Phönix Halbmarathon 2015

Machen wir es kurz.
Sportlich war dieser Lauf (für mich) ein Satz mit X.
Bei bestem Wetter wurden wir pünktlich auf die Strecke geschickt und der Beginn lief ganz gut. Der erste Kilometer, vom Schwung des Starts gezogen lief typischerweise bei 4:10 bis 4:20 etwas zu zügig. Fredo, mit dem ich beim Start zusammen stand gab erwartungsgemäß Gas und war weg und ab Km 2 pendelte ich mich so um die 4:30 ein. Das ist die pace, von der ich wusste, dass ich sie laufen kann und ein paar Körner wollte ich mir für die letzten 5 Kilometer aufsparen, um damit dann meine alte PB von 1:39 zu knacken. So weit die Planung.
Zu Beginn ging es eine Runde um den Phönixsee und dann über eine lange Stahlbrücke hinaus in Richtung Westfalenpark. Diese Brücke war sehr unangenehm, sie geriet aufgrund der Vielzahl der läufer in Schwingungen und der Boden war dadurch nie an der Stelle an der er erwartet wurde. Entweder man trat in ein Loch, weil sie gerade ein paar Zentimeter tiefer war oder der Fuß traf früher als erwartet auf den Belag – manchmal hatte ich das Gefühl sie sprang einem geradezu unter den Fuss.
Die Strecke verlief weiter recht abwechslungsreich erst durch ein Waldstück, um dann in den Wesfalenpark überzugehen. Entsprechend gab es alle Arten an Untergründen von Waldboden über (überwiegend) Asphalt und unasphaltierte Spazierwege. Dazu verlief sie nicht topfeben, sondern hatte immer wieder leichte Steigungen und auch ein paar schöne lange Gefällestrecken, an denen man rollen lassen konnte. Bis Km 12 lief alles ganz ordentlich und normalerweise werde ich ab 10 Kilometern langsam warm, mir wird wohl und finde in meinen Flow. Das passierte diesmal leider nicht – im Gegenteil, ich fing an und fühlte mich unwohl, so dass ich das Tempo etwas rausnahm. Nur besser wurde es dann nicht. Zu dem gefühlten Unwohlsein gesellte sich ein bis dato unbekanntes kribbeln in den Händen. Das war mir dann irgendwie nicht geheuer. Es war zwar mittlerweile recht warm, aber mit knapp über 20° nichts was ernsthaft beeinträchtigen dürfte.

Der Umstand, dass in der letzten Woche die halbe Familie  krank darnieder lag und die Erkältung auch mich ein paar Tage gestreift hatte, dazu ein absolvierter Frühdienst von morgens von 04:00 Uhr bis 09:00 Uhr legen einfach den Verdacht nahe, dass ich schlicht nicht fit war.

Unwohl, unbekannte Symptome und auch der fehlende Biss um mich wirklich anzutreiben – ich entschloss mich einen Haken dran zu machen, das Tempo ganz raus zu nehmen und den Rest safe und locker zu Ende zu traben.

Das war auch nicht einfach, die Leute im Dutzend an sich vorbei laufen zu lassen, während irgendein kleines Ego im inneren rumbrüllt und kreischt „Hey ihr da! Ich kann das eigentlich auch viel besser!!!“

Der Rückweg führte über Phönix West und als Andreas mir dort das typische „Du siehst gut aus!“ zurief musste ich doch lachen. Die Abschlussrunde um den Phönixsee zog sich aufgrund meines Befindens noch elend lang – aber nach 1:45 war das Dingen dann endlich rum.

Wenn es lauftechnisch für mich auch ziemlich doof war, war es ansonsten doch ein tolles Ding. Das Wetter war Bombe, die Strecke abwechslungsreich und die Orga gut. Dazu war es eine reine Freude einen ganzen Haufen toller Menschen zu treffen. Teils leider nur abgeklatscht, wie mit Thomas von den Bittermärkern und Michael vom TV Lössel. Oder Locals getroffen: ein paar Worte gewechselt mit Jürgen Koers  und endlich  den Hohenlimburger Jens aka @jluens live kennen gelernt.

Last but not least war es mal wieder ein großes Crew-Treffen mit Anne, Andreas, Jens, Frederic, Michael und Matthias! Für die Crew war es insgesamt auch ein großer Erfolg. Anne und Andreas liefen in der Staffelmannschaft für „Christian Borggräfe Personaltraining“ auf Platz 2 der Mixed Staffeln. Jens Hussmann war sauschnell unterwegs mit 1:23:57 und damit auf Platz 3 in der AK30 und 1 Minute schneller als im Vorjahr. Frederic Biermann verbesserte mit 1:29:04 seine persönliche Bestzeit gleich um 7 Minuten.

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Knochen kaputt.

Der Herbst soll wohl nicht meine Zeit sein, vielleicht sollte ich einfach für die zweite Jahreshälfte keine Wettkämpfe mehr planen.

Ich hatte ja von meinem Mißgeschick am Ende der 3. Greifschen Trainingswoche berichtet und weil ich mir nicht sicher war, ob ein vielleicht ausgerenkter Zeh nicht besser schnell wieder eingerenkt wird, bin ich am Montag morgen doch noch fix beim Orthopäden vorbei.

Das Röntgenbild zeigte leider, dass mein Problemchen nicht am Ende der entspannten Woche behoben sein wird – vielmehr zeigte es einen deutlichen Bruch des kleinen Zehs. Und weil dieser diagonal verläuft und der nun zweigeteilte Knochen an der Bruchstelle etwas verdreht ist, war der Arzt sich nicht sicher, ob ein Tapeverband ausreichen würde oder ob die Knochen zur Heilung mit einem Draht verbunden werden müssen.

zeh rechts

Zwecks Klärung erhielt ich eine Einweisung ins Krankenhaus. Unser Gesundheitssystem schlägt ja manchmal hübsche Kapriolen, hier kommt mal wieder eine: ich rief also noch am gleichen Vormittag bei dem vom Orthopäden empfohlenen Hospital an um mir einen Untersuchungstermin geben zu lassen. Wie gesagt, es ging darum erstmal abzuklären, ob der Knochen gerichtet und mittels Drahteinschuss fixiert werden sollte. Der nette Herr bot mir als Termin den 31.08.2015 an – also in genau zwei Wochen. Ich wies ihn nochmal freundlich darauf hin, dass es sich hierbei um einen Bruch handele und fragte, ob das dann nicht vielleicht ein wenig spät für eine Behandlung wäre. Das bejahte er auch und konsultierte nochmal seinen Kalender, um mir dann den 26.08. vorzuschlagen – immerhin 5 Tage früher.

Ich legte auf und rief im Ev. Krankenhaus in Hagen-Haspe an, dort wo man mir im letzten Jahr schon so vortrefflich das Knie saniert hatte.

„Kommen Sie einfach vorbei, Sie müssen aber etwas Zeit und Geduld mitbringen…“ – ok, das war mir vorher klar, aber mindestens so sollte das ablaufen.

Und so sass ich gegen Mittag in der Ambulanz und brauchte auch lediglich knappe zwei Stunden warten, bis ein Chirurg sich meinen Zeh und die zugehörigen Röntgenbilder fix besah.

Ergebnis:

Man kann den Zeh gerade ziehen und dann von oben zwei Drähte reinschiessen, dann wächst er gerade wieder zusammen. Das ganze passiert unter Narkose und sechs Wochen später werden die beiden Drähte wieder heraus gezogen.

Oder man taped ihn und legt eine  Zügelverband an. Der Zeh wird dann etwas schief zusammenwachsen. Da der Zeh aber nicht mehr im 45°-Winkel absteht ist keinerlei technische Beeinträchtigung beim tragen von Schuhen oder beim Laufen zu erwarten. Ich hätte halt nur optisch einen krummen Zeh. Dauer dieser Variante ebenfalls 6 Wochen.

Ihr könnt euch denken, wozu ich mich entschieden habe, gelle?

Was stört mich ein krummer, kleiner Zeh, der sonst keinen Ärger mehr macht.

Dafür keine zwei operativen Eingriffe und die Chance, wenn schon nicht zu laufen, dann aber vor Ablauf der 6 Wochen zumindest schon wieder zu schwimmen und aufs Rad zu steigen.

Eine zweite Kuriosität gab es noch: während die sehr nette Schwester, die im Krankenhaus den Zügelverband anlegte fragte, ob ich daheim Tape hätte, um mir nach dem duschen selbst einen neuen anzulegen, schlug der Orthopäde gestern die Hände über dem Kopf zusammen und meinte, den Verband dürfte ich auf keinen Fall selber abnehmen und der müsste mindestens 10 Tage unberührt und zum duschen in eine Plastiktüte…

However, ich übe mich mal in Fatalismus. Ich denke einfach nicht darüber nach, dass der Greif Plan die ersten drei Wochen wirklich gut funktionierte und sich Fortschritte zeigten, die mich zuversichtlich auf eine Zeit kleiner 3:30 hoffen liessen. Nun fällt der Marathon am 20.09. ins Wasser und bei „Rund-um-Ennepetal“ bin ich in diesem Jahr auch nicht dabei.

Es ist schlicht nicht zu ändern. Positiv ist immerhin, dass es keine Verunsicherung a´la „was wird danach“, wie im letzten Jahr mit dem Knie gibt.

Ohne Rund um Ennepetal, den Lidoma und mit 6 Wochen Laufpause werde ich wohl auch in diesem Jahr nicht die 63 km beim Röntgenlauf laufen.

Vielleicht gönne ich mir stattdessen einfach einen relaxten kürzeren Lauf ohne große Ambitionen, zum Beispiel den Rothaarsteig oder etwas ähnliches.

Das ärgerlichste in dieser Woche ist, dass ich so nicht einmal spazieren gehen kann – ich sitze einfach viel zu viel rum und könnte vor Bewegungsdrang explodieren.

Naja, aber vielleicht ist der Schmerz in der nächsten Woche schon weg und ich kann mich zumindest mit dem Rad etwas bewegen. Wir werden sehen…

Greif, Woche 3

Nachdem ich in der letzten Woche den langen Lauf von Samstag auf Sonntag geschoben habe, zog sich diese Verschiebung in diese Woche.

Zum einen wollte ich am Tag nach dem Langen nicht den montäglichen Tempolauf stehen lassen, sondern den ruhigen Tag dazwischen einhalten –  zum anderen wollte ich mit meinen Töchtern die letzten 2 Ferientage und das gute Wetter nochmal zum zelten nutzen.

Und so wurden am Montag nur 7 km zur Regeneration um den Haddorfer See im Münsterland gelaufen. Mehr waren auch nicht drin, da das linke Knie zusammen mit dem PureCadence Probleme machte.

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Am Dienstag folgte dann der Tempolauf über 15 km + ein- und auslaufen. Der Plan sah ein Tempo von 4:55 vor, 4:54 waren es – also alles trotz Wärme im Plan.

Die sonst Dienstag und Donnerstag üblichen lockeren Läufe mit dem Lauftreff entfielen, da Tempo und Intervalle von Mo + Mi auf Di + Do geschoben wurden. Als Ersatz gab es am Mittwoch eine längere, aber entspannte Radtour vom Hagener Lennetal bis zum Essener Baldeneysee mit 126 km.

Donnerstag gab es die Einschulung unseres Neffen mit viel Kuchen und Grillerei. Der Versuch am gleichen Abend noch Intervalle zu laufen hatte was von Laufen in der Sauna mit einer Bowling-Kugel im Bauch. Ich unternahm zwei Anläufe und brach dann ab. Wird verbucht als lockerer Abendlauf bei 32° über 7 km.

Diese 4x 2000m habe ich dann am Freitag morgen nachgeholt – und diesmal tatsächlich alle im Plan von 4:26-4:31.

Zur Belohnung durfte ich mir anschließend noch mein neues Waldspielzeug für das Alternativtraining abholen :D

wpid-wp-1439755120248.jpegSamstag früh gab es dann wieder nach Plan den Langen Lauf, auch wenn der Ruhetag nach den Intervallen fehlte. Ärgerlicherweise bin ich erst gegen halb acht los gelaufen, statt wie geplant um sechs – und damit war die vorgesehene Endbeschleunigung der Kilometer 30 bis 35 echt hartes Brot in einer schon sehr heißen Vormittagssonne.

Am heutigen Sonntag sollten noch 20 km Regeneration folgen. Auf diese entspannte Runde freute ich mich schon sehr. Aber ein Missgeschick am Samstagabend machte mir einen fetten Strich durch die Planung.

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Da machste draußen teilweise die wildesten Sachen und es passiert nix und dann springt dir so eine Couch in den Weg.

Der kleine Zeh, der ja auch gerne mal bricht, hat nichts abbekommen, aber an der Wurzel und im Bereich des äußeren Mittelfusses zeigt sich doch eine unschöne Verfärbung und Schwellung, die auch verhindert, dass ich mit dem Fußballen auftreten kann. Der kleine Zeh stand auch ungesund ab und derzeit frage ich mich, ob ich ihn vielleicht ausgerenkt habe oder nur böse gezerrt. Die lezten 24 h auf Eis und mit Voltaren zeigen aber schon Wirkung. Abwarten…

Natürlich mache ich mir jetzt um den Plan Gedanken, aber die kommende Woche 4 ist eh die Entspannungswoche. Den Tempolauf morgen werde ich nicht absolvieren können – vielleicht auch gar keinen Lauf in der kommenden Woche, aber ich sehe auch noch keinen Grund den Plan in die Tonne zu klopfen.

Runalyze Trainingstagebuch: http://runalyze.lennetaler.de/shared/TDecius/

Soll/Ist Greif-Plan: https://wp.lennetaler.de/marathon-plan-herbst-2015/

 

Pure Cadence, der I.

Im letzten Jahr war der Pure Cadence von Brooks einer meiner Lieblingsschuhe. Der Sommer war geprägt von Earlybirds, 3x in der Woche war ich morgens um 5 auf der Piste. Und dafür war das mein Schuh, kurze schnelle Läufe vor der Arbeit. Shorts, Shirt, Schuhe. Ich liebe es, wenn man mit diesen drei Dingen auskommt. Und dafür war der Cadence prädestiniert – mein erster Schuh, den ich am liebsten Barfuß gelaufen bin. Zwar handelt es sich hierbei um die gestützte Variante der Pure Modelle, das habe ich aber nie bemerkt.
Aber das ist jetzt vorbei, nach 600km wandert der Cadence rüber in die Riege der Freizeitsneaker. Obwohl die Sohle noch gut und das Obermaterial tadellos ist, hat sich irgendwas verändert. Vielleicht ist die Sohle nach 600 km tatsächlich platt oder an meiner Laufergonomie hat sich wieder was verändert. Sobald ich nur ein paar Kilometer in dem Schuh laufe, bekomme ich im linken Knie Beschwerden, ich stehe imho in dem Schuh irgendwie falsch.

Gerne gelaufen bin ich ihn auf jeden Fall. Ein leichter, flacher Schuh der aufgrund einer abgerundeten Ferse, 4mm Sprengung und einem Sockenfeeling ein echter Barfuß-Schuh der anderen Art war – kein Schuh mit dem man wie barfuß lief, sondern der sich zum laufen ohne Socken empfahl.

Einen neuen Cadence wird es trotzdem nicht geben – für ihn ist seit diesem Sommer bereits eine aktuelle Version des Pure Flow im Einsatz.

Pure Cadence nach 600 km
Pure Cadence nach 600 km

Schnelltest: Mpow Cheetah & Swift

Das Ergebnis mal vorneweg: Finger weg, verbranntes Geld.

Wer noch etwas mehr erfahren mag, der lese gerne weiter… ;)

Man ziert sich ja manchmal gerne, viel Geld für diverses Laufzubehör auszugeben. In diesem Fall verhielt es sich bei mir mal wieder so. Fast immer laufe ich ohne Kopfhörer und Beschallung. Oft bin ich nicht alleine (kommen Dir zwei Läufer entgegen und beide haben Stöpsel in den Ohren, muss man nicht verstehen, oder?) und ansonsten mag ich es meine Umwelt mit allen Sinnen aufzunehmen. Nur manchmal, wenn ich einen Langen alleine absolviere und die Strecke eintönig werden könnte oder zum pushen bei Intervall- und Tempoläufen, finde ich Unterstützung durch etwas Metal oder einem Hörbuch zur Ablenkung angenehm. Und da ist so ein Bluetooth-Kopfhörer doch eine nützliche Sache. Weil ich dieses Gerät aber nicht allzu oft nutze, zierte ich mich mal wieder verhältnismässig viel Geld zu investieren. Und stiess auf die Geräte von Mpow, diese versprachen für runde 25 € das gleiche zu leisten, was andere erst ab ca. 100 € leisten. Aber auch hier bewahrheitete sich mal wieder der alte Grundsatz: wer billig kauft, kauft zweimal…

Ich bin, was das Klangbild angeht, nicht der Anspruchvollste. Mir ist es unterwegs relativ egal, ob die Bässe satter oder die Höhen brillant sind. Es fliessen eh die Umgebungsgeräusche hinzu. Kopfhörer, die mich soweit abkapseln, dass ich ein rufen, bellen, eine Fahrradklingel oder ein Auto nicht mehr höre sind für mich ein Nogo. Ich gehöre eher zu denen, die vor Schreck in die Hecke springen, wenn von hinten ein Bike vorbei rollt, dass ich vorher nicht gehört habe.

 

Mein erster Kauf waren die Mpow Swift.
wpid-wp-1438671485290.jpegDas Kabel ist angenehm weich, vielleicht etwas lang, Klang siehe oben. Einzig, diese Dinger wollen nicht in meinen Ohren stecken bleiben, mit keinem der beigelegten Gummistöpsel – und nix ist nerviger, als Stöpsel, die sich beim laufen losrappeln und aus dem Ohr fallen. Alle 20m nachdrücken und dabei noch aus Versehen irgendeine Taste drücken. Obernervig. Dann gibt es da noch diese zwei Gummi-Ösen, O-Ringe oder wie auch immer. Auch die liegen in unterschiedlichen Grössen bei. Lange habe ich gerätselt, was es damit auf sich hat, bis ich irgendwo gefunden habe, dass diese Dinger in der Ohrmuschel verkantet werden und dann für einen festen Sitz sorgen sollen. Diese Gummis sind aber von der Beschaffenheit genauso weich, wie normale Gummibänder – die halten mal nix.

Fazit: Koppeln mit Asus Padfone, Galaxy 4 und HTC Sensation gelang problemlos. Klang war ok – aber sie bleiben bei Bewegung ums verrecken nicht in meinen Ohren. Für den Zug, auf der Couch oder im Bett ok – fürs Laufen disqualifiziert. Sollte sie jemand in seinem Ohr dauerhaft befestigt bekommen, sind sie vielleicht sogar ok – allerdings habe ich daran starke Zweifel.

Nachtrag: eine Variante gibt es, bei denen sie halten – und zwar, wenn ich ein Bufftuch als Stirnband oder Mütze drüber ziehe.

 

Der zweite Kauf: die Mpow Cheetah

Das ist das Modell mit Ohrbügel. Dachte mir, da kann ja nicht viel schiefgehen. Kopfhörer mit Ohrbügel waren bei den kabelgebundenen Varianten bisher immer meine erste Wahl – die fallen zumindest nicht raus.

wpid-p_20150428_150008.jpgWer gerne „Finde den Fehler“-Rätsel löst, vergleiche jetzt das Bild mit dem Produktfoto bei Amazon. Gefunden?

Tipp: das Kabel ist steif.

Auflösung: Auf dem Produktfoto ist dieses Nackenband nach rechts geschwungen, so dass es sich auch fein um den Nacken legen würde. Dieses Bändsle könnte man vorne um den Hals legen – wenn er entsprechend zart ist. Oder die Bügel vor das Ohr, statt hinter dem Ohr. Wie gesagt, das Band ist steif, allerdings kann man es schon in den Nacken zwingen. Dies führt allerdings dazu, dass die Ohrhörer nach vorne kippen – sieht alles ziemlich dämlich aus und ist auch nicht komfortabel.

Zuerst glaubte ich an einen Produktionsfehler, nahm Kontakt auf und schilderte mein Problem. Sehr nett versprach man mir umgehend ein neues Exemplar zuzusenden. Da der Versand aber direkt aus China kommt dauerte das gute 2-3 Wochen. Nur um dann festzustellen, dass das zweite Exemplar ebenso gebaut ist. Wenn man über die ersten (gekauften) Rezensionen bei Amazon hinaus liest, stellt man auch schnell fest, dass es sich um keinen doofen Zufall handelt.

Was den Betrieb angeht funktionierte die Kopplung auch hier einwandfrei und der Klang war für meine unverwöhnten Ohren ok. Allerdings funktionierte die Übertragung nur mit meinem Asus Padfone vernünftig. Mein für den Outdoorbereich bevorzugtes HTC Sensation hat quasi alle 2-3 Sekunden Unterbrechungen in der Übertragung. Ich trage die Telefone immer in einer Gürteltasche auf dem Rücken, so dass die Übertragung eigentlich kein Problem darstellen dürfte. Vielleicht liegt es hier aber auch am HTC.

Der abgebildete Kopfhörer hat übrigens letzten Montag während der Intervalle den Geist aufgegeben. Ich habe mir zwischendurch Wasser aus der Trinkflasche ins Gesicht und auf den Kopf gespritzt – das war wohl schon zu viel…

Fazit: billige Ausrüstung, die keinen Spass und über die man sich permanent ärgert ist keine 5 Pfennige wert.  Kauft was vernünftiges, was euch auch bei jeder Nutzung Freude bereitet.

This is crap and burns only your money.

 

Kurznotiz zum Herbst 2015

Der Blog hat gerade einen Stau, die Berichte vom BiMa und vom Rennsteig hängen noch in der Pipeline und werden hoffentlich keine Rohrkrepierer.

Meine Herbstplanung ist immer noch ziemlich offen, was ich aber ganz entspannt betrachte.

Lediglich beim LiDoMa VII am 20. September habe ich mich angemeldet – und auch wenn es keiner dieser großen Läufe ist, habe ich mir vorgenommen dort vorbereitet eine gute Zeit zu laufen, einfach nur um mal zu schauen, ob und wie gut mir eine Verbesserung über die 42 km gelingt, nachdem ich in diesem Jahr bislang primär längere Distanzen gelaufen bin.

Was ansonsten im herbst folgt, weiss ich noch nicht. Der P-Weg passt nun nicht mehr. Ich könnte den im letzten Jahr ausgefallenen 63er des Röntgenlaufes noch nachholen, Drachenlauf, Siebengebirgsmarathon, Rothaarsteig oder einer der anderen Sauerländer Marathonläufe sind der Möglichkeiten viele…

Bezüglich des Lidoma ist mir dann auch just aufgefallen, dass es für ein Training nach Plan auch schon heftig Zeit wird, wähnte ich das doch noch in weiter Ferne.

Zum Plan habe ich mir diesmal vorgenommen einen 10-Wochen-Plan von Herbert Steffny zu versuchen, den ich etwas personalisiere und an meine persönliche Situation anpasse. So wird der Plan zum Beispiel über 11 Wochen gehen um den während des Planes stattfindenden Jahresurlaub etwas zu kompensieren. Ausserdem wird er auch noch berücksichtigen, dass ich noch einiges an Gewicht verlieren will, die mir wichtigen Krafteinheiten und meine Basketballzockerei am Dienstagabend.

Dem Plan wird hier im Blog auch wieder eine eigene Seite gewidmet. Plan und Ist werden dort gegenüber gestellt und auch Plankorrekturen wird es im Verlauf sicherlich geben, wenn ich merke, dass da etwas an der Realität vorbei läuft.

Review: Lauffest am Seilersee

Ich kann gar nicht anders, als diesen Titel ein zweites Mal zu verwenden. Das Team um Bernd Nuß und Stefan Weigelt sollte sich ernsthaft überlegen die Vokabel Fest in den Titel aufzunehmen. Der Ausdruck trifft es bestens.

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Ich kam zu diesem Lauf eigentlich total unbedarft und spontan, als Lauffreund Jens Tekhaus während des Lauftreffs erzählte, er wolle dort 24 Stunden und 100 Meilen laufen. Daraus entstand die Idee in meinem wirren Kopf, dass ich ja in der 12h-Variante von 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr starten könnte, um zum einen Jens in der Nacht etwas Beistand zu leisten und zum anderen selbst mal zu testen, wie lange und wieviele Kilometer ich selbst durchhalte. So begab es sich, dass ich mir zwischen den Bilstein Ultra Mitte April und dem Rennsteig Anfang Mai gedankenlos noch diese 12h gönnte.

Die Veranstaltung wird überwiegend als der 24h-Lauf am Seilersee bezeichnet – das mag zwar die Hauptdisziplin sein, wird dem ganzen aber nicht gerecht. Es gibt neben den 24h noch den bereits erwähnten 12er, einen 6h-Lauf am Samstag von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr in Einzel- und Staffelvarianten – uuuunnnddd: einen KIDSRUN, der viel mehr ist als eine Runde für die Kleinen, bevor Mama und/oder Papa laufen.

Aber zu alledem vielleicht einfach mehr im Verlauf meines folgenden Erlebnisberichtes:

Am Samstag mittag fuhr ich mit meinen beiden Töchtern nach Iserlohn um meine Startunterlagen für den Abend abzuholen, den Startern um 12:00 Uhr zuzujubeln und mit meinen Mädels ein paar Runden für den guten Zweck zu drehen.

Wir bejubelten die Starter, trafen ein paar Bekannte und holten meine Startunterlagen ab. Hier erkundigte ich mich auch, wo ich meine Mädels denn noch für den Kidslauf anmelden kann und uns wurde beschieden, dass wir dafür zu spät seien und das alles schon im Vorfeld gelaufen ist. Eieiei, was hatte ich da plötzlich für zwei lange Gesichter bei mir. Wir schauten den Läufern noch 1-2 Runden zu und als um 12:30 Uhr der Start der Kinder nicht unter der Brücke stattfand, dünkte mich schon, dass die Dame bei der Startnummernausgabe und ich uns wohl mißverstanden hatten. Wir begaben uns langsam Richtung Verpflegung und sahen plötzlich auch ganz viele kleine, gelbe Läufer, die parallel zur Strecke der Großen liefen. Und hier hatte dann auch jede der beteiligten Kitas und Schulen einen eigenen Stand und ich hakte spontan noch einmal nach, denn hier wurden gerade noch fleissig Meldelisten geschrieben und Shirts ausgegeben.  „Natürlich können die Mädchen laufen, sie müssen sich nur entscheiden für welche Einrichtung…“ – Bombe! Tag für die Mädels gerettet. Die Dame mit der netten Auskunft gehörte zur Villa Kunterbunt – und welches Mädchen würde nicht für Pippi starten wollen?! Wir bekamen Startnummern und gegen eine kleine Spende gabs auch T-Shirts! Wenn die Girls glücklich sind, bin ich es auch. Und so drehten wir ein paar Runden, zu schade, dass ich diese Bonus-Km nicht auf den späteren Lauf anrechnen lassen konnte… ;) – Nach Meinung der Großen mussten wir das Ganze natürlich viel zu früh abbrechen, aber die familiäre Nachmittagsplanung sah halt noch mehr vor.

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Tatsächlich war hier um die Mittagszeit mit den ganzen Läufern und den vielen Kindern ein riesiger, großartiger Rummel. Viel mehr als ein normaler Kinderlauf!

Für mich folgte eine Unterbrechung bis zum späten Nachmittag. Gegen 17:00 Uhr fand ich mich wieder am See ein, die Kinder und die zugehörigen Stände waren verschwunden und es war wesentlich ruhiger. Zuerst wollte ich meine Wechselsachen einfach im Auto liegen lassen, aber da ich auf dem hinteren Parkplatz recht weit oben stand schwante mir, dass das zu einem späteren Zeitpunkt doch auch ein schwerer und langer Weg werden würde. Im Zielbereich standen dazu sehr viele Zelte und trotzdem war noch genügend Platz für weitere. Daher stellte ich mein vorsichtshalber mitgebrachtes Ein-Mann-zelt auch noch fix dazwischen auf und deponierte meinen halben Kleiderschrank und zwei Paar Schuhe darin.

eine große Kiste mit etwas von allem, bitte...
eine große Kiste mit etwas von allem, bitte…

Und dann war es auch schon so weit. 3 Minuten vor dem Start rauschte Jens durch den Start-/Zielbereich ohne mich wahrzunehmen – aber ich hatte ja genügend Zeit ihn irgendwann einzufangen. Sascha aka @nierslaeufer traf ich dann noch, uns blieb aber nur ganz wenig Zeit für einen kurzen Schnack. Die ersten paar Meter liefen wir noch gemeinsam, bevor ich mich auf machte um Jens einzuholen. Trotzdem immer schön, jemanden den man bislang nur via Twitter kannte live kennen zu lernen. Zu jemandem aufzuschließen, der bereits 6 Laufstunden in den Beinen hat ist garnicht so schwer, dauerte aber bei drei Minuten Vorsprung trotzdem bis zum Ende der ersten Runde.

Die ersten Stunden verliefen naturgemäß relativ leicht. Es ist hell, es sind viele Leute unterwegs, man trifft immer wieder bekannte Gesichter oder wechselt ein paar Worte mit Neuen. Jens Tekhaus und ich haben mittlerweile, mehr oder weniger regelmässig, eine ganze Reihe an langen Sonntagsläufen gemeinsam absolviert, so dass wir als eingespieltes Team durchgehen – und Gesprächsstoff für mehrere Stunden haben wir eigentlich immer.

Hatte ich im Vorfeld immer gesagt, dass mich keine zehn Pferde zu dieser Rundenlauferei kriegen, wurden nun aber die Vorteile deutlich. Bei einer Runde mit ~1,7km heisst das, dass man den Luxus hat, sich auch ohne Laufrucksack jederzeit verpflegen zu können. Dass man jederzeit kurze gegen lange Shirts, Regenjacken usw. tauschen kann. So ein Depotzelt direkt am Wegesrand ist schon lässig. Und nicht zuletzt: sollte ich nach acht Stunden mit wunden Füssen nicht mehr laufen können, war der Weg bis zum Ende nie länger als ein Kilometer. Bei einem langen Landschaftslauf heisst dass mitunter, dass man irgendwo mitten in der Pampas im Wald steht und im ärgsten Fall von dem Veranstalter umständlich eingesammelt werden muss. Für einen Test also ideal.

Ich hatte mir vorgenommen bei jeder zweiten Runde konsequent bei der Verpflegung zu stoppen, zu trinken und je nach Appetit ein Häppchen einzuwerfen. Die Verpflegung war erste Sahne. An Getränken gab es Tee, Iso, Cola, Bier, Fassbrause, Kaffee, Brühe und auch Malzbier meine ich ebenfalls gesehen zu haben. Bei den festen Brennstoffen sah es genauso gut aus: Kuchen, belegte Brote, Salzstangen, Chips, Rosinen und Nüsse, Schokolade, Maultaschen. Die Basics waren immer da und drumherum gab es immer wieder was neues zu probieren.

Mit Einbruch der Dunkelheit wurden zusätzlich zu der normalen Beleuchtung Teile der Strecke noch bunt illuminiert. Im Start-/Zielbereich stand ein großer Monitor, auf dem man im vorbeilaufen gut ablesen konnte, wieviele Runden und Kilometer man bisher gesammelt hatte und auch wo man in der Platzierung steht. Dazu lief in dem Bereich die ganze Zeit Musik.

Nach der Start-/Ziellinie kam die Meile mit den Zelten und Sanitätern, dann eine S-Kurve und der Verpflegungsstand am Stadioneingang. Hier gabs dann am fortgeschrittenen Abend mittels Gitarre und Stimme handgemachte Musik durch Stefan Weigelt und einen Kollegen. Das war schon große Klasse und sorgte für eine einzigartige Stimmung, darauf habe ich mich in jeder Runde gefreut! Stefan, dass hättet ihr gerne die ganze Nacht durch machen können… :)

Dies war dann auch der Bereich, in dem Jens und ich immer wieder auseinander liefen. Ich, die Bummeltante am Verpflegungsstand und Jens, der sich nie lange aufhalten wollte und dann schon weiterlief. Wenn ich in das Stadionrund danach einlief, sah ich ihn meist am anderen Ende gerade wieder raus laufen. Doch dank 6 Stunden frischerer Beine holte ich in der Regel innerhalb der Runde wieder auf.

Gegen Mitternacht gab es noch einen großen Auflauf vor dem TTdR-Zelt, Jens Vieler hatte Geburtstag. Ab 1-2 Uhr wurde es dann aber doch deutlich ruhiger, denn auch viele der 24h-Läufer legten eine Pause ein. Die folgenden zwei Stunden wurden schwer, mit jeder Runde wurden mir die Schrebergärten, die wir passierten sympathischer. Auf jeder Runde dachte ich mir, wie schön man jetzt auch mit Bier und Grill in so einem Garten sitzen könnte. Zu sagen, dass es mir immer schwerer fiel und ich ein Tief hatte wagte ich nicht. Jedesmal wenn ich zur Seite sah, sah ich Jens, der immer 6 Stunden mehr in den Beinen hatte – da hält man dann lieber die Klappe, statt zu jammern…

Der nächste Break kam, ich war gerade mal wieder dabei hinter Jens her zu „jagen“, als ein Laufkollege am entferntesten Ende des Sees, zwischen Schrebergärten und Wald, auf eine Asphaltkante trat und stürzte. Bei dem Stürzenden handelte es sich um einen echten Hünen, entsprechend schwer fiel der Sturz aus, bei dem (wie sich später herausstellte) ein Handgelenk brach. Zu dritt brachten wir den Mann wieder auf die Beine und ich begleitete ihn gehend die halbe Runde in den Zielbereich. Ein Handgelenksbruch ist zwar nicht schön, aber trotzdem Glück im Unglück gehabt. Zur weiteren Versorgung wurde der Läufer durch die Sanitäter vom Roten Kreuz ins nächste Krankenhaus gebracht – was man im übrigen nicht mit Alarm machen muss, liebe Kollegen…

Mir persönlich tat diese halbe Runde Gehen ziemlich gut und ich fühlte mich neu belebt, als ich wieder anlief. Um 3 Uhr kam mir ein ziemlich idiotischer Gedanke: „Nur noch drei Stunden!“ Nur noch… – da läuft einer durch die Dunkelheit und fängt plötzlich irre gackernd an zu lachen.

So ab etwa 4 Uhr kamen die ersten Läufer wieder dazu, man hörte hier und da Vögel zwitschern. Das erste Morgenlicht beflügelte jetzt weiter. Ich hütete mich aber weiterhin laut zu jubilieren, denn Jens baute mittlerweile deutlich ab. Bedeuteten die letzten 2 Stunden für mich Licht am Horizont (im wahrsten Sinne), hiess das für Jens noch weitere 8 Stunden. 8 Stunden, alleine schon eine Herausforderung – aber nach bereits 16 gelaufenen – für mich unvorstellbar…

Bei Jens ergab sich nun ein Paradox, so müde er war, wollte er aber doch nicht gehen. Ging er, sackte der Kreislauf ab und er schlief beim Gehen ein. Mittels Cola liess sich das aber halbwegs stabilisieren, zumindest für unsere restliche, gemeinsame Zeit.

Normalerweise knallt um 06:00 Uhr ein Schuß über den See, der das Ende verkündet. Alle betroffenen Läufer bleiben dann stehen und warten bis der Mann (oder die Frau) vorbeikommt und die Teilstrecke der letzten Runde vermessen hat. Während ich noch darüber nachgrübelte, wann der richtige Zeitpunkt wäre um eine Jacke aus dem Zelt zu greifen, um während des Wartens nicht zu sehr zu frieren, verkündete man aber, dass diese Vermessung der Reststrecke entfällt um eben jenes frieren zu verhindern. Ich fand, das war eine gute Idee, die mir sehr willkommen war.

Und so beendete ich etwa 4 Minuten vor dem offiziellen Ende das Rennen und verabschiedete mich von Jens.

12 Stunden durch die Nacht zu laufen war schon eine krasse Sache. Wie man dass 24 h machen will/kann erschließt sich mir nicht, allerdings dachte ich das auch schonmal von Marathonläufen und Ultras…

Es gab das übliche up & down, die Frage „Was mache ich eigentlich hier?“ bis zu dem sicheren Entschluß, so einen Unfug nicht wieder zu machen – aber auch das Aha-Erlebnis am Ende, dass da doch noch etwas geht und ich vielleicht auch doch noch weiter gekonnt hätte…

Nächstes Jahr wieder? Mal schauen…

Der Begriff Lauffest, den ich auf einer der Webseiten aufgefangen habe, ist auf jeden Fall für den Samstag maximal zutreffend, gefolgt von diesem Familientreffen der Ultraläufer. Die Entspanntheit dieser Läuferspezies begeistert mich jedesmal aufs Neue.

Als Resümee bleibt, dass Bernd Nuß, Stefan Weigelt und viele, viele Helfer mit viel Herzblut eine ebenso grandiose Leistung bringen, wie die Läufer selbst. So viele Gesichter sah ich beim Start der 24h-Läufer um 12:00 Uhr mittags und auch noch am folgenden Morgen.

Mein persönliches Fazit: mit knapp 86 km auf Platz 15 und in der AK 40 auf Platz 2 gelaufen, dazu die Erkenntnis, dass mehr drin gewesen wäre, wenn ich fauler Sack mal ein bisschen beissen könnte. Wobei ich aber an den 1. in meiner Altersklasse, Dirk Minnebusch von den Bittermärkern, nicht einmal ansatzweise herangekommen wäre. Wie der Mann konstant schnell und stoisch seine Runden zog – Hut ab!

 

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Lauffest am Seilersee

Die Berichte zum WUT und zum BiMa hängen zwar noch in der Pipeline, aber das hier muss mal fix vorgezogen werden:

 

24h Seilersee
24h Seilersee

Am 25. und 26. April findet in Iserlohn eine Benefizveranstaltung bereits zum 8. mal statt, der Stadtwerke-Lauf am Seilersee.

Bernd Nuß und sein Team veranstalten hier ein 24h-Event, dass gleich 5 integrative und karitative Projekte im Kinder- und Jugendbereich fördert.

Die Startplätze in den Hauptdisziplinen 24h, 12h und 6h-Lauf sind zwar schon lange vergeben, aber von Samstag, 18:00 Uhr bis Sonntag 12:00 Uhr kann jeder vorbeischauen und als Beneflitzer Runden um den See drehen. Warum also den Wochenendlauf nicht einfach in Dienst der guten Tat stellen und dabei auch noch lauter nette Leute treffen oder kennenlernen?

Auch wer nicht laufen mag, kann gerne vorbeischauen. Zuschauer werden mit einem reichhaltigen kulinarischen Angebot verwöhnt, während sie den Sportlern bei ihren Runden zusehen können. Am Samstag kann man Tretroller für Erwachsene oder Spinning-Bikes anschauen und testen. Oder eure Kinder können auf einer eigens eingerichteten und betreuten Strecke laufen – und auch sie tun damit Gutes, für jede Runde spenden die Stadtwerke Iserlohn.

Vorbeizuschauen lohnt sich also nicht nur für euch! ;)

Also, sehen wir uns?