Winterlaufserie Hamm 2015 #1

Sonntag war der erste Lauf der Hammer Winterlaufserie 2015.

Im 2-wöchigen Abstand werden hier 10 km, 15 km und ein Halbmarathon gelaufen. Die Strecke ist flach – und wenn eisfrei – bestzeitentauglich. Ich starte nun zum dritten Mal bei dieser Serie – und es ist eine Hassliebe. Ich mag die Strecke nicht. Oft kalt und windig am Kanal entlang, dazu eine Wendepunktstrecke.

Allerdings ist diese Serie ein prima Indikator für den eigenen Leistungsstand am Beginn des Jahres und bietet, wie bei mir, im Wiederholungsfall eine schöne Vergleichbarkeit.

Und in dieser eventarmen Zeit freut man sich natürlich auch immer bekannte Gesichter wieder zu treffen. Dazu ist das Kuchenbuffet einsame Spitze.

Nach der OP im Oktober bin ich mittlerweile ja froh wieder etwas längere Strecken laufen zu können, Tempotraining oder schnelle Läufe gab es bislang garnicht. Der letzte Wettkampf war der Sauerlandtrail im letzten Juni.

Somit war der 10er in Hamm ein Gradmesser für den Stand meiner Wiederherstellung. Nach einem etwas zügigeren Lauf in der vorangegangenen Woche war mein Tipp irgendwas um die 50 Minuten.

Nach den Schneefällen in der letzten Woche war die Strecke nicht geräumt und an vielen Stellen vereist. Die Wahl des Brooks PureGrit war aber wohl richtig. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass der Schuh an diesem Tag der limitierende Faktor war. Während viele „Normalschuh-Läufer“ über das Gerutsche klagten, hätte der Schuh sicher schneller gekonnt, nur ich halt nicht.

Wie das bei so einem 10er ist, gibt man einfach Vollgas und hofft irgendwie bis zum Ende durchzukommen (zumindest meine Taktik). Nach drei Kilometern mit ~4:30 begann ich mich auch spontan zu fragen, wann das Ding denn endlich zu Ende ist. Nachdem Vierten fiel mir auf, dass ich mich ja eigentlich bei ~5:00 min./km entspannen könnte, den Zeitpuffer um unter 50 Minuten zu bleiben hatte ich  ja schließlich schon eingefahren. Aber das geht natürlich nicht. Es gibt immer den einen oder anderen, den man einsacken oder von dem man sich nicht überholen lassen will. (Allerdings gibt s gerade auf den letzten 2-3 Km Leute, die sprinten als wenn sie gerade losgelaufen sind und bei denen ich mich frage, was sie auf der vorangegangenen Strecke gemacht haben.)

Es gelang mir auf jeden Fall die Pace gut unter 5:00 Minuten zu halten (ausserdem hatte ich ca. 30m hinter mir meinen Schwager im Nacken, der nur darauf lauerte, dass ich zusammenbrach) und ich sprintete nach ungefähr 47 1/2 Minuten durchs Ziel.

Trotz Eis und Schnee 2,5 Minuten unter der eigenen Vorstellung geblieben – das lässt hoffen in diesem Frühjahr zumindest wieder den Stand von vor einem Jahr zu erreichen. Von den 7 angefutterten Kilos sind 2,5 auch schon wieder weg.

Als nächstes kommt in zwei Wochen die 15 km Variante. Das Ziel hier heisst die Leistung von 2014 wiederholen – zwar nicht die Zeit, aber letztes Jahr gelang es mir auf den 15 km den gleichen Schnitt zu laufen wie auf den 10 km – und das würde ich gerne auch in diesem Jahr wiederholen. Der Gedanke tut jetzt schon weh… 😉

cya

Thomas

 

Bergische 50/100

Bg100-das-kleine-schrift-unten_cmyk_s

Laufevents gibt es viele,große Wanderevents waren mir bislang eher unbekannt. In Bergisch Gladbach startet im August ein solches. Dabei werden zwei Distanzen angeboten. 50 Kilometer, die es in 12 Stunden zu bewältigen gilt und eine große Variante mit 100 Kilometern, für die man einen ganzen Tag, sprich 24 Stunden Zeit hat. Es gibt noch kleinere Varianten als Firmenwanderung und Staffel.

Die Strecke führt von Gladbach nach Norden bis zur großen Dhünntalsperre und über Odenthal wieder zurück.

Die 100er starten am Abend um 21.00 Uhr und die „Halben“ am folgenden Morgen um 08.00 Uhr.

Unterwegs soll es eine Reihe an kleineren Überraschungen, wie Mitternachtsfeuer, Dorffest und diverses abenteuerliches geben.

Der Veranstalter ist der gleiche, wie der vom Bonner Postmarathon und so gibt es auch das, leicht abgewandelte, große Versorgungspaket dass man auch von Marathonveranstaltungen kennt. Fotoservice, Medaillen, Massage uvm.

Alle 5 Km eine Verpflegungsstation und dazu ein- bzw. zweimal ein warmes Essen sorgen dafür, dass man sich mit ganz leichtem Gepäck auf den Weg machen kann.

Die Startgebühren liegen für den 100er zwischen 58,00 Euro und 70,00 Euro und für den kurzen Weg zwischen 42,00 Euro und 55,00 Euro.

Das mag einem Wanderer auf den ersten Blick etwas viel erscheinen, liegt aber damit voll in dem Bereich, den man auch für einen Marathon berappt und geht aufgrund der Rundum-Versorgung meines erachtens auch in Ordnung.

Lediglich die im Preis beinhalteten Gimmicks in Form von Regenponcho und Stirnlampe finde ich so naja. Vielleicht irre ich mich, aber imho hat jeder der sich auf eine 12 oder 24-stündige Wanderung wagt entsprechend ein wenig Erfahrung und wahrscheinlich bereits besseres Equipment, als man für das Startgeld erwarten darf.

Wann: 22./23. August 2015

Wo: Marktplatz, Bergisch Gladbach

Alle Infos: http://www.bergische100.de/

 

 

Die Laufuhr…

Gute 2 1/2 Jahre leistete mir eine einfache Garmin Forerunner 110 gute Dienste, auch wenn seit einem halben Jahr ein Einschaltknopf fehlt. Die Uhr lieferte stets zuverlässig die essentiellen Daten. Sie loggte die Strecke via GPS, dazu Pace und Zeit und bei Bedarf den Puls. Nur die Akkulaufzeit lässt so langsam nach. Das waren mal gut sieben Stunden und jetzt vielleicht noch fünf.

Ein paar Wochen beschäftige ich mich schon mit einer Neuanschaffung. Teils aus Muße während meiner Zwangspause, teils als Belohnung zum Wiedereinstieg. Ich habe also das WWW rauf und runter gelesen, mit etlichen Test- und Erfahrungsberichten. Nicht wenige gaben aber auch nicht viel mehr her, als die Texte der Herstellerseiten. Eine erwähnenswerte Ausnahme bildete hier der Schweinehund-Blog von Torsten Firlus.

Nach und nach steigerte ich mich, wie gewöhnlich, in einen Nerdrausch. Dieses Feature ist ja auch geil und das wäre auch ein „Nice to have“ und wenn ich schon so viel Geld ausgebe, warum dann nicht noch 50 mehr und das bessere Modell?

In der engeren Auswahl waren am Ende die Garmin Triathlon-Uhren, die Ambit2 S von Suunto und die neue TomTom. Die jeweiligen Spitzenmodelle, wie die Ambit3, waren mir jeweils mit Preisen zwischen 400 und 500 Euro schlicht zu teuer. Zwei Eckdaten sollte die neue Uhr definitiv aufweisen: eine Laufzeit von >10 Stunden und Multisportfähigkeit. Radfahrten konnte ich zwar auch mit der 110 tracken, aber nervig. Umständliche Umstellung von Pace auf km/h und übertragen wurde alles auch erstmal als Lauf und musste von Hand editiert werden. Ausserdem habe ich in den letzten Wochen nach der OP immer mehr Spass am Schwimmen gefunden und würde die Uhr auch hier gerne nutzen.

Die TomTom ist imho eine der schicksten Uhren und bewegt sich in einer Range von 130 – 300 Euro. Richtig schick wird diese Uhr aber erst wenn man sie auch mit dem Handgelenkspulsmesser erwirbt. Was sich mir allerdings nicht erschliesst ist warum man einen Unterschied zwischen Runner und Multisport-Ausgabe macht. Wenn ich die Daten richtig interpretiere, ist bei der reinen Laufuhr schlicht eine abgespeckte Softwarevariante aufgespielt.

Suunto handhabt das genauso. Den Sportversionen mit den Anhängseln „S“ (Multisport) und „R“ (Run) fehlen allerdings der Barometer und damit einige Outdoor-Features des großen Bruders. Wer aber hier im Augenblick wachsam im Netz stöbert, kann hier und da ein Schnäppchen machen, denn die Ambit2 ist ein Auslaufmodell und die große Variante habe ich schon günstiger als die Sportversionen gesehen. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten, da viele Händler die Modellbezeichnungen unterschiedlich und verwirrend handhaben.

Bei Garmin gibt es ebenfalls die Möglichkeit zu Schnäppchen. Kurz vor Weihnachten ist mit der 920XT ein neues Topmodell erschienen, was bei den alten Modellen einen entsprechenden Preisrutsch auslöste. Aufgrund der Vielfältigkeit, wäre hier die fenix 2 mein Wunschkandidat gewesen. Multisporteigenschaften, Baromenter, Kartendarstellung – damit wäre sie auch zum Wandern ein echter Traum.

Und so schwankte ich dann Wochen zwischen „brauche ich nicht, die Alte tut’s noch“ und „wenn, dann richtig und eine eierlegende Wollmilchsau wie die Fenix oder die große Ambit“.

Geworden ist es dann die 310XT – eine Vernunftentscheidung. Das was mir wichtig war ist satt vorhanden. 20 Stunden Laufzeit und wasserfest mit mehreren Sportmodi. Die Uhr ist dick und alles andere als eine Schönheit und kann nicht wie die Ambit oder die Fenix zum posen im Alltag getragen werden. Aber Armbanduhren sind mir seit Jahren eh nur noch lästig. Aber ein solider und bewährter Trainingscomputer, den man derzeit samt dem guten Textil-Brustgurt schon für 170 Euro statt ehemals 299 Euro bekommt – ohne den Gurt sogar schon für unter 140 Euro.

Also kein „hey, sieh mal was ich cooles habe…“, sondern ein verlässliches, erprobtes Werkzeug mit einem Preis-Leistungsverhältnis das man so häufig nicht bekommt.

wpid-wp-1419931341985.jpeg

Ruhrklippenlauf – es geht aufwärts

Schon mehrere Male wurde ich eingeladen zum Ruhrklippenlauf des LT Bittermark zu kommen, zuletzt als ich vier Bittermärkern beim Rennsteig Gesellschaft leisten durfte. Doch bisher hat es nie geklappt, dabei findet der Lauf monatlich statt. Immer am dritten Samstag im Monat, und das quasi vor meiner Haustür. Immer kam irgendwas dazwischen, so Samstag Vormittage sind aber auch schweres Terrain, Samstagsdienste, Einkäufe, etc…

Diesmal hat es geklappt. Ein Freundschaftslauf über 25 km mit ein paar ordentlichen Höhenmetern – klar wenn man von der Hohensyburg hinab an den See läuft, muss man auch wieder rauf. Start und Ziel war der Waldparkplatz „Am Ellberg“ oben an der Wittbräucke. Gelaufen wurde in vier Gruppen mit Paces von 07:00, 06:30, 06:00 und 05:30. Im Ziel erwartete uns ein buntes Zelt in dem an Verpflegung aufgebaut war, was das Herz begehrt. Von Kuchen bis Currywurst und von Kaffee über Wasser bis Bier mit und ohne Blei. Für den Lauf und die Verpflegung fordern die Bittermärker keinen Obulus, aber um eine Spende für die dringende OP eines kleinen Mädchens wurde gebeten. Selbst für diese Spende erhielt man im Gegenzug Lose für eine Tombola, bei der es als Hauptpreise Laufschuhe zu gewinnen gab.

Hut ab & /bow.

IMAG3178IMAG3177

Der Ruhrklippenlauf liess mich gestern das fühlen, was die runalyze-Formkurve auch zeigt -> es geht aufwärts! Gestartet bin ich mit der 6-Minuten-Gruppe, mit der Option mich ja eine Gruppe zurückfallen lassen zu können, aber bei Kilometer 22 fühlte ich mich so entspannt und gut, dass ich kurz sogar überlegte ob der Rückzug vom Marathon auf den Halben nächste Woche beim Eulenkopflauf nicht doch ein Fehler war. Aber nur kurz. Lieber halbwegs solide aufbauen.

Aber es geht deutlich aufwärts:

Formkurve 2014

 

/dabei!

Ferropolis incoming!

Nachdem es mit ja in diesem Jahr kurz vor der Premiere des Strongmanrun Ferropolis den rechten Innenmeniskus zerfetzt hat, versuche ich es 2015 noch einmal.
Diesmal startet das Teil abends um 22:00 Uhr, quasi ein Obstacle im Dunkeln, geiler Scheiss…

Allgemein

Bergfest, Downhill!

So taufe ich den Zeitpunkt der OP einfach mal. Die ist am 02.10. gelaufen – und zwar ganz gut. Der Gipfel der Verletzung sollte damit jetzt genommen sein, das Problem in Form des defekten Meniskus ist entfernt und die Rückkehr in die bewegte Welt sollte jetzt quasi im Tempo eines Downhills erfolgen.

Wie es war: an besagtem Donnerstag Morgen habe ich mich mit dem Bus auf den Weg ins Krankenhaus gemacht. Sehr interessant, so eine Sozialstudie. Ich fand mich also pünktlich um 08:45 Uhr ein, wurde direkt auf die Station geschickt und landete prompt in einem 3-Bett-Zimmer. Meinen Bettnachbarn kannte ich schon aus dem Wartezimmer zu den Vorgesprächen, allerdings hatte er seine Arthroskopie bereits am Vortag, durfte aber nicht heim, da er zu spät aufs Zimmer zurück kam und auch nicht wirklich fit war.

Ich musste mich knappe zwei Stunden in Geduld üben, bevor ich meine „Alles egal“-Pille bekam. Aber dann ging es recht fix. Ich hatte mich statt der spinalen für die Variante der Vollnarkose entschieden und bekam von der OP nichts mit. Dafür ging das Aufwachen sehr fix. Ok, meine letzte Narkose ist 30 Jahre her, aber die Augen aufzumachen und sofort hellwach zu sein, wahr schon sehr beeindruckend. Um 13:00 Uhr war ich dann wieder auf meinem Zimmer. Danach war aber noch 4 Stunden Beobachtung angesagt. Und ich war putzmunter, keine Spur von einem benebelten Gefühl oder Müdigkeit. Schön, dass meine Frau vorbeischaute (obwohl ich das ja nicht für nötig hielt) und mir noch ein Tagesticket fürs WLan besorgte. Dank ebooks, Streaming Video, Audible und Internet liess sich die Zeit doch ganz gut vertreiben.

Gegen 18:30 Uhr schaute der Chirurg vorbei und hatte auch keine Bedenken mich noch am Abend zu entlassen. Der Meniskus war nicht nur gerissen, sondern zerfleddert, so dass sich nur kleine Reste erhalten liessen. Ausserdem ist der Knorpel hinter der Kniescheibe ziemlich angegriffen und einen Kreuzbandriss, der irgendwie wieder verwachsen ist, hatte ich auch mal in der Vergangenheit. Aber die beiden letztgenannten haben mich in den letzten Jahren nicht groß gestört und der Störfaktor der letzten Wochen ist beseitigt. Ganz so fix ging es danach noch nicht heim, die Schwester meinte, erst gäbe es Abendbrot auf der Station, bevor mir noch einmal der Verband gewechselt würde und ich meine Papiere bekäme. Auf jeden Fall war ich mit drei Sorten Tabletten und einer handvoll Thrombosespritzen gegen halb neun wieder daheim.

Zwei von den drei Tabletten waren gegen Schmerzen, die dritte, damit der Magen die ersten beiden verträgt. Ich sollte aber alle nehmen, da nicht nur die schmerz-, sondern auch die entzündungshemmende Wirkung gefragt war.

Der Fortschritt über das lange Wochenende war großartig. Freitag noch vorsichtig, Samstag schon ohne Tabletten und wieder Auto fahrend und Sonntag bereits ohne Krücken.

Am Montag danach ging es zur Nachsorge zum Orthopäden – und ich erlebte das größte Ärgernis der gesamten Geschichte. „Bein hochlegen und kühlen.“ war die Anweisung für die folgende Woche. Ich hatte irgendwie mit mehr gerechnet. Und der „normale“ Ablauf, den ich mir von Sportkollegen habe schildern lassen und der auch auf diversen Klinikseiten geschildert wurde, sah dann doch anders aus. Bei dem einen gab’s Physio, in der Luxusvariante sogar Lymphdrainage, aber zumindest einen Flyer mit gymnastischen Übungen für daheim. Bei mir: nada, niente, nix. Selbst auf Nachfrage wurde nur abgewunken, nicht nötig, erstmal abwarten…

Abwarten ist nicht mein Ding, das musste ich bereits seit dem 22. August. Tatsächlich hatte ich mit Hilfe eines PDF’s das eine Orthopädische Klinik im Netz bereit stellt schon am Wochenende mit Übungen angefangen.

Mittlerweile sind drei Wochen nach der OP vergangen, biken geht seit einer Woche wieder. Montag bin ich mal ganz langsame 4 Kilometer gelaufen und am Mittwoch 8 mit einem Schnitt von 5:30, was aber wohl noch nicht ganz kniekonform war – zumindest meckerte es am Tag danach ein wenig. Nächste Woche folgt also noch ein wenig Aufbau und bei gutem Gelingen kann ich Anfang November wieder die erste Runde mit meinen Ergster Jungs drehen…

AKTIONE!

AKTIONE!

nach dem ich mich jetzt wochenlang von Termin zu Termin gehangelt habe, gab es gestern morgen endlich die Besprechung des MRT’s vom Montag.
Ergebnis: Innenmeniskus rechts gerissen.
Eigentlich war mir ja nach der ersten Woche klar, dass da was im Knie kaputt gegangen ist – aber man wird halt nicht am ersten Tag zum MRT geschickt, sondern feste Prozedere zuerst abgespult.
Da der abgerissene Teil des Meniskus nicht mehr durchblutet wird, wächst da auch nix mehr zusammen oder heilt.
Das defekte Stück muss also operativ entfernt werden.
Die gute Dame bei meinem Orthopäden meinte aber, eine Einweisung zu schreiben lohnt sich nicht mehr, da ja nächsten Mittwoch bereits das neue Quartal anfängt und ich so schnell sowieso keinen Termin bekomme.
Vor mir taten sich Horrorvisionen mit OP-Terminen im November oder Dezember auf, was nach kurzer Internetrecherche recht wahrscheinlich schien. Da stand was von einer durchschnittlichen Wartezeit von 47 Tagen. Aber man sollte nicht so viel googeln.
Statt wie vorgesehen bei den Orthopädischen Kliniken Volmarstein rief ich stattdessen im Evangelischen Krankenhaus Haspe, dem „Mops“ an, dessen Chefchirurg Dr. Queckenstedt einen ausgezeichneten Ruf geniesst.
Hatte ich hier letztens schon Glück einen MRT-Termin innerhalb einer Woche zu bekommen, erlebte ich nun eine noch viel größere Überraschung. Eine überaus zuvorkommende Dame riet mir am besten noch heute nachmittag (Freitags!) vorbeizukommen, denn Montags wäre der Andrang groß und die Wartezeit entsprechend.
Also zeitig Feierabend gemacht und durch den Feierabendverkehr geprügelt.
Nümmerken in der Aufnahme ziehen, aber keine 5 Minuten Wartezeit. Auch hier wieder eine sehr freundliche, junge Dame. Die hatte jedoch kaum angefangen meine Daten aufzunehmen, als ein Kopf um die Ecke lugte und mich fragte „Haben Sie heute morgen angerufen?“, ich bejahte und hörte dann, wie meine Gesprächspartnerin von heute morgen ein gutes Wort für mich einlegte. Und schon kurz darauf wurde ich irgendwie dazwischen in einen Untersuchungsraum geschleust.Wow.
Die Untersuchung verlief ebenso sympathisch. Kurzes checken des Knies und des Befundes, ein bisschen Smalltalk und zack hatte ich eine OP-Termin für kommenden Donnerstag.
Nach der Zähigkeit der letzten Wochen bleibt mir bei dem Tempo fast der Atem weg – aber es ist auch Balsam für meine Seele, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt.

Die Roadmap, wenn denn alles normal läuft sieht wie folgt aus:
Donnerstag am 02.10. morgens in die Klinik und abends wieder heim.
Der Eingriff selbst dauert ca. eine halbe Stunde und wird im Rahmen einer Arthroskopie durchgeführt.
Es heisst, dass das Knie danach sofort wieder voll belastbar ist – was aber nicht so gemeint ist, wie ich es gerne verstehen würde… 😉
Der Dialog mit dem Doc war noch lustig: „Nach drei Tagen können sie wieder laufen.“ – „Ich kann nach drei Tagen wieder laufen gehen?!?!“ „Wenn ich laufen sage meine ich gehen ohne Gehhilfe.“ „Oh, ich interpetierte laufen etwas anders… 🙁 “ – „Mit Sport warten sie vielleicht besser noch eine Woche…“
Aber auch das werde ich schaffen und finde ich phänomenal schnell.

Trotz allem sind die 63 km des Röntgenlaufes damit natürlich gegessen. Wobei in diesem Jahr so viele Leute dort starten, mit denen ich mich gerne getroffen hätte, dass ich es mir glaube ich nicht nehmen lasse zumindest anwesend zu sein, wenn also irgendjemand von euch einen Supporter in irgendeienr Form braucht meldet euch!

Läuferisch bleiben mir dann ja immer noch der Nikolauslauf in Herdecke und die Zen-Version des Eulenkopf. 😉
Aber warten wir erstmal das Ender der kommenden Woche ab…

Gehabt euch wohl und biss denne

Thomas aus dem Lennetal

Allgemein

hmpf…

Neue Woche, neuesGlück.
Niet.
Die dritte Woche begann heute mit einem neuerlichen Besuch beim Orthopäden. Die Schwellung ist zwar aus dem Knie, aber in den letzten 10 Tagen hat sich keine Änderung mehr ergeben: solange ich still halte – schmerzfrei, aber wenn Druck auf das Knie kommt, z.B. beim Treppensteigen, gibts scharfe Stiche an der Stelle des Innenminiskus und innerhalb von 2 Minuten ist das Knie dann gar nicht belastbar und ich humpel durch die Gegend.
Und nun heisst es doch wieder Verdacht auf Meniskusschaden und nicht nur Entzündung.
Next Stop: MRT
Das ganze wird langsam zu einer Ausdauerübung der besonderen Art – leider einer rein mentalen… 
Ich krieg nen Koller und meine Mädels wollen mich auch endlich wieder auf der Piste haben – der Papa ist ohne Lauferei etwas unausgeglichen. Und nach 3 Wochen Urlaub und 3 Wochen Verletzung ist das Alarmziel u85 nun auch schon gerissen. Am Wochenende zeigte die Waage satte 86,7 Kilogramm.


Ich habe zumindest letzte Woche mal eine Testrunde im Hallenbad gedreht und zumindest schwimmen scheint zu funktionieren. Ich werde also versuchen zur Schadensbegrenzung 2-3 x in der Woche eine Stunde zu schwimmen.

Das stellt sich aber als garnicht so einfach heraus. Hatte ich in den Ferien schon Gefallen daran gefunden, nach der Arbeit direkt eine Stunde ins Becken zu hüpfen ist es nach den Ferien eine Katastrophe. In meiner schönen Heimatstadt hat man alle Hallenbäder geschlossen und dafür das schöne neue, große Westfalenbad gebaut. Hier gibt es zwar ein großes Sportbecken mit 10 50m-Bahnen, die werden aber ausserhalb der Ferien quer in 20 Bahnen á 25m aufgeteilt. Von denen, man lasse isch das auf der Zunge zergehen, ZWEI Bahnen für den öffentlichen Pöbel verfügbar sind…

Wie man mir mittlerweile zugetragen hat, bin ich mit einem MRT-Termin nächsten Dienstag ganz hervorragend bedient – und meine Idee bei anderen Praxen nach einem früheren Termin zu suchen wurde mit Gelächter quittiert.

Und während ich mich auf der einen Seite versuche in Kontemplation zu üben, ist mir auf der anderen zum heulen zumute., weil ich sehe wie meine ganze Herbstplanung gerade über den Jordan geht. Erst der Strongman Ende August, nun das definitive Aus für den Maintal Ultratrail. Und hinter meinem persönlichen Triple beim Röntgenlauf (hier bin ich 2012 den HM, 2013 den Marathon und wollte jetzt die 63 km laufen) ist wohl auch schon ein Fragezeichen.

hmpf… – vielleicht doch die Gelegenheit vernünftig kraulen zu lernen und vielleicht teste ich diese Woche nochmal biken ohne Berge… -.-

 

Allgemein