nach einem etwas zügigeren Lauf in der vorangegangenen Woche war mein Tipp irgendwas um die 50 Minuten.

Nach den Schneefällen in der letzten Woche war die Strecke nicht geräumt und an vielen Stellen vereist. Die Wahl des Brooks PureGrit war aber wohl richtig. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass der Schuh an diesem Tag der limitierende Faktor war. Während viele „Normalschuh-Läufer“ über das Gerutsche klagten, hätte der Schuh sicher schneller gekonnt, nur ich halt nicht.

Wie das bei so einem 10er ist, gibt man einfach Vollgas und hofft irgendwie bis zum Ende durchzukommen (zumindest meine Taktik). Nach drei Kilometern mit ~4:30 begann ich mich auch spontan zu fragen, wann das Ding denn endlich zu Ende ist. Nachdem Vierten fiel mir auf, dass ich mich ja eigentlich bei ~5:00 min./km entspannen könnte, den Zeitpuffer um unter 50 Minuten zu bleiben hatte ich  ja schließlich schon eingefahren. Aber das geht natürlich nicht. Es gibt immer den einen oder anderen, den man einsacken oder von dem man sich nicht überholen lassen will. (Allerdings gibt s gerade auf den letzten 2-3 Km Leute, die sprinten als wenn sie gerade losgelaufen sind und bei denen ich mich frage, was sie auf der vorangegangenen Strecke gemacht haben.)

Es gelang mir auf jeden Fall die Pace gut unter 5:00 Minuten zu halten (ausserdem hatte ich ca. 30m hinter mir meinen Schwager im Nacken, der nur darauf lauerte, dass ich zusammenbrach) und ich sprintete nach ungefähr 47 1/2 Minuten durchs Ziel.

Trotz Eis und Schnee 2,5 Minuten unter der eigenen Vorstellung geblieben – das lässt hoffen in diesem Frühjahr zumindest wieder den Stand von vor einem Jahr zu erreichen. Von den 7 angefutterten Kilos sind 2,5 auch schon wieder weg.

Als nächstes kommt in zwei Wochen die 15 km Variante. Das Ziel hier heisst die Leistung von 2014 wiederholen – zwar nicht die Zeit, aber letztes Jahr gelang es mir auf den 15 km den gleichen Schnitt zu laufen wie auf den 10 km – und das würde ich gerne auch in diesem Jahr wiederholen. Der Gedanke tut jetzt schon weh… ;)

cya

Thomas

 

Bergische 50/100

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Laufevents gibt es viele,große Wanderevents waren mir bislang eher unbekannt. In Bergisch Gladbach startet im August ein solches. Dabei werden zwei Distanzen angeboten. 50 Kilometer, die es in 12 Stunden zu bewältigen gilt und eine große Variante mit 100 Kilometern, für die man einen ganzen Tag, sprich 24 Stunden Zeit hat. Es gibt noch kleinere Varianten als Firmenwanderung und Staffel.

Die Strecke führt von Gladbach nach Norden bis zur großen Dhünntalsperre und über Odenthal wieder zurück.

Die 100er starten am Abend um 21.00 Uhr und die „Halben“ am folgenden Morgen um 08.00 Uhr.

Unterwegs soll es eine Reihe an kleineren Überraschungen, wie Mitternachtsfeuer, Dorffest und diverses abenteuerliches geben.

Der Veranstalter ist der gleiche, wie der vom Bonner Postmarathon und so gibt es auch das, leicht abgewandelte, große Versorgungspaket dass man auch von Marathonveranstaltungen kennt. Fotoservice, Medaillen, Massage uvm.

Alle 5 Km eine Verpflegungsstation und dazu ein- bzw. zweimal ein warmes Essen sorgen dafür, dass man sich mit ganz leichtem Gepäck auf den Weg machen kann.

Die Startgebühren liegen für den 100er zwischen 58,00 Euro und 70,00 Euro und für den kurzen Weg zwischen 42,00 Euro und 55,00 Euro.

Das mag einem Wanderer auf den ersten Blick etwas viel erscheinen, liegt aber damit voll in dem Bereich, den man auch für einen Marathon berappt und geht aufgrund der Rundum-Versorgung meines erachtens auch in Ordnung.

Lediglich die im Preis beinhalteten Gimmicks in Form von Regenponcho und Stirnlampe finde ich so naja. Vielleicht irre ich mich, aber imho hat jeder der sich auf eine 12 oder 24-stündige Wanderung wagt entsprechend ein wenig Erfahrung und wahrscheinlich bereits besseres Equipment, als man für das Startgeld erwarten darf.

Wann: 22./23. August 2015

Wo: Marktplatz, Bergisch Gladbach

Alle Infos: http://www.bergische100.de/

 

 

Die Laufuhr…

Gute 2 1/2 Jahre leistete mir eine einfache Garmin Forerunner 110 gute Dienste, auch wenn seit einem halben Jahr ein Einschaltknopf fehlt. Die Uhr lieferte stets zuverlässig die essentiellen Daten. Sie loggte die Strecke via GPS, dazu Pace und Zeit und bei Bedarf den Puls. Nur die Akkulaufzeit lässt so langsam nach. Das waren mal gut sieben Stunden und jetzt vielleicht noch fünf.

Ein paar Wochen beschäftige ich mich schon mit einer Neuanschaffung. Teils aus Muße während meiner Zwangspause, teils als Belohnung zum Wiedereinstieg. Ich habe also das WWW rauf und runter gelesen, mit etlichen Test- und Erfahrungsberichten. Nicht wenige gaben aber auch nicht viel mehr her, als die Texte der Herstellerseiten. Eine erwähnenswerte Ausnahme bildete hier der Schweinehund-Blog von Torsten Firlus.

Nach und nach steigerte ich mich, wie gewöhnlich, in einen Nerdrausch. Dieses Feature ist ja auch geil und das wäre auch ein „Nice to have“ und wenn ich schon so viel Geld ausgebe, warum dann nicht noch 50 mehr und das bessere Modell?

In der engeren Auswahl waren am Ende die Garmin Triathlon-Uhren, die Ambit2 S von Suunto und die neue TomTom. Die jeweiligen Spitzenmodelle, wie die Ambit3, waren mir jeweils mit Preisen zwischen 400 und 500 Euro schlicht zu teuer. Zwei Eckdaten sollte die neue Uhr definitiv aufweisen: eine Laufzeit von >10 Stunden und Multisportfähigkeit. Radfahrten konnte ich zwar auch mit der 110 tracken, aber nervig. Umständliche Umstellung von Pace auf km/h und übertragen wurde alles auch erstmal als Lauf und musste von Hand editiert werden. Ausserdem habe ich in den letzten Wochen nach der OP immer mehr Spass am Schwimmen gefunden und würde die Uhr auch hier gerne nutzen.

Die TomTom ist imho eine der schicksten Uhren und bewegt sich in einer Range von 130 – 300 Euro. Richtig schick wird diese Uhr aber erst wenn man sie auch mit dem Handgelenkspulsmesser erwirbt. Was sich mir allerdings nicht erschliesst ist warum man einen Unterschied zwischen Runner und Multisport-Ausgabe macht. Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist bei der reinen Laufuhr schlicht eine abgespeckte Softwarevariante aufgespielt.

Suunto handhabt das genauso. Den Sportversionen mit den Anhängseln „S“ (Multisport) und „R“ (Run) fehlen allerdings der Barometer und damit einige Outdoor-Features des großen Bruders. Wer aber hier im Augenblick wachsam im Netz stöbert, kann hier und da ein Schnäppchen machen, denn die Ambit2 ist ein Auslaufmodell und die große Variante habe ich schon günstiger als die Sportversionen gesehen. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten, da viele Händler die Modellbezeichnungen unterschiedlich und verwirrend handhaben.

Bei Garmin gibt es ebenfalls die Möglichkeit zu Schnäppchen. Kurz vor Weihnachten ist mit der 920XT ein neues Topmodell erschienen, was bei den alten Modellen einen entsprechenden Preisrutsch auslöste. Aufgrund der Vielfältigkeit, wäre hier die fenix 2 mein Wunschkandidat gewesen. Multisporteigenschaften, Baromenter, Kartendarstellung – damit wäre sie auch zum Wandern ein echter Traum.

Und so schwankte ich dann Wochen zwischen „brauche ich nicht, die Alte tut’s noch“ und „wenn, dann richtig und eine eierlegende Wollmilchsau wie die Fenix oder die große Ambit“.

Geworden ist es dann die 310XT – eine Vernunftentscheidung. Das was mir wichtig war ist satt vorhanden. 20 Stunden Laufzeit und wasserfest mit mehreren Sportmodi. Die Uhr ist dick und alles andere als eine Schönheit und kann nicht wie die Ambit oder die Fenix zum posen im Alltag getragen werden. Aber Armbanduhren sind mir seit Jahren eh nur noch lästig. Aber ein solider und bewährter Trainingscomputer, den man derzeit samt dem guten Textil-Brustgurt schon für 170 Euro statt ehemals 299 Euro bekommt – ohne den Gurt sogar schon für unter 140 Euro.

Also kein „hey, sieh mal was ich cooles habe…“, sondern ein verlässliches, erprobtes Werkzeug mit einem Preis-Leistungsverhältnis das man so häufig nicht bekommt.

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Ruhrklippenlauf – es geht aufwärts

Schon mehrere Male wurde ich eingeladen zum Ruhrklippenlauf des LT Bittermark zu kommen, zuletzt als ich vier Bittermärkern beim Rennsteig Gesellschaft leisten durfte. Doch bisher hat es nie geklappt, dabei findet der Lauf monatlich statt. Immer am dritten Samstag im Monat, und das quasi vor meiner Haustür. Immer kam irgendwas dazwischen, so Samstag Vormittage sind aber auch schweres Terrain, Samstagsdienste, Einkäufe, etc…

Diesmal hat es geklappt. Ein Freundschaftslauf über 25 km mit ein paar ordentlichen Höhenmetern – klar wenn man von der Hohensyburg hinab an den See läuft, muss man auch wieder rauf. Start und Ziel war der Waldparkplatz „Am Ellberg“ oben an der Wittbräucke. Gelaufen wurde in vier Gruppen mit Paces von 07:00, 06:30, 06:00 und 05:30. Im Ziel erwartete uns ein buntes Zelt in dem an Verpflegung aufgebaut war, was das Herz begehrt. Von Kuchen bis Currywurst und von Kaffee über Wasser bis Bier mit und ohne Blei. Für den Lauf und die Verpflegung fordern die Bittermärker keinen Obulus, aber um eine Spende für die dringende OP eines kleinen Mädchens wurde gebeten. Selbst für diese Spende erhielt man im Gegenzug Lose für eine Tombola, bei der es als Hauptpreise Laufschuhe zu gewinnen gab.

Hut ab & /bow.

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Der Ruhrklippenlauf liess mich gestern das fühlen, was die runalyze-Formkurve auch zeigt -> es geht aufwärts! Gestartet bin ich mit der 6-Minuten-Gruppe, mit der Option mich ja eine Gruppe zurückfallen lassen zu können, aber bei Kilometer 22 fühlte ich mich so entspannt und gut, dass ich kurz sogar überlegte ob der Rückzug vom Marathon auf den Halben nächste Woche beim Eulenkopflauf nicht doch ein Fehler war. Aber nur kurz. Lieber halbwegs solide aufbauen.

Aber es geht deutlich aufwärts:

Formkurve 2014

 

/dabei!

Ferropolis incoming!

Nachdem es mit ja in diesem Jahr kurz vor der Premiere des Strongmanrun Ferropolis den rechten Innenmeniskus zerfetzt hat, versuche ich es 2015 noch einmal.
Diesmal startet das Teil abends um 22:00 Uhr, quasi ein Obstacle im Dunkeln, geiler Scheiss…